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Abenteuer für guten Zweck

Von Mit einem 24 Jahre alten VW Passat Kombi fahren Natascha Schmitt und Tina Hindemith um die Ostsee. Die beiden Frauen machen bei der Rallye „Baltic Sea Circle“ mit und sammeln dabei Spenden für das Arche-Projekt in Griesheim.
Rallye-Erfahrung haben Natascha Schmitt und Tina Hindemith bereits gesammelt: Vor vier Jahren fuhren die beiden mit einem VW Golf Kombi bei der Rallye Allgäu – Orient mit. Von Oberstaufen führte die Strecke nach Amman in Jordanien. Bilder > Rallye-Erfahrung haben Natascha Schmitt und Tina Hindemith bereits gesammelt: Vor vier Jahren fuhren die beiden mit einem VW Golf Kombi bei der Rallye Allgäu – Orient mit. Von Oberstaufen führte die Strecke nach Amman in Jordanien.
Ostend. 

Natascha Schmitt (46) und Tina Hindemith (42) reisen gerne. Statt in den Flieger zu steigen, erkunden sie neue Länder jedoch lieber mit Oldtimer oder Motorrad. Nun brechen die beiden Frauen zu ihrem zweiten gemeinsamen Abenteuer auf. Und das für einen guten Zweck.

8000 Kilometer unterwegs

Sie starten bei der Rallye „Baltic Sea Circle“. Diese startet am 14. Juni in Hamburg und führt die Frankfurterin Schmitt und die aus Göppingen stammende Hindemith in 15 Tagen einmal rund um die Ostsee. „Wir fahren fast 8000 Kilometer durch 10 Länder“, sagt Schmitt. Die Route führt durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Durchschnittlich 600 bis 800 Kilometer müssen die beiden pro Tag zurücklegen.

„Über 100 Teams machen bei der Rallye mit“, sagt Schmitt. Die Veranstaltung stehe unter dem Motto „Die Welt ein bisschen besser machen“. „Jedes Team sammelt Gelder und unterstützt damit ausgewählte Projekte.“ Ein Teil der Beträge gehe an Hilfsprojekte, die der Veranstalter vorgebe, der andere Teil an ein Projekt ihrer Wahl. „Wir möchten ’Die Arche’ unterstützen“, so Schmitt. „Wir finden es wichtig, dass benachteiligte Kinder eine Anlaufstelle haben, wo sie hingehen können. Daher haben wir uns für das Arche-Projekt in Griesheim entschieden.“

„Wir starten in einem 24 Jahre alten VW Passat Kombi, der noch in der Werkstatt bei Tina steht.“ Hindemith ist KfZ-Meisterin. Im Falle einer Panne ist das Zweiergespann daher bestens vorbereitet. „Wir fahren gerne mit einem Kombi, weil wir versuchen werden, darin zu übernachten“, sagt Schmitt. Das biete die Möglichkeit, sich spontan einen schönen Platz zu suchen.

Die Route, die sie durch die verschiedenen Länder führt, müssen sie ganz klassisch anhand einer Karte ablesen. Technische Hilfsmittel wie Navigationsgeräte sind nicht erlaubt. „Zu Beginn der Rallye bekommt man ein Routen-Buch mit verschiedenen Aufgaben, die man während der Fahrt lösen muss.“ Dies könnte etwa sein, einen bestimmten Platz zu finden, an dem sich alle Teilnehmer treffen.

„Kennengelernt haben wir uns im Jahr 2010 bei der Rallye Allgäu-Orient“, erzählt Schmitt, die in Frankfurt lebt. Hindemith ist in Göppingen bei Stuttgart zu Hause. „Das Team, bei dem wir damals mitmachten, suchte noch zwei Frauen, die Auto und Motorrad fahren können“, fügt die Informatikerin hinzu. Vom Allgäu fuhren sie damals per Auto und Motorrad vom Allgäu bis nach Amman in Jordanien. „Die Route führte damals über die Türkei und durch Syrien“, erinnert sich Schmitt. Dies sei derzeit wegen des Bürgerkriegs nicht möglich. Vieles davon habe sie auf dem Motorrad zurückgelegt.

Spendenaktion

Gespendet werden kann ab einer Summe von 5 Euro. Je nachdem, wie hoch der Betrag ist, bekommen die Förderer eine Gegenleistung. „Wir haben eine Spenden-Seite im Internet eingerichtet, auf der die Gegenleistungen aufgelistet werden“, erklärt Schmitt. So schreiben sie dem Spender etwa eine Postkarte aus einem der Länder, ab 15 Euro fahren sie eine bestimmte Nachricht in DIN- A4-Größe – zum Beispiel eine Liebeserklärung oder Werbung – einmal rund um die Ostsee. Dabei wird die Nachricht auf das Auto geklebt und ist für jedermann sichtbar. Ab einem Betrag von 50 Euro gibt es eine Postkarte und ein landestypisches Souvenir. Mehr als 500 Euro haben sie bereits zusammen.

„Ich freue mich auf die neuen Erlebnisse und Begegnungen. Für mich bedeutet so eine Rallye ein bisschen Freiheit vom Alltag“, betont Schmitt.

Infos zu dem Projekt gibt es unter www.visionbakery.com/Rallye im Internet.

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