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Forum: Bei vielen Lesern löst das Diesel-Verbot für Frankfurt Unverständnis aus

Das Wiesbadener Verwaltungsgericht hat entschieden: Frankfurt muss mit einem großflächigen Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge für saubere Luft sorgen. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Weil uns zu diesem Thema sehr viele Leserzuschriften erreichen, haben wir uns entschlossen, eine Auswahl auf dieser Seite zusammenzustellen.
Die Theodor-Heuss-Allee an der Frankfurter Messe ist eine der größten Einfallstraßen der Stadt. Für Dieselfahrzeuge bald tabu? Foto: Arne Dedert (dpa) Die Theodor-Heuss-Allee an der Frankfurter Messe ist eine der größten Einfallstraßen der Stadt. Für Dieselfahrzeuge bald tabu?

Schaden für das Image

Normalerweise gilt in Deutschland das Verursacherprinzip! Jedoch nicht für die Automobilindustrie. Da reicht es, wenn vor einigen Wochen die Vorstände derselben bei der Kanzlerin aufkreuzen, wahrscheinlich von Arbeitsplätzen reden, und nichts wird beschlossen, und die Herren gehen hoch erhobenen Hauptes nach Hause.

Die Möglichkeit einer Hardware-Bestückung der betreffenden Autos wurde nicht angeordnet, obwohl die Kosten aus den Portokassen der jeweiligen Konzern hätten bezahlt werden können. Siehe die Gewinne der letzten Quartale.

Atomausstieg oder Migrationanweisungen waren binnen Stunden möglich! Haben nicht diese Herren das Image „Made in Germany“ sowie die Automobilbesitzer finanziell massiv geschädigt? Ein kleiner Betrüger geht erfahrungsgemäß für Jahre hinter Gitter.

Und nun kommt der Gipfel, dass auch der Großraum Frankfurt –per Gerichtsbeschluss – für gewisse Autobesitzer eingeschränkt beziehungsweise verboten werden soll. Damit nicht genug. Die daraus resultierenden Kosten für Schilder etc. werden von den Gemeinden, sprich dem Steuerzahler aufgebracht. Das ist die Verdoppelung der Umkehrung des Verursacherprinzips.

Da wundern sich die Leute in Berlin, dass der Wähler langsam die Nase voll hat und sich anders orientiert und sucht? Dieter Kischlat, Friedrichsdorf

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Streit um Ausnahmegenehmigungen Dieselfahrverbot: Wer darf noch nach Frankfurt fahren?

Das Fahrverbot für Diesel-Wagen in Frankfurt kommt im nächsten Jahr – und die Landespolitik sucht nach Lösungen. Ausnahmeregelungen sind im Gespräch. Es ist aber rechtlich unklar, was möglich ist.

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Integration würdigen

Es ist unausstehlich, wie Verkehrsminister Scheuer sich vor die Autoindustrie stellt und alle Forderungen auf Diesel-Umrüstung zu Lasten der Autoindustrie ablehnt, obwohl jeder betrogene Dieselkunde in Deutschland inzwischen weiß, wie es gelaufen ist. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als halte er seine berufliche Karriere in Richtung Autoindustrie mit allen Mittel offen. Hier sollte man ernstlich an die nächsten Wahlen denken! Karlheinz Maier , Frankfurt

Bahnpreise halbieren

Es wäre nicht nur den betroffenen Dieselfahrern geholfen, wenn sich auch die lokale Verkehrspolitik bewegen würde! Denn wenn man ganz einfach die Preise für den Nahverkehr halbieren würde, würde sogar ich mit der Bahn in die Stadt fahren. Aber so lange die Kosten eines Tagestickets noch über 5 Euro betragen und ewige Verspätungen schon normal geworden sind, fahre nicht nur ich mit meinem Diesel spürbar billiger in die Stadt. Kaum jemand lässt sich so zu einem Umstieg auf die Bahn überreden! M. Kahlert, Kriftel

06.09.2018, Hessen, Frankfurt am Main: Ein Auto fährt an einer Luftmessstation im Stadtgebiet Frankfurt-Friedberger Landstraße vorbei. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts in Wiesbaden bekommt Frankfurt am Main 2019 als weitere deutsche Metropole ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge. Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Fahrverbot in Frankfurt Betroffene fürchten Diesel-Chaos nach Urteil

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Rabatte für ÖPNV

Ich möchte gern eine andere Möglichkeit ansprechen, wie man die EU-Normen einhalten könnte. Die meisten EU-Länder haben besondere Ausweise für verschiedene Bevölkerungsgruppen, bieten Rabatte zur Nutzung des ÖPNV an. Wenn ich die größte Bevölkerungsgruppe nehme, die Rentner, die mit Sicherheit über 20 Millionen Personen ausmacht und sich in ständigem Wachstum befindet, würde man bei einem attraktiven Tarif schätzungsweise 1 bis 2 Millionen Pkw täglich von der Straße bekommen. Dies würde einen sofortigen positiven Beitrag zur Einhaltung der EU-Normen geben und wäre zusätzlich ein positiver Beitrag zur Rentendiskussion. George Kalman, Usingen

Die „Kleinen“ zahlen

Vier Autobahnen umgeben Frankfurt. A3, A5, A6 und A661, dazu im Südwesten der internationale Flughafen. Wie übersichtlich auf der FNP-Grafik zu erkennen ist. Und nun sollen die Autofahrer in der Frankfurter Innenstadt die Luft-Qualität „retten“. Während der Verkehr auf besagten Autobahnen Frankfurt einrahmt. Zusätzlich belastet Flugverkehr die Luft über Frankfurt. Wer soll die Rechnung bezahlen? Wieder mal die „Kleinen“, Pendler und Kleinunternehmer Frankfurts. Erik Schneider, Frankfurt

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Urteil Was bedeutet das Dieselfahrverbot für Frankfurt?

