Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 19°C

Auf Spurensuche nach den Wurzeln

Anfang Juni wird wieder eine Gruppe von Nachfahren ehemaliger Frankfurter als Gäste der Stadt die frühere Heimat der Eltern besuchen.
Frankfurt. 

Seit 1980 lädt die Stadt Frankfurt frühere Bürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer politischen Einstellung verfolgt und vertrieben wurden, zu einem Aufenthalt in Frankfurt ein. Die meisten Besucher kennen die frühere Heimatstadt der Vorfahren vor allem durch Erzählungen der Eltern und Großeltern. Dennoch haben die Besucher einen emotionalen Bezug zu Frankfurt. Die Einladung der Stadt gibt ihnen Gelegenheit, die Stätten der Kindheit und Jugend der Eltern aufzusuchen, das Haus, die Wohnumgebung, die Friedhöfe, auf denen Angehörige beerdigt sind, oder die früheren Schulen, so die Elisabethenschule, die Musterschule, die Wöhlerschule und das Gagern-Gymnasium, das teilweise auf dem Gelände der einstigen Samson-Raphael-Hirsch-Schule steht. Für die Gäste der Stadt ist der Aufenthalt in Frankfurt oft eine Suche nach den eigenen Wurzeln.

Der Verein „Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt“ unterstützt diese Spurensuche, vermittelt Kontakte und begleitet die Zeitzeugen zu den Herkunftsorten von Eltern oder Großeltern in der Region. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Projektgruppe ist die Vorbereitung von Zeitzeugengesprächen in Schulen.

Bei den Gesprächen mit den Zeitzeugen wird nicht nur das Leben der Familienmitglieder während der NS-Zeit in Frankfurt im Mittelpunkt stehen, sondern auch deren Flucht aus Deutschland, die Erfahrungen in der neuen Heimat, das Schicksal von Angehörigen, das Verhältnis zur alten Heimat, das der Eltern oder die Bedeutung des Besuches in Frankfurt. Beteiligt sind verschiedene Schulen wie die Anne-Frank-Schule, die Elisabethenschule, das Gagern-Gymnasium, die Helene-Lange-Schule, die Liebigschule, die Musterschule sowie die Otto-Hahn-Schule.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Projektgruppe arbeiten eng mit der Stadt zusammen. Im Rahmen einer Veranstaltung zu Beginn des Besuchsprogramms, zu der das „Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt“ die Gäste der Stadt sowie die beteiligten Schulen und Initiativen einlädt, können die Besucher Kontakte mit ihren Gesprächspartnern knüpfen. „Dieses erste gemeinsame Kennenlernen zeigt den Gästen eindrücklich, wie groß das Interesse der heute hier lebenden Menschen an den Begegnungen mit den Besuchern ist“, so Angelika Rieber, Initiatorin des Projektes.

(red)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse