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Kriminalität: Angst vor Drogenszene im Günthersburgpark

Was ist im Günthersburgpark los? Die Polizei sieht keine besorgniserregenden Entwicklungen. Die FDP hält dagegen, dass viele Frankfurter sich im Park nicht mehr sicher fühlen. Wer hat recht?
Günthersburgparkspielplatz Foto: Photographer: Holger Menzel Günthersburgparkspielplatz
Nordend. 

„Entwickelt sich eine neue Drogenszene im Günthersburgpark?“ – danach fragte der Magistrat der Stadt Frankfurt bereits im Frühjahr vergangenes Jahres die Frankfurter Polizei. Erst am 7. August 2017 erfolgte die Antwort: Während einer Recherche der Hessischen Landespolizei von Januar 2016 bis Juni 2017 seien „keine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder andere strafrechtliche Delikte zur Anzeige gebracht“ worden. Dieses Ergebnis kann man sich bei der FDP-Fraktion im Ortsbeirat 3 jedoch nicht erklären. „Dieser Polizeibericht widerspricht dem Gefühl der Bürger“, kritisiert Gerhard Brandt. Der Liberale hatte im Frühjahr 2016 die Diskussion, die zur späteren Polizeirecherche führte, angestoßen und will das Thema nun erneut im Stadtteilparlament zur Sprache bringen.

Hintergrund: „Besorgte Bürger, die sich im Park nicht mehr sicher fühlen“, hätten sich bei ihm beschwert, erklärt Brandt auf Anfrage. „Wenn Frauen dort nicht mehr joggen wollen, ist es höchste Zeit etwas zu tun“, sagt er. Im Antrag der FDP-Fraktion ist sogar von „Angsträumen“ die Rede. Besonders im Nordosten des bei den Nordend-Bewohnern sehr beliebten Parks würden immer wieder Gruppen junger Männer Drogen verkaufen.

„Wehret den Anfängen“, erklärt Brandt und verweist nach Berlin, wo in vielen Parks Dealer mit ihren Drogengeschäften die Erholung suchenden Bürger ängstigten. Und weil der Günthersburgpark von Schulen und Kindergärten umgeben sei, müsse man hier „noch stärker hinsehen“. Die FDP-Fraktion fordert deshalb mehr Polizeikontrollen. Der für den Günthersburgpark zuständige Sicherheitsdienst sei dazu wohl alleine nicht in der Lage“, kritisiert Brandt.

Er wird übrigens nach über zehn Jahren Mitarbeit im Ortsbeirat 3 aus dem Gremium ausscheiden, um sich stärker auf seine Arbeit als Vorsitzender der Ortsgemeinschaft Nordend / Bornheim / Ostend konzentrieren.

Für ihn nachrücken wird Michael Rubin, Vorstandsmitglied der FDP Frankfurt. Der aus Weißrussland stammende Frankfurter Unternehmensberater begleitete die Sitzungen bislang als Beisitzer und solle nun einen Generationenwechsel innerhalb der FDP einleiten, erklärte Brandt.

Hier tagt der Ortsbeirat 3:

Der Ortsbeirat 3 tagt am Donnerstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr im Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum an der Rothschildallee 16a. Die Sitzung ist wie stets öffentlich und es gibt eine Bürgerfragestunde.

(tbh)

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