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TSG Frankfurter Berg: Alles stürzt sich auf den Ball

Das Kindergarten-Fußballturnier der TSG Frankfurter Berg ist inzwischen eine feste Institution. Es bringt den Nachwuchs-Kickern viel Freude und verbessert gleichzeitig die Integration.
Weil alle den Ball wollen, gibt's  beim Kindergartenturnier der TSG Frankfurter Berg Gedränge - und Stürze, die aber sportlich genommen werden. Foto: Leonhard Hamerski Weil alle den Ball wollen, gibt's beim Kindergartenturnier der TSG Frankfurter Berg Gedränge - und Stürze, die aber sportlich genommen werden.
Frankfurter Berg. 

Im dichten Pulk rennen die Kinder dem Ball hinterher. Dort, wo er hinfliegt, bildet sich sofort eine dichte Traube aus Kinderbeinen. „Sie rennen einfach drauflos. Von Taktik ist keine Spur“, sagt Daniel Meisinger, der Vorsitzende der TSG Frankfurter Berg. Bereits zum fünften Mal richtet der Verein für die umliegenden Kitas das Kindergarten-Turnier auf seiner Sportanlage am Ginsterweg aus. „Für unsere Kinder ist es der Höhepunkt des Jahres. Als sie erfuhren, dass sie mitmachen können, war die Freude groß“, sagt Manuela Ackermann, Betreuerin in der Kita „Eddy’s Burg“.

Vor allem sei das Turnier für die ältesten Kinder gedacht, die Fünf- und Sechsjährigen, erklärt Meisinger. „Damit alle Mannschaften etwa auf demselben Niveau sind.“ Natürlich gebe es bei jedem Spiel einen Sieger, „schon die Kleinen wollen auf jeden Fall gewinnen“. Doch am Ende, sagt er, gibt es weder Sieger und Verlierer: Alle erhalten eine Urkunde aus der Hand des Sportdezernenten Markus Frank (CDU). Und statt eines Pokals erhält jede Kita eine große Kiste mit Obst.

 

Jeden Tag am Ball

 

Vor allem bei den älteren Kindern sei Fußball eine der beliebtesten Beschäftigungen im Kindergarten, erklärt Manuela Ackermann. „Außer in der spielzeugfreien Zeit können sie jeden Vormittag draußen Fußball spielen. Wenn dann mal kein Ball da ist, ist das sofort ein großes Drama.“ Und das übrigens nicht nur bei den Jungen, sondern auch bei den Mädchen – auch wenn die jüngeren unter ihnen oft noch etwas hin und hergerissen seien. „Bei uns ist immer mindestens ein Mädchen in jeder Mannschaft dabei.“

Fast schon professionell hat sich die Kita „Winnie Puuh“ der „Deutschen Jugend aus Russland“ in der Homburger Landstraße auf das Turnier vorbereitet. „Wir haben auf unserem Gelände einen eigenen kleinen Fußballplatz mit zwei Toren. Dort wird ständig gespielt“, erklärt die Leiterin, Irina Haupt. Außerdem hat Luigi Saporito, U 13-Mädchentrainer bei Eintracht Frankfurt und Ehemann einer Kita-Mitarbeiterin, dort mehrfach mit den Nachwuchs-Kickern geübt.

 

Verein bietet Sport in Kitas

 

Das Turnier entstand, als Meisinger Vorsitzender des Vereins wurde. „Damals hatten wir nur noch vier Nachwuchsmannschaften. Zusammen mit Nicole Schickentanz, unserer heutigen Webmasterin, überlegte ich, wie wir die Nachwuchsarbeit beleben können.“ Also sprachen sie mit allen Kindergärten im Umkreis und beschlossen: Wir bieten in den Kitas Sport an.

Also bewarb sich die TSG für das Projekt „Mehr Bewegung in den Kindergarten“, über das die Übungsleiter, die in den Kindergärten zusätzlichen Sport anbieten, bezahlt werden. Ein weiteres Projekt, das der Verein mit zwei Jugendhäusern begann, gebe es leider heute nicht mehr. Das Kita-Projekt aber laufe erfolgreich weiter, so Meisinger.

„Das Kita-Projekt dient auch der Integration“, erklärt Meisinger. Über den Sport in den Kitas gewinne die TSG auch neue Mitglieder. Inzwischen gebe es wieder 14 Nachwuchs-Fußballmannschaften. „Wir bemühen uns, auch die Eltern einzubinden. Mit Veranstaltungen wie Grillen, aber auch regelmäßigen Gesprächen.“ Das sei aufwendig, da die Eltern aus anderen Ländern etwas wie das deutsche Vereinsleben meist nicht kennen.

Diese Integrationsarbeit der TSG sei ein Paradebeispiel für Integration, lobt Markus Wehenkel von der Sportjugend Hessen, die für das Kindergarten-Turnier ihr mobiles Kleinfeld zur Verfügung stellt. „Durch die Zusammenarbeit mit den Kitas werden die Eltern erreicht und durch die Einbindung in den Verein integriert.“

(hau)
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