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Stadtentwässerung und VGF arbeiten zeitgleich: Baustellen in Preungesheim behindern Verkehr

Zwei Baustellen rund um die Kreuzung Homburger Landstraße/Gießener Straße sorgen für Ärger. Sie nacheinander abzuarbeiten, wie einige im Stadtteil fordern, sei nicht möglich gewesen, erklärt die Stadtverwaltung.
Nur langsam fließt der Verkehr an der Baustelle in der Homburger Landstraße vorbei, Radfahrer haben hier kaum Platz. Bilder > Foto: Holger Menzel Nur langsam fließt der Verkehr an der Baustelle in der Homburger Landstraße vorbei, Radfahrer haben hier kaum Platz.
Preungesheim. 

Es qualmt und zischt, als die Arbeiter in der Homburger Landstraße den neuen Asphalt auftragen. Ein schwerer Lastwagen blockiert kurz die Ausfahrt aus dem alten Preungesheimer Ortskern: Die Homburger Landstraße ist wegen der Baustelle einspurig und nur in einer Richtung befahrbar. Auf der anderen Straßenseite, 20 Meter entfernt, entsteht an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie U 5 eine neue Bushaltestelle. Zu viele Einschränkungen auf einmal, kritisieren viele, die hier täglich vorbei müssen.

Doch es ging nicht anders, sonst wären beide Baustellen einer dritten, noch größeren zeitlich in die Quere gekommen, sagt Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamts, das Frankfurts Straßenbaustellen koordiniert. Denn 2017 wird die Gießener Straße zur Einbahnstraße, weil sie einen Radweg bekommt.

Gefährliche Spurwechsel

Unübersichtlich sei die Verkehrsführung rund um die Kreuzung von Am Dachsberg, Gießener Straße und Homburger Landstraße findet Anwohner Andreas Grunau. „Die Abbiegespuren vom Dachsberg in Richtung Preungesheim sind verwirrend.“ Statt bisher zwei Abbiegespuren gibt es zurzeit nur eine: Die rechte Spur ist nur noch für Rechtsabbieger. „Immer wieder vertun sich Autofahrer und wechseln im letzten Moment die Spur.“

Auch die Verkehrsführung aus der Homburger Landstraße in Richtung Norden sei nicht ideal, sagt Linke-Ortsbeirat Lothar Kramer. „Es hat bereits mehrere kleine Unfälle mit Blechschäden gegeben.“ Auch für Radfahrer sei es wegen der engen Straße zurzeit gefährlich. Eine Zeit lang wurden die beiden Fahrspuren der Homburger Landstraße, die sonst vor der ATU-Werkstatt in Richtung Frankfurter Berg führen, im Zwei-Richtungs-Verkehr benutzt. In Richtung Innenstadt durften Autos aber nicht geradeaus auf der Homburger bleiben, sondern musten rechts in die Gießener Landstraße abbiegen – was für Verwirrung sorgte.

Stau an der Kreuzung

Gerade in der Hauptverkehrszeit fließe der Verkehr in der Homburger Landstraße in Richtung Norden zu langsam ab, sagt FDP-Ortsbeirat Andreas Eggenwirth. Hier staue sich der Verkehr, der auf jenen aus der Gießener Straße trifft, vor der Ampel Am Dachsberg. Ärgerlich sei auch die Sperrung der Homburger Landstraße gewesen, auch wenn sie nur wenige Tage dauerte. „Aber die Gießener Straße war zu jener Zeit noch nicht fertig, so dass der Verkehr sich andere Wege durch Preungesheim suchen musste.“

Ein weiteres Problem sei die Wegeführung rund um die Stadtbahn-Endhaltestelle, sagt Andreas Grunau. „Der Weg zum 39er Bus nach Berkersheim führt durch die Baustelle und ist nicht ausgeschildert.“ Und der stadteinwärts fahrende Bus hält in der Gießener Straße, 50 Meter von der Stadtbahnhaltestelle entfernt. „Man muss joggen, um ihn rechtzeitig zu erreichen.“ Das beste wäre gewesen, beide Baustellen nacheinander abzuarbeiten.

Das sei aber nicht möglich gewesen, erklärt Gert Stahnke. „Im kommenden Jahr wird die Gießener Straße zur Einbahnstraße, weil das Straßenbauamt dort bis zum Marbachweg einer Radweg baut.“ Die Feuerwehr bestand darauf, dass dann in der Homburger Landstraße nicht gebaut wird, um schnell nach Norden fahren zu können. „Also mussten wir die Baustelle der Stadtentwässerung vorziehen und gleichzeitig zur VGF-Baustelle einplanen.“

Die Stadtentwässerung ersetzt zurzeit 100 Meter Abwasserleitungen, die kaputt sind, erklärt Roland Kammerer, Leiter der Bauabteilung der Stadtentwässerung. „Auch drei Einstiegschächte werden erneuert.“ Am Freitag, 7. Oktober, seien die Arbeiten abgeschlossen. Schon früher, nämlich am kommenden Montag, 23. September, sollen die Busse ihren neuen Halt an der U 5-Endhaltestelle anfahren. „Wir schauen uns aber die Wegeführung noch einmal an und überlegen, ob wir die Wege besser kennzeichnen“, so VGF-Sprecherin Karola Brack.

Die neue Verkehrsführung auf der Homburger Landstraße mit nur noch einer Linksabbiegerspur in Richtung Innenstadt habe übrigens nichts mit den Baustellen zu tun, sagt Stahnke. „Das soll so bleiben.“ Sein Amt überlege aber, einen Vorwegweiser aufzustellen, der die neue Verkehrsführung erläutert.

(hau)
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