Bebauung des Honselldreiecks gestoppt

Alle Baupläne für das Honselldreieck an der Hanauer Landstraße liegen wieder auf Eis: Was in den Gängen des Römer erst als Gerücht umging, wurde jetzt bestätigt: Der Bauantrag der Hamburger B & L Real Estatement für ein neues Einkaufszentrum wurde von der Bauaufsicht nicht genehmigt.
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Frankfurt. 

Was die Investoren als Planung in ihrem Antrag vorgelegt haben, weicht zu stark von dem ab, was nach der Bauvoranfrage schon einmal genehmigt wurde. Damit steht die Bebauung des Honselldreiecks nun wieder einmal auf der Kippe.

So hatte sich 1995 die Bad Homburger Trion-Gruppe um das Grundstück bemüht, war aber der Bayerischen Beamtenversicherung (BBVI) 1997 unterlegen, die für das Grundstück einen höheren Preis geboten hatte.

Im Jahr 2002 hatte die Hochtief-Projektentwicklung ein eigenes Konzept für einen "Mainsquare" vorgelegt, in dem 20 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Einzelhandel und Gaststätten und 27 000 Quadratmeter für Büros eingeplant waren.

Durchbruch 2009

Nachdem auch diese Planungen im Sande verliefen, schien sieben Jahre später, 2009, der Durchbruch mit der Hamburger B & L zu gelingen. Gegenüber den ursprünglichen Planungen, die eine Gesamtbruttogeschossfläche (BGF) von 80 000 Quadratmetern vorgesehen hatte, sollten jetzt 82 150 Quadratmeter genehmigt werden. Allerdings war das Areal um die Mayfahrtstraße und ein angrenzendes Grundstück vergrößert worden.

Proteste kamen

Für die Größe der Einzelhandelsflächen wurde eine Verträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben, nachdem es heftige Proteste gegen den geplanten Großmarkt gegeben hatte. Darin war der Bauherr verpflichtet worden, "nur solche großflächigen Einzelhandelsbetriebe einzurichten und betreiben zu lassen, von denen nachweislich keine schädlichen Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden zu erwarten sind". Allerdings hatte der Magistrat seinerzeit vergessen, diese Flächen beim damaligen Planungsverband für das Einzelhandelsflächen-Konzept anzumelden.

Wie zu hören war, soll in Gesprächen mit dem Bauherrn geklärt werden, wie der Bauantrag "doch noch genehmigungsfähig gemacht werden kann". Äußerungen verschiedener Politiker im Römer war zu entnehmen, dass als ein Element wohl der Verzicht auf den Einzelhandel eine wichtige Rolle spielen könnte. wyg

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