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Großeinsatz am Montag: Bedrohung in Frankfurt-Höchst war versuchte Geiselnahme

Wegen einer "unklaren Bedrohungslage" war am Montag die Hauptdurchfahrt des Frankfurter Stadtteils Höchst gesperrt. Langsam kommt Licht in den Fall, der brisanter war als es zunächst aussah.
Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht.

Mit einer Eisenstange und zwei vermeintlichen Handgranaten bewaffnet, hat ein Mann am Montagnachmittag zwei Frauen in einem Café in Frankfurt-Höchst bedroht. Er löste einen Großeinsatz der Polizei aus, der zunächst als «unklare Bedrohungslage» eingestuft wurde. Am Dienstag stand fest: Es war eine versuchte Geiselnahme.

«Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte ein 48-jähriger Mann ein Café in der Bolongarostraße betreten und der anwesenden Besitzerin (36 Jahre) sowie einer 24 Jahre alten Angestellten gedroht, sie umzubringen», teilte die Polizei am Dienstag mit. Noch am Morgen hatte eine Polizeisprecherin gesagt, es sehe so aus, als sei der 48-Jährige nicht bewaffnet gewesen.

Inzwischen wird wegen des Verdachts der Geiselnahme ermittelt. «Beide Frauen sollten das Lokal zunächst nicht verlassen», berichtete die Polizei am Dienstag. Der Täter hatte eine Eisenstange in der Hand und zwei runde Gegenstände, «die von den Frauen für Handgranaten gehalten wurden». Dabei handelte es sich nach Angaben einer Polizeisprecherin um Orangen, die der Mann in Alufolie gewickelt hatte. Damit habe er seine Drohungen unterstreichen wollen.

Die 36-Jährige konnte nach kurzer Zeit das Café verlassen, die 24-Jährige durfte wenig später gehen, Spezialkräfte bewegten den Mann zur Aufgabe. Die Polizei nahm den leicht alkoholisierten Mann direkt am Eingang des Lokals fest. Verletzt wurde niemand. «Hintergrund der Tat sind Streitigkeiten unter den Beteiligten, die sich allesamt untereinander kennen», berichtete die Polizei. Der 48-Jährige sollte am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

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