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Gewerbetreibende atmen auf: Bald rollt es wieder in der Offenbacher Landstraße

Von Am Montag ist es so weit: Dann ist die Offenbacher Landstraße zwischen Scheerengasse und Buchrainplatz wieder für den Autoverkehr freigegeben. Auch die Straßenbahn fährt dann wieder. Den Gewerbetreibenden fällt ein Stein vom Herzen. Im September gibt es eine große Feier.
Noch sind die Bauarbeiter zugange, aber ab kommenden Montag soll in der Offenbacher Landstraße in Oberrad wieder freie Fahrt herrschen. Foto: Leonhard Hamerski Noch sind die Bauarbeiter zugange, aber ab kommenden Montag soll in der Offenbacher Landstraße in Oberrad wieder freie Fahrt herrschen.
Oberrad. 

14 Monate war die Offenbacher Landstraße zwischen Scheerengasse und Buchrainplatz gesperrt, der Abschnitt wurde umfangreich saniert. Autos durften dort nicht fahren. Die Straßenbahn verkehrte nur bis Balduinstraße. Für die angesiedelten Gewerbetreibenden ein Graus. Die Kundschaft blieb aus. Die Umsätze waren um bis zu 50 Prozent gesunken. Manch ein Geschäft kämpfte ums Überleben. So wie der Schlappeflicker Ismail Hakki Sentürk, der kurz davor stand, Insolvenz anzumelden. Letztlich entschloss er sich dazu, seinen Laden bis zum Ende der Bauarbeiten einfach zu schließen. Jetzt wird er aber wieder öffnen. Denn ab Montag, 25. Juni, wird die Offenbacher Landstraße für den Autoverkehr wieder freigegeben. Auch die Straßenbahn wird wieder fahren.

Schwierige Monate

„Man kann uns endlich wieder mobil erreichen“, sagt Hermann Schöninger, der Vorsitzende des Oberräder Gewerbevereins, erleichtert. „Die Kunden können wieder vor unseren Türen parken oder mit der Straßenbahn kommen. Das macht viel aus. Uns fällt wirklich ein Stein vom Herzen, dass die Bauarbeiten fertig sind.“ Die vergangenen Monate seien schwer gewesen – für alle. Doch das habe ja nun endlich ein Ende.

„Natürlich wird es eine Zeit dauern, bis die Geschäfte wieder laufen, aber das kriegen wir schon hin“, sagt Schöninger. Nun liege es an den Gewerbetreibenden, Werbung für sich zu machen. „Wir müssen uns dahinter klemmen, dass die Offenbacher Landstraße eine schöne, attraktive Einkaufsmeile wird.“ Die Wirtschaftsförderung zumindest habe dem Stadtteil zugesichert, sie so gut es geht zu unterstützen. „Sie wollen mit uns schauen, dass wir die Leerstände reduzieren“, berichtet Schöninger. Nachmieter sollen gefunden werden, die sich aber länger halten als vier Wochen. „Noch eine Shisha-Bar oder noch einen Döner-Laden brauchen wir nicht.“

Die Wirtschaftsförderung unterstützt Oberrad aber auch noch in einer anderen Angelegenheit: Natürlich soll das Ende der Bauarbeiten gefeiert werden, mit einem großen Fest am 15. und 16. September. Die Wirtschaftsförderung wird die Werbung für das Fest übernehmen. Und das hat auch einen Grund: Die Feierlichkeiten werden im Rahmen des neuen Programms „Frankfurt am Start“ veranstaltet, einer Gewerbeschau, welche die Stadtteile stärken soll. Die Gärtnereien, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe werden sich an der Veranstaltung ebenso beteiligen wie Einzelhändler und Gastronomien. Die Gewerbeschau wird im ganzen Stadtteil zu erleben sein. Auch das Amt für Straßenbau und Erschließung sowie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt wollen sich an dem Fest beteiligen – immerhin haben auch sie das Ende der Baustelle zu feiern.

Kunden zurückgewinnen

Doch das führte im Stadtteil zunächst für Ärger. Ursprünglich sollte es bereits am 11. August ein großes Eröffnungsfest geben. Dem Vernehmen nach sind die Gewerbetreibenden aber abgesprungen von gemeinsamen Aktivitäten mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung, nachdem das Fest zu einer politischen Veranstaltung mit schönen Bildern für die Medien werden sollte. Die Interessen der Geschäftsleute waren nicht berücksichtigt worden, sie wurden in den Hintergrund gerückt.

Das soll nun anders werden. „Die Gewerbetreibenden sollen sich entlang der Offenbacher Landstraße präsentieren können“, betont Hermann Schöninger. Auf dem Buchrainplatz will man eine Bühne aufstellen. Auch das Spielmobil vom Abenteuerspielplatz Riederwald soll zu Besuch kommen. „Wir wollen für jeden ein Angebot machen“, sagt Schöninger. Das Fest soll eine Chance für die Gewerbetreibenden werden. „Wir müssen die verlorenen Kunden wieder zurückgewinnen.“

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