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Stadtteilpreis: Auf dieses Vespa-Museum fahren viele Fans ab

Von Die Lesepaten des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Rödelheim und das Vespa-Museums in Praunheim wurden in diesem Jahr mit dem Stadtteilpreis des Ortsbeirats 7 ausgezeichnet. Beide Projekte erhielten ein Preisgeld von 250 Euro.
Renate Gräfe und Jochen Haseleu in ihrem Vespa-Museum in den Räumen einer früheren Kegelbahn. Die Ausstellung verfeinern sie ständig, „das macht doch den Flair aus“, sagen sie. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Renate Gräfe und Jochen Haseleu in ihrem Vespa-Museum in den Räumen einer früheren Kegelbahn. Die Ausstellung verfeinern sie ständig, „das macht doch den Flair aus“, sagen sie.

Gerade einmal ein Jahr jung und schon ausgezeichnet: Das Vespa-Museum der „Renate Gräfe Vespa Stiftung Frankfurt“, das Renate Gräfe und Jochen Haseleu mit Schweiß, Tränen aber vor allem ganz viel Liebe zum Detail in einer alten Praunheimer Kegelbahn eingerichtet haben, ist damit eine echte Erfolgsstory. Ausgezeichnet wurden sie mit dem diesjährigen Stadtteilpreis des Ortsbeirates 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen), das Preisgeld in Höhe von 250 Euro versprach Renate Gräfe satzungsgemäß einzusetzen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit anerkannt und wertgeschätzt wird“, so die 78-Jährige.

Zwei Jahre lang haben sie und ihr Vespa-Freund Jochen Haseleu, Vorsitzender des „Vespa & Ape-Club Frankfurt Nord-West“, in den Aufbau des kleinen Museums gesteckt. Am schwierigsten gestaltete sich dabei die Suche nach geeigneten und vor allem bezahlbaren Räumen. „Etwas holprig“ sei die gewesen, sagt Haseleu, dank einer Eschbacher Familie sei man schließlich in Praunheim fündig geworden.

Farbenfroher Hochglanz

Langgezogen ist der Flachbau, in dem einst die Kugeln über die Kegelbahn rollten. Es ist jedoch ausreichend Platz darin, für die vielen Liebhaberstücke, die sich in den vergangenen Jahren bei Renate Gräfe angesammelt haben.

Die Herzstücke sind die zehn in Reih und Glied aufgestellten Vespas, sortiert von Alt nach Jung. In Blau, Orange, Rosa, Silber und Rot sorgen die auf Hochglanz polierten Kultroller aus Italien für Farbe. Viele Kleinigkeiten und Liebhaberstücke, die alle etwas mit Vespas zu tun haben, sind an den Wänden und in den Vitrinen platziert. In einem kleinen Kino werden 20 Filme gezeigt, eine Bibliothek auch mit Reparaturanleitungen und Typenlisten runden das Angebot an.

Wirklich still halten können Renate Gräfe und Jochen Haseleu übrigens nicht, obwohl sie schon mehr als 2000 Arbeitsstunden in das Museum investiert haben. „Es gibt bei uns jede Woche Veränderungen, aber das macht ja das Flair einer Ausstellung aus. Und es reizt die Menschen immer wieder zu kommen“, sagt Gräfe. Wer einen Blick in das Vespa-Museum, Alt-Praunheim 44, werfen will, kann das an jedem ersten Dienstag im Monat von 10 bis 16 Uhr tun. Der Eintritt ist frei, Spenden werden nicht abgelehnt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.vespa-stiftung-frankfurt.de

350 Stunden für Kinder

Den Kindern Lust aufs Lesen zu machen, ihnen den Spaß an Büchern zu vermitteln – das machen seit fünf Jahren die Lesepaten des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Rödelheim, kurz: „Förster“. 23 Schüler, meist mit Migrationshintergrund, haben 2017 an dem Projekt teilgenommen. Das waren insgesamt 350 Stunden, die die Lesetrainer geleistet haben. Grund genug für den Ortsbeirat 7, auch dieses Projekt mit dem Stadtteilpreis und 250 Euro auszuzeichnen.

Entstanden ist das Lesepaten-Projekt vor fünf Jahren aus der Hausaufgabenhilfe. Der Förderverein übernahm damals die Koordination, ohne am Konzept etwas zu ändern. Das ist nämlich so einfach wie erfolgreich: Ehrenamtliche Lesepaten unterstützen Grundschulkinder, nach zehn Terminen erhält das Kind als kleine Motivation ein Buchgeschenk. So soll die Lesekompetenz der Kinder und Jugendlichen verbessert werden.

„Das macht viel Freude und Spaß“, sagt Ruth Stern, eine von derzeit 13 Lesepaten. Das Angebot richtet sich an Schüler ab der zweiten Klasse. Sie können auch jederzeit selbst in der Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, vorbeischauen oder sich telefonisch unter der Nummer (0 69) 78 30 58 melden.

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