Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Höher als im Vormonat, aber niedriger als im Vorjahr: Arbeitslosenquote in Frankfurt bei 6,1 Prozent

Auch in Frankfurt entwickle sich der Arbeitsmarkt leicht positiv, teilt die Agentur für Arbeit mit. Davon könnten auch Flüchtlinge profitieren. Mehr und mehr Menschen ohne deutschen Pass meldeten sich bei der Agentur und im Jobcenter.
Immer mehr Flüchtlinge streben auf den Arbeitsmarkt. Foto: Oliver Killig (dpa-Zentralbild) Immer mehr Flüchtlinge streben auf den Arbeitsmarkt.
Frankfurt. 

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt ist im November zwar leicht angestiegen. Insgesamt waren 23 612 Menschen bei der Agentur für Arbeit und beim Jobcenter gemeldet, 33 mehr als im Oktober (plus 0,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr aber bedeutet das ein Minus von 3,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller Erwerbspersonen blieb wie im Oktober bei 6,1 Prozent, und liegt immer noch unter dem Stand des Vorjahres (6,4 Prozent).

Leicht erhöht hat sich der ohnehin hohe Anteil an arbeitslosen Ausländern (47 Prozent): Hier sind im November 128 Neumeldungen verzeichnet worden. Allerdings, so Agentur-Chef Karl-Heinz Huth, beziehe sich der Anstieg noch nicht sehr stark auf Asylbewerber aus nicht-europäischen Ländern. Viele dieser geflüchteten Menschen sind noch in Sprachkursen.

Fast 60 Prozent der Arbeitslosen haben keinen Berufsabschluss. Deshalb, so Huth, förderten Arbeitsagentur und Jobcenter über 8000 Menschen mit verschiedensten Maßnahmen.

Besonders junge Flüchtlinge werden mit dem Programm „Step by Step“ eben „Schritt für Schritt“ beim Einstieg in das Berufsleben unterstützt. Sie lernen die Sprache und erhalten eine praxisbezogene berufliche Orientierung. Ziel ist es, sie so bald wie möglich in eine duale Berufsausbildung zu bringen.

Förderprogramme

Für ältere Flüchtlinge gibt es das Förderprogramm „Kommit“. Hier liegt der schnelle direkte Kontakt zu Unternehmen im Fokus und – bei Bedarf – die Weiterbildung. Mit dem Programm „Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt-Rhein-Main“ (BIFF) bieten Unternehmen Flüchtlingen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dafür stellen sie Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereit und haben in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt, der Arbeitsagentur Frankfurt und der Industrie-und Handelskammer ein Programm zur Integration in Arbeit entwickelt.

Dieses Programm erhielt unlängst den diesjährigen Hermann-Schmidt-Preis des Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“. Es wurden gezielt Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die Modelle zur Integration von Geflüchteten durch berufliche Bildung entwickelt haben.

Angebot Zusatzkurse

So soll mit Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche und Betriebe die duale Ausbildung vorangebracht werden. EDV-Lehrgänge, beruflich erforderliche Zusatzkurse, Schweißer- oder Englischkurse sollen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben helfen. Über Teilqualifizierungen und Umschulungen erhalten Arbeitssuchende einen Berufsabschluss. Die Arbeitslosenquote der Menschen mit Berufsabschluss ist dreimal niedriger als bei Ungelernten.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt waren im November 9968 Arbeitsstellen gemeldet, 416 Stellen oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die meisten Stellen gibt es in den Wirtschaftsbereichen Verkehr und Lagerei, Einzelhandel, Gastgewerbe und Unternehmensberatung. Aber auch im privaten Wach- und Sicherheitsdienst und im Gesundheitswesen werden Fachkräfte gesucht. Bei Erziehungsberufen wird der Mangel an Fachkräften immer stärker.

Die Auswirkungen des Brexit sind derzeit auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt nicht zu spüren. Im Hinblick auf der mit der Arbeitswelt 4.0 einhergehenden zunehmenden Digitalisierung fördern Unternehmen ihre Arbeitnehmer. Zur Begleitung diese Wandels in der Arbeitswelt hat die Arbeitsagentur ihr Budget für 2017 auf über fünf Millionen Euro erhöht.

(red)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse