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Eröffnungsfest: Altstadt-Eröffnung: Konzept immer noch nicht beschlossen

Von Seit Monaten wird darüber diskutiert, wie die Fertigstellung der neuen Altstadt im nächsten Jahr gebührend gefeiert werden kann. Doch im Magistrat wurde die Vorlage von Oberbürgermeister Peter Feldmann schon wieder vertagt. Die Zeit wird knapp. Und Kritik an den Kosten gibt es auch.
Vom Zaun aus sind heute schon neugierige Blicke auf die neuen Altstadthäuser zwischen Dom und Römerberg möglich. Fertig werden sie erst im nächsten Jahr. Foto: Heike Lyding Vom Zaun aus sind heute schon neugierige Blicke auf die neuen Altstadthäuser zwischen Dom und Römerberg möglich. Fertig werden sie erst im nächsten Jahr.
Frankfurt. 

Als „Jahrhundertprojekt“ wird die neue Altstadt zwischen Dom und Römerberg gerne bezeichnet. Angesichts der Bedeutung soll die Fertigstellung der 35 Häuser groß gefeiert werden. Der Termin steht bereits fest: 28. und 29. September 2018. Außer Führungen durch das Ensemble von rekonstruierten und modernen Gebäuden soll es ein Bühnenprogramm auf dem Römerberg sowie auf dem Paulsplatz geben – und Ochs am Spieß wie einst beim Festmahl anlässlich der Kaiserkrönungen in Frankfurt. Zu einem historischen Umzug sollen auch Gäste aus Frankfurts Partnerstädten eingeladen werden. Zehntausende von Besuchern werden erwartet.

Sonst aber steht noch nicht viel fest. Dabei hatte das Stadtparlament schon im Februar 2016 auf Antrag der damaligen schwarz-grünen Koalition beschlossen, ein großes Fest auszurichten.

Viel Geld für Sicherheit

Die Verzögerung hat vor allem zwei Gründe: Zunächst war die Zuständigkeit nicht klar – das Kulturdezernat zeigte kein großes Interesse an der Aufgabe. Die landete schließlich bei der städtischen Tourismus + Congress GmbH (TCF), die als Ausrichter von Museumsuferfest und Weihnachtsmarkt Erfahrung mit Großveranstaltungen hat. Aber sie kann mit den Vorbereitungen noch nicht beginnen, weil sie bisher keinen Auftrag hat. Im Magistrat wurde das Konzept für die große Feier noch nicht beschlossen, das Budget in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro ist nicht freigegeben. Zunächst hielten die Grünen die Vorlage von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) im Magistrat an. Ihnen war das Konzept zu vage, sie wollten wissen, wofür die vorgesehene Summe in Höhe von 1,5 Millionen Euro genau ausgegeben werden soll.

Günter Murr
Kommentar

Keine Frage: Die Fertigstellung der neuen Altstadt ist ein Grund zum Feiern. Das Projekt, für 200 Millionen Euro Stadtreparatur zu betreiben, ist in der Frankfurter Geschichte ziemlich einmalig.

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Diese Präzisierung gibt es mittlerweile. Demnach fallen wohl allein 600 000 Euro für die Logistik und die verschärften Sicherheitsvorkehrungen an. Bei dem Fest unter dem Motto „Geschichte im Wandel“ sollen unter anderem regionale Künstler wie Michael Quasts Fliegende Volksbühne auftreten, für den Abend soll ein attraktives Showprogramm gesucht werden. Einbezogen werden auch städtische Einrichtungen wie das Historische Museum und das Institut für Stadtgeschichte. Die Grünen sind zufrieden, wie deren kulturpolitischer Sprecher Sebastian Popp bestätigt. „Aus unserer Sicht könnte man loslegen.“

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Beschlossen wurde die Vorlage am vergangenen Freitag im Magistrat dennoch nicht. Dem Vernehmen nach wurde sie dieses Mal auf Wunsch der CDU auf die nächste Sitzung am 24. November vertagt, weil die neuen Unterlagen erst kurzfristig eingetroffen seien.

Dadurch ist der Zeitplan noch knapper als er ohnehin schon war. Großveranstaltungen werden normalerweise mit mindestens einem Jahr Vorlauf geplant – vor allem sehr gefragte Künstler muss man rechtzeitig buchen. Den Organisatoren läuft die Zeit davon. „Wir stehen bereit und warten auf den Beschluss“, sagt TCF-Geschäftsführer Thomas Feda.

„Politische Inszenierung“

Dieser wird aber nie gefasst – wenn es nach dem parteiunabhängigen Oberbürgermeister-Kandidaten Volker Stein geht. Er spricht von einer „politischen Selbstinszenierung auf Kosten der Bildung“ und nennt sogar Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro. So hoch ist das offizielle Budget zwar nicht, aber Stein würde das Geld lieber für andere Zwecke ausgeben. „Schaut man sich den maroden Zustand der schulischen Gebäude in Frankfurt an, muss man darauf bestehen, dass eine solche Summe besser in die Renovierung der Schulen investiert wird“, sagte Stein.

Der Grüne Sebastian Popp jedoch hält die 1,5 Millionen Euro für angemessen. „Die Altstadt ist toll geworden, das sollte man auch entsprechend feiern.“

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