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Bauprojekt: Auf dem Posthallen-Gelände im Gallus entsteht was Neues

Zwei Frankfurter Projektentwickler lassen mit den riesigen, ehemaligen Posthallen im Gallus ein seit zwei Jahrzehnten ungenutztes Gebäude abreißen. In den kommenden drei Jahren soll neben dem Hauptbahnhof zuerst die neue DB-Netz-Zentrale entstehen.
So soll der neue Adam-Riese-Platz nach der Fertigstellung des Gebäudekomplexes aussehen. Entwurf: Architekturbüro Jo Franzke und Neumann Foto: stanchly So soll der neue Adam-Riese-Platz nach der Fertigstellung des Gebäudekomplexes aussehen. Entwurf: Architekturbüro Jo Franzke und Neumann
Frankfurt. 

Der Zugang zum Areal bleibt verwehrt. Doch was darauf passiert, lässt sich auch aus einiger Entfernung gut beobachten: Die riesigen Hallen des alten Postverteilzentrums neben dem Hauptbahnhof werden abgerissen. Ein Fläche so groß wie sechs Fußballplätze wird entwickelt.

Bis Ende 2020 werden auf dem Gelände zwei sieben- bis achtgeschossige Bürogebäude entstehen, deren vom Frankfurter Architekturbüro Jo Franzke und Neumann entworfene Form ein wenig an Runen erinnert. Über etwa 52 000 Quadratmeter werden sich die Büroflächen in dem Gebäudekomplex zwischen den Gleisanlagen und der Adam-Riese-Straße erstrecken.

Nach Fertigstellung siedelt die Zentrale der DB Netz AG mit 2200 Mitarbeitern von der Messe ins Gallus über. Die Bahn hat die Büroflächen und Stellplätze schon jetzt für 20 Jahre komplett angemietet. Es handelt sich dabei um eine der größten Neubauanmietungen in Frankfurt in den vergangenen 15 Jahren.

Der nächste Wohnturm

Das Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs wird künftig neben einem Ensemble liegen, das den Namen seines New Yorker Pendants tragen soll. Auf „Grand Central“ wird in den nächsten Jahren ein Wohnhaus mit bis zu 140 Metern Höhe entstehen. Auch ein niedriges Mehrfamilienhaus mit preiswerten und teils geförderten Wohnungen ist dort geplant. Zudem haben die Projektentwickler vor, einen 90 Meter hohen Büroturm an der Hafenstraße unter dem Projektnamen „Virage“ zu sanieren und zu einem Hotel oder Appartementhaus umzubauen. Noch nutzt die Commerzbank den Turm, deren Mietvertrag jedoch Ende 2019 ausläuft.

Man kann derzeit nur einen kleinen Blick auf die Abrissarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs erhaschen. Bild-Zoom
Man kann derzeit nur einen kleinen Blick auf die Abrissarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs erhaschen.

Als gemeinsame Bauherren wirken die Frankfurter Projektentwickler Phoenix Real Estate sowie Groß & Partner. Letzteres Unternehmen widmet sich derzeit unter anderem dem Bau von Hochhäusern auf dem Campus Bockenheim sowie auf einem Areal der Deutschen Bank in der Innenstadt.

Mit dem Abriss der Posthallen werden dringend benötigte Bauflächen erschlossen. „Dieses Gebäude ist eine städtebauliche Altlast, die nunmehr abgerissen wird“, sagt Phoenix-Sprecher Frank Lebsanft. Das ehemalige Logistikzentrum der Deutschen Post steht seit über 20 Jahren leer. Mehrere Male wurde ergebnislos über die künftige Nutzung diskutiert. Die Abrissarbeiten dauern bis zum Herbst 2018.

Alles in Bewegung

Beim Bau von „Grand Central“ lassen sich die Projektentwickler von Bauvorhaben in der unmittelbaren Umgebung inspirieren: Rund um das Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ entstehen in den kommenden Jahren vier Hochhäuser, darunter der sogenannte „Grand Tower“, der höchste Wohnturm Deutschlands. Auch auf dem Gelände des Polizeipräsidiums könnte ein Hochhaus gebaut werden, wohl aber erst nach dem Ausbau der U-Bahn-Linie U5 ins Europaviertel.

Wie Lebsanft erklärt, wird „dieses in Frankfurt – in dieser Dichte – einmalige Neubau-Hochhaus-Cluster das neue Zentrum zwischen Gallus- sowie Europaviertel und dem nördlichen Bahnhofsumfeld“.

Auf über 130 000 Quadratmeter Fläche soll „Grand Central“ anwachsen und eine Mischung aus Wohnen, Büro-, Hotel- und Gastronomienutzung bieten. Mit dem Bau der Wohnungen wird allerdings erst ab dem Jahr 2021 begonnen, da die dafür eingeplanten Flächen vorerst noch für die Arbeiten an der neuen DB-Netz-Zentrale gebraucht werden.

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