Die Autokonzerne sind unter Druck. Sie sollen die Abgasreinigung ihrer Diesel nachrüsten, damit die Luft in schadstoffbelasteten Städten sauberer wird. Nun fiel ein Urteil mit weitreichenden Folgen für Frankfurt.

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Benziner an der Reihe

Wieder ein Prozessgewinn für diesen Abmahnverein, der sich mit Sicherheit schon auf weitere Klagen vorbereitet. Ich möchte der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nichts unterstellen, zweifle aber, ob es wirklich nur um die Qualität der Luft geht. Kann es nicht so sein, dass die DUH alle Motoren mit Verbrennungstechnik im Visier hat? Soll diese Technik abgeschafft und die deutsche Automobilindustrie zerschlagen werden? Ist es geschafft, allgemeine Fahrverbote für den Diesel durchzusetzen, ist der Benziner an der Reihe. Merkwürdig ist, dass weder von der DUH noch von anderen selbst ernannten Umweltaposteln, etwas über die Luft- bzw. Umweltverschmutzung durch den Flugverkehr berichtet wird.

Sind Strahltriebwerke abgasfrei, ist unverbranntes Kerosin, welches bei bestimmten Notlagen in die Atmosphäre abgelassen wird, unschädlich? Warum werden darüber keine Studien/Messungen durchgeführt, wehrt sich die Luftfahrtindustrie dagegen? Es wäre hochinteressant zu erfahren, welche Sponsoren, außer einem bekannten japanischen Automobilhersteller, auf der Liste der DUH stehen. Ernst R. Gailing, Bad Camberg

Ein Verbotsschild für Dieselfahrzeuge wie dieses könnte bald die stark belastete Friedberger Landstraße in Frankfurt betreffen. Dort werden besonders hohe Abgaswerte gemessen.
Fahrverbot in Frankfurt Das Diesel-Urteil hat die Stadt offenbar überrascht

Große Teile Frankfurts werden zum Sperrgebiet für zahlreiche Dieselfahrzeuge und ältere Benziner. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat strikte Vorgaben zur Luftreinhaltung gemacht. Doch wie das Dieselverbot umgesetzt werden sollen, wissen die Verantwortlichen im Magistrat nicht. Die Härte des Urteils hat sie offenbar überrascht.

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Schutz vor Weltrettern

Mittlerweile ist es offenbar zu einer Manie geworden, anderen Menschen vermeintlich etwas Gutes tun zu wollen. Wer schützt mich vor diesen selbst ernannten Umweltschützern und Weltrettern?

Heinrich Mathes, Oberursel

Alternativen ein Witz

Nun ist die Katze aus dem Sack. Dank einer verlogenen Autoindustrie und unfähigen Politikern muss es der kleine Mann wieder ausbaden. Ich wohne in Frankfurt und bin Berufspendler. Meinen Diesel mit Euro 4 kann ich nun vergessen. Die alternativen Maßnahmen der Stadt Frankfurt sind ein Witz. Lothar Häfner, Frankfurt

Zulassungsbescheinigung eines Diesel-Fahrzeugs: Die Abgas-Affäre könnte möglicherweise weitere VW-Mitarbeiter den Job kosten. 
Urteil Fahrverbot trifft Diesel-Fahrer hart

Als weitere deutsche Metropole bekommt auch Frankfurt ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge. Es droht eine großflächige Tabu-Zone. Nach dem Urteil der Verwaltungsrichter kann nur so die Luft am Main rasch sauberer werden.

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Traum aller Ökos

Das Chaos möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Fast alle Handwerker, alle Baubetriebe, Krankenwagen, Feuerwehr und jede Menge Außendienstler sowie tausende private Dieselbesitzer dürfen also ab Februar nicht mehr in Frankfurt fahren – eine fast autolose Stadt, der Traum aller Ökos! Die Frage ist nur, wie soll alles weitergehen. So dürften zum Beispiel auf den reichlichen Baustellen theoretisch keine Bagger, Raupen und sonstigen Baumaschinen mehr in Gang gesetzt werden. Auch die sonstigen Dieselmaschinen nicht, die im Baugewerbe gebraucht werden.

Wie werden die Geschäfte beliefert, vielleicht mit Fahrrädern? Es müssten tausende Ausnahmeanträge gestellt werden. Was für ein Wahnsinn! Die Gebrauchtwagenhändler freuen sich auf die alten Diesel: Ab in den Osten! Was interessiert sie die Umwelt? Außerdem, wer kontrolliert die Fahrzeuge, ob sie mit Diesel oder Super fahren? Da können wir mal gespannt sein, wie das Gerichtsurteil umgesetzt wird. Zumal bei unseren östlichen Nachbarn weitergemacht wird wie bisher – das ist dasselbe wie bei den Atomkraftwerken: Wir machen sie zu, und um uns herum stehen noch jede Menge oder werden noch gebaut. Rolf Peter, Schwalbach

Schreiben Sie uns

Was halten Sie vom Diesel-Fahrverbot für Frankfurt? Schicken Sie eine E-Mail an leserbriefe@fnp.de.

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