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CiderWorld: Apfelwein lädt zum Experimentieren ein

Von Fast 100 Aussteller präsentieren bei der CiderWorld im Gesellschaftshaus des Palmengartens ihre Produkte. Dabei zeigte sich, dass der Apfelwein inzwischen auf der ganzen Welt ins Glas kommt – und das in den unterschiedlichsten Varianten.
Gianluca Telloli vom italienischen Erzeuger Maley lässt die vier Schweizer Ueli (31), Jan (29), Christian (29) und Jerome (29) seinen Apfelwein probieren. Bilder > Foto: Heike Lyding Gianluca Telloli vom italienischen Erzeuger Maley lässt die vier Schweizer Ueli (31), Jan (29), Christian (29) und Jerome (29) seinen Apfelwein probieren.
Frankfurt. 

Das Eröffnungsprogramm der CiderWorld ließ keinen Zweifel aufkommen, wer in diesem Jahr als Gastland fungierte. Denn die Irish Dance Company aus Berlin brachte mit ihrem temperamentvollen Stepptanz irisches Flair in das Gesellschaftshaus des Palmengartens. 13 Produzenten reisten von der Grünen Insel zur Frankfurter Apfelweinmesse an. Nicht nur daran zeigte sich, wie international die Veranstaltung inzwischen ist: Denn die insgesamt 97 Aussteller stammen aus 17 Nationen. „Neben Europäern aus Finnland, Italien oder Lettland sind auch Vertreter anderer Kontinente dabei – unter anderem aus Japan und Chile“, berichtet Mitinitiator Michael Stöckl. Erstmals zur Messe kam ein Teilnehmer aus den USA, wo Cider seit einigen Jahren im Trend liegt.

Zurück zum Naturprodukt

Obwohl das Getränk allmählich die ganze Welt erobert, hat es auf den Britischen Inseln seinen Ursprung. Dort geht die Entwicklung verstärkt in Richtung „Craft Cider“. „Die Nachfrage nach diesen Produkten aus kleineren Manufakturen steigt permanent“, sagt William O’Callaghan von Longueville House Cider’s in Irland. „Meine Landsleute legen immer größeren Wert auf lokale und natürliche Produkte. Außerdem wollen sie nicht so viel Zucker im Getränk haben.“ Seine beiden Cider sind ein gutes Beispiel dafür, denn sie bestehen nur aus Äpfeln und Hefe. Anders als bei industriellen Varianten wird hier kein Zucker zugesetzt.

Einen kürzeren Weg musste Karl Karigl von Blakstoc aus der Steiermark in Österreich zurücklegen. Er hat sich vorgenommen, dem Cider ein neues Gesicht zu verpassen, ihn auch clubtauglich zu machen. Das fängt schon bei der Verpackung an, denn seine Erzeugnisse kommen sehr modern in kleinen, matt-schwarzen Flaschen daher. Außerdem haben sie geschmacklich nur noch wenig mit dem traditionellen Most zu tun. Das gilt besonders für seine saisonalen Spezialitäten wie den sommerlich-frischen Buddha’s Hand Lemon Cider. „Dafür wurden verschiedene Zitrusarten aus dem Schlossgarten von Schönbrunn geschält, in den Apfelsaft gegeben und mitvergoren“, erläutert Geschäftsführer Karigl. „Ich verwende keine Wein-, sondern Bierhefe. Dadurch werden die Cider geschmacklich etwas satter.“

Gin mit Apfelgeschmack

Kreativ sind auch die Erzeuger direkt vor unserer Haustür: Andy Sanders und Jorin Karner stammen aus dem Rodgau und gehören zu den vielen hessischen Teilnehmern. Die beiden Macher von „Bembel Gin“ haben ein Getränk mit vielen Umdrehungen auf dem Markt gebracht. „Bei ähnlichen Gins steht der Wacholder stark im Vordergrund“, sagt Sanders. „Uns hingegen war es wichtig, dass man den Apfel riecht und schmeckt.“ In Anlehnung an den Bembel gibt es das Getränk in einer blau-weiß gestalteten Tonflasche.

Deutsche Erzeuger haben die Nase vorn

So international die Frankfurter Apfelweinmesse mittlerweile auch ist, am Ende hatten die deutschen Teilnehmer die Nase vorn: Beim CiderWorld Award, dem erstmals verliehenen Preis, konnten in

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Die Besucher der CiderWorld lassen sich gerne auf die Experimente ein. „Mich hat die Vielfalt hierhergelockt“, sagt Stefan Göldner (49) von der Keltergemeinschaft Michelbach. „Ich bin nicht nur zum Probieren auf der Messe, sondern möchte mich auch inspirieren lassen.“ Und Maik Steinmetz (38) ergänzt: „Es macht Spaß, zu erleben, was es jenseits vom eigenen Dunstkreis gibt. Ich kann mir vorstellen, nächstes Jahr wiederzukommen.“

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