Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Fotograf Holger Menzel zeigt faszinierende Landschaftsaufnahmen: Ausstellung: Die raue Natur des Nordens

Von Gleich zwei Reisen führten Holger Menzel in diesem Jahr an Orte, die er zum ersten Mal erlebte. In die schneebedeckten Landschaften Norwegens und in die durch Vulkangestein geprägte Natur Islands. Die entstandenen Fotografien werden nun in einer Ausstellung gezeigt.
Holger Menzel bei der Arbeit in Norwegen. Die Kamera hat er natürlich immer mit dabei. Holger Menzel bei der Arbeit in Norwegen. Die Kamera hat er natürlich immer mit dabei.
Sachsenhausen.   

Der Winter hat die Natur fest im Griff, eine dicke Schneedecke hat sich über die Landschaft gelegt, die Bäume und Sträucher sind kahl. Die Kälte ist spürbar. Einsam läuft ein Mensch den Hügel hinauf, hinterlässt seine Fußspuren im Schnee. Der Fotograf Holger Menzel (47) hat diesen Augenblick mit seiner Kamera festgehalten, visualisiert die beeindruckende Natur Norwegens. Der Mensch, auch das drückt er hiermit aus, ist im Vergleich dazu ganz klein und unbedeutend.

Im glasklaren Wasser eines Fjordes in Norwegen spiegelt sich ein Berg, der hierdurch noch viel imposanter erscheint. Bild-Zoom
Im glasklaren Wasser eines Fjordes in Norwegen spiegelt sich ein Berg, der hierdurch noch viel imposanter erscheint.
Menzel, der Ende April dieses Jahres zum ersten Mal nach Norwegen reiste, ist tief beeindruckt von der Landschaft des skandinavischen Landes. Während seiner Reise entdeckte er Fjorde, in deren glasklarem Wasser sich die Berge spiegeln, einen zugefrorenen Wasserfall, aber auch Surfer, die – trotz der Kälte – ihren Sport umgeben von Bergen und einer rauen Landschaft ausüben.

Einzigartiges Island

Die Impressionen aus Norwegen zeigt er in der Ausstellung „Traces“, was Spuren heißt. Eine Auswahl seiner Werkreihe stellt er seinen Fotografien aus Island gegenüber. Die Insel bereiste er ebenfalls in diesem Jahr zum ersten Mal. Die Schau im Ausstellungsraum Parkhaus WK 16, Walter-Kolb-Straße 16, wird heute Abend um 19 Uhr eröffnet. Waren die Eindrücke in Norwegen für ihn schon faszinierend, so ist Island für Holger Menzel noch eine Steigerung. „Es war etwas, was ich zuvor noch nie an Landschaften gesehen habe, etwas Einzigartiges“, beschreibt er seine Eindrücke. Als Fotograf habe er die Faszination, die hiervon ausgehe, einfangen wollen.

Fast unwirklich, wie aus einer anderen Welt, wirkt diese Aufnahme, auf der Nebel die Berge einer Insel bei Island einhüllt. Bild-Zoom
Fast unwirklich, wie aus einer anderen Welt, wirkt diese Aufnahme, auf der Nebel die Berge einer Insel bei Island einhüllt.
In seinen Arbeiten nimmt er den Betrachter mit in das Geschehen. So steht der Fotograf an einem der schwarzen Strände Islands, an dem sich die Gischt des Meeres bricht. Vor ihm erhebt sich, scheinbar mitten aus dem Wasser, eine bergige Landschaft. Nebel hüllt sie ein und lässt die Größe und die Formen nur erahnen. Durch das Licht der Sonne wirkt dieser Moment schön und doch unwirklich zugleich. Auch ein 1973 abgestürztes Flugzeug, dessen Überreste sich wie ein Mahnmal der Zivilisation weit weg von einer Stadt in der Landschaft Islands aufbahren, hält er in einem Foto fest.
Einsam macht ein Mensch seine Schritte durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens und hinterlässt dort seine Spuren. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel
Einsam macht ein Mensch seine Schritte durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens und hinterlässt dort seine Spuren.
Die fotografische Perspektive, die Menzel in seinen Arbeiten einnimmt, erinnert an die Malerei der Romantik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Künstler von einst, beispielsweise Caspar David Friedrich (1774 – 1840), thematisierten in ihren Werken das Verhältnis des Menschen zur Natur. Ein Thema, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Statt mit Pinsel und Ölfarbe, komponiert Menzel es mit den Mitteln der Fotografie und doch wirken seine Werke malerisch.

Holger Menzel lebt und arbeitet als freier Fotograf in Frankfurt. Er ist ausgebildeter Werbe- und Industriefotograf, entdeckte seine Liebe zu Landschaften bereits vor mehr als 20 Jahren. In der Zeit von 1995 bis 2000 lebte er auf Norderney, wo er nicht nur Mitherausgeber eines Regionalmagazins war, sondern sein Interesse an Landschaftsfotografie noch größer wurde.

Geänderter Fokus

Der Fokus änderte sich mit dem Umzug in die Mainmetropole, wo er auftragsbezogene Arbeiten aus dem Bereich Portrait, Reportage und Veranstaltung verwirklichte. Zudem arbeitet er als Pressefotograf für die Frankfurter Neue Presse. Mit den Aufnahmen aus Island und Norwegen, stellt er nach rund 20 Jahren wieder das Thema „Landschaften“ in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit.

 

Die Ausstellung „Traces“ läuft bis zum 21. Januar 2017. Sie kann donnerstags und samstags ab 19 Uhr besichtigt werden. Weitere Infos gibt es unter www.parkhaus-wk-16.de im Internet.

 

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse