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Schmierereien an Gedenkstätte: Antisemitische Parolen werden beseitigt

Nachdem am Wochenende eine Gedenkstätte in Rödelheim mit antisemitischen Parolen beschmiert wurde, machte sich Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) gestern ein Bild vor Ort und äußerte sich dazu.
Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) macht sich selbst ein Bild von den antisemitischen Parolen an der Gedenkstätte „Rödelheimer Synagoge“. Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) macht sich selbst ein Bild von den antisemitischen Parolen an der Gedenkstätte „Rödelheimer Synagoge“.
Rödelheim. 

„Wenn so gezielt Orte, an denen unsere Stadt jüdischen Lebens gedenkt, geschändet werden, dann ist dies nichts anderes als übelster Antisemitismus, gegen den wir entschieden vorgehen müssen.“ Mit diesen Worten verurteilte Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker (CDU) gestern die antisemitischen Parolen, die am Wochenende an die vor einem Jahr eingeweihte Gedenkstätte „Rödelheimer Synagoge“ im Brentanopark gesprüht wurden (wir berichteten).

Uwe Becker machte sich noch am Nachmittag ein eigenes Bild von den Schmierereien und erklärte, dass ihre Beseitigung bereits beauftragt sei. „Wer sich in Frankfurt, in einer Stadt mit einer solch großen jüdischen Tradition gegen jüdisches Leben wendet, der wendet sich gegen die gesamte Stadt und ihre Gesellschaft. Wir lassen es nicht zu, dass solch hässlicher, rechtsradikaler Schmutz unser Miteinander trübt und deshalb werden die hetzerischen Schmierereien auch so schnell wie möglich beseitigt“, sagte Becker, der sich seit Jahren für die deutsch-isrealische Freundschaft einsetzt, häufig nach Israel reist und Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist.

„Im Vorfeld des Gedenkens an die Reichspogromnacht von 1938 ist dies ganz offensichtlich eine gezielte Aktion des feigen, rechtsradikalen Mobs, der in unserer Stadt nichts zu suchen hat. Hakenkreuze sind Wegmarken der Kloake im dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte und stehen für eine entmenschlichte Gesellschaft, die wir in unserem Land überwunden haben. Deshalb lassen wir es auch nicht zu, dass sie unser heutiges Miteinander erneut beschmutzen.“

(kus)
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