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Demo auf dem Römerberg: Antifa-Aktionen gegen "Freie Bürger" in Frankfurt

Eine stumme Mahnwache der Gruppe "Freie Bürger für Deutschland" auf dem Römerberg blieb am Montagabend in Frankfurt nicht ungestört.
Antifa-Aktivisten blockieren die Kreuzung an der Battonstraße. Foto: Bernd Kammerer Antifa-Aktivisten blockieren die Kreuzung an der Battonstraße.
Frankfurt.  Heidi Munds Gruppe „Freie Bürger für Deutschland“ hat am Montagabend eine stumme Mahnwache abgehalten. Unter dem Motto „Meinungsdiktatur und linken Gesinnungsterror stoppen“ kamen etwa 30 Demonstranten auf den Römerberg.

Reden gab es keine, dafür zeigten die selbsterklärten Patrioten Plakate mit Parolen wie „Blockupy verbieten“ und „Die bezahlte Antifa ist natürlich zahlreich da“.

Tatsächlich hatten sich etwa 200 antifaschistische Gegendemonstranten an der Konstablerwache getroffen, um zum Römerberg zu ziehen und die Mund’sche Kundgebung zu blockieren. Diese hatte ursprünglich auf dem Paulsplatz stattfinden sollen. Auf Anraten der Polizei wechselten die „Freien Bürger“ aber vor den Römer, wo sie schon mehrfach demonstriert hatten.

Ein Polizeisprecher begründete den Schritt offiziell damit, dass um Bäume auf dem Paulsplatz derzeit noch Stoffstreifen zum Gedenken an Frankfurter KZ-Opfer gewunden sind. Inoffiziell dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass eine Mahnwache auf dem Römerberg weitaus leichter zu sichern ist als auf dem Paulsplatz. Die Einsatzkräfte kontrollierten die Taschen zahlreicher Gegendemonstranten rings um den Römer und sicherten den mit Metallgittern weiträumig abgeriegelten Versammlungsort.

Die Antifaschisten versammelten sich an Blockadepunkten nördlich und südlich des Römerbergs, auf der Braubachstraße und am Haus Wertheym. An der Eisdiele dort kam bei es der Durchfahrt eines Autos der „Freien Bürger“ zu einem kurzen Gerangel zwischen Polizisten und Gegendemonstranten. Die Einsatzkräfte stellten die Personalien einer Frau fest, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ein Polizeisprecher sagte später, dass aufgrund eines Eiwurfs und Passivbewaffnung die Personalien zweier weiterer Gegendemonstranten festgestellt worden seien.

Die „Freien Bürger“ zogen schließlich, von der Polizei abgeschirmt, in Richtung Schirn und zur U-Bahn-Station, wo sie in Züge stiegen. Ihre beiden Autos fuhren über die Limpurgergasse davon. Die Gegendemonstranten machten wie üblich eine Spontandemo und blockierten dabei für eine gute Viertelstunde die verkehrsreiche Kreuzung Battonnstraße/Kurt-Schumacher-Straße – aus Protest dagegen, dass die Polizei die „Freie Bürger“-Kundgebungen schützt.             chc
 
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