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Duell gegen Turn-Ass: Achtjährige fordert im TV Marcel Nguyen heraus

Von Ella hat keine Angst. Nicht vor der Höhe und auch nicht vor besonderen Herausforderungen. In der ARD-Sendung „Groß gegen Klein – Das unglaubliche Duell“ hat sie sich mit Turner Marcel Nguyen gemessen. Am Samstagabend wird die Sendung ausgestrahlt.
Drei Köpfe größer und mindestens doppelt so dicke Oberarme: Angst vor dem Duell mit Starturner Marcel Nguyen hat die kleine Ella trotzdem nicht. Bilder > Drei Köpfe größer und mindestens doppelt so dicke Oberarme: Angst vor dem Duell mit Starturner Marcel Nguyen hat die kleine Ella trotzdem nicht.
Riedberg. 

Mit festem Griff packt Ella die beiden von der Decke baumelnden Holzringe. Gekonnt hebt sie ihre Beine an und zieht sich an den Armen hoch. Völlig mühelos sieht es aus, wie das blonde Mädchen so in der Luft hängt. Von Anstrengung keine Spur. Im Gegenteil: Die Augen der Achtjährigen glänzen und es huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.

Wie gut Ella mit den Ringen umgehen kann, das wird am Samstag ganz Deutschland sehen können. Denn die Schülerin, die mit ihren Eltern und zwei Geschwistern auf dem Riedberg lebt, hat bei der ARD-Sendung „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ mitgemacht“. Herausgefordert hat sie in der von Kai Pflaume moderierten Sendung den Kunstturner Marcel Nguyen. Um ihren Wettkampf zu gewinnen, musste sich Ella schneller durch einen Parcours aus 60 von der Decke baumelnden Ringen hangeln, als der Profisportler. Wie das Duell ausgegangen ist, das will Ella lieber nicht verraten. „Es soll ja für die Zuschauer spannend sein“, sagt sie.

Nicht nur spannend, sondern vor allem aufregend verliefen die vergangenen Monate für die Grundschülerin. Bereits im April wendete sich die Produktionsfirma der Sendung an die „Boulderwelt“. Ob es dort talentierte Kinder gebe, die Interesse hätten in der Sendung mitzumachen? Ella und ihre zwei Jahre ältere Schwester Lina trainieren dort in der Leistungsgruppe, ihre Mutter Katja Bayoudia sah die TV-Sendung als „gute Erfahrung“ für ihre Töchter. Dass es nur Ella ins Fernsehen schaffte, hat einen besonderen Grund. „Mir wurde das dann doch alles zu viel und außerdem ein bisschen peinlich“, gibt die zehnjährige Lina zu.

Training im Garten

Als feststand, dass Ella tatsächlich bei der Sendung mitmachen und mit einem Profiturner um die Wette hangeln darf, stellte sich der Familie nur eine Frage: Wo trainieren wir das nun? Zwar hat Vater Melik Bayoudia seinen Kindern im Keller ein wahres Kletterparadies gebaut. Doch für die neue Herausforderung reichte das nicht aus. „Also haben wir im Garten eine Slackline etwas höher aufgehängt und daran sechs Ringe befestigt“, erzählt er. Und Ella hat losgelegt: Hin und her und her und hin ist sie geklettert. „Bei elf Minuten an den Ringen hangeln liegt mein Rekord“, sagt sie stolz. Geklettert ist sie auch weiterhin, jeweils zwei Mal pro Woche in der Kletter- oder Boulderhalle. „Ich klettere schon seit ich drei Jahre alt bin. Besonders toll finde ich die Höhe“, sagt sie.

Aufregend und cool

Bevor es für die Familie samt Großeltern und Freundin zur Aufzeichnung der Sendung nach Berlin ging, kam ein Fernseh-Team erst einmal zu Ella nach Hause. Einen ganzen Tag verbrachte sie mit Kai Pflaume im Kletterwald in Schotten, ehe das Kamerateam sie auf dem Riedberg besuchte. Ella fand alles nur noch „aufregend“ und „cool“, von den Dreharbeiten zu Hause bis zur Aufzeichnung im Studio. Dort hatte sie sogar eine eigene Garderobe und durfte zudem allen Prominenten die Hand schütteln. Von Boris und Lilly Becker, Mika Häkkinen und Michael Mittermaier hatte die Schülerin zuvor allerdings noch nichts gehört. Aber die Sportfreunde Stiller, die kannte sie. „Wir haben sogar drei Karten fürs Konzert geschenkt bekommt“, erzählt sie glücklich.

Am Samstag um 20.15 Uhr, wenn die Sendung über den Bildschirm flimmert, sitzt Familie Bayoudia bei Ellas Freundin und ist genauso aufgeregt wie bei der Aufzeichnung – obwohl sie das Ergebnis bereits kennt. „Ich bin eben sehr stolz auf meine Tochter“, sagt Mutter Katja.

Ella sieht der Sendung mit einem lachenden und einen weinenden Auge entgegen. „Ich freue mich darauf, aber ich bin auch traurig wenn es vorbei ist. Ich erzähle gerne von etwas, was ich gut kann“, sagt sie.

Weil Ella so gut klettern kann, will sie das auch noch möglichst lange tun. Vielleicht wird sie einmal Tierärztin oder Polizistin, überlegt sie noch. Aber eines sei sicher: „Kletterin will ich auf jeden Fall bleiben. Mindestens bis ich Oma bin. Vielleicht bin ich dann ja auch noch sportlich“.

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