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Straßenfest: Berger Straße brummt: Zehntausende Besucher feiern mit

Von Zehntausende Besucher feierten am Wochenende das 30. Berger Straßenfest. Die Veranstaltung lockte Familien und Partyfans gleichermaßen.
Einer der Renner auf dem diesjährigen Fest waren die selbstgemachten Kartoffelchips – Nadine und Karin schmecken diese gigantisch. Foto: Christian Christes Einer der Renner auf dem diesjährigen Fest waren die selbstgemachten Kartoffelchips – Nadine und Karin schmecken diese gigantisch.
Nordend. 

Vor der großen Bühne am Merianplatz ist das Gedränge groß, denn während viele Besucher des 30. Berger Straßenfests versuchen, sich mit dem Fluss der Menge vorwärts zu bewegen, haben Musikfans dort Position bezogen und warten auf den Auftritt der nächsten Band. Auf der Bühne machen sich die Musiker der Hanauer Gruppe „Helium 6“ für ihren Auftritt bereit. Der Soundcheck steht an.

Es ist früher Samstagabend, noch hell und die Temperaturen angenehm. Trotz des Fußballpokal-Endspiels haben sich auf der Festmeile, die sich zwischen Bethmannpark und Höhenstraße entlangzieht, tausende Besucher eingefunden, die sich nur langsam vorwärts bewegen. Die Stimmung ist sehr gut, es wird viel gelacht und geredet. Die vielen Stimmen sorgen für einen ordentlichen Lautstärkepegel. Einige der Besucher versuchen sich übers Handy mit ihren Freunden zu verabreden, doch das ist schwierig, das Netz aufgrund der Massen überlastet, eine Verbindung fast nicht möglich.

Carmen Längien aus Maintal hat ihre Freunde bereits gefunden. Die fünfköpfige Gruppe hat sich eine Sitzgelegenheit am Merianplatz ergattert und quatscht miteinander. „Ich komme jedes Jahr hierher und finde die Leute, die Musik und das Essen einfach super“, sagt Längien. „Ich mag es auch, dass die Geschäfte geöffnet haben“, fügt ihre Bekannte Petula hinzu. In der Hand hält diese bereits eine Tüte. „Ich habe T-Shirts gekauft“, verrät die Frau, die aus Fechenheim kommt.

Mittlerweile hat die Band „Helium 6“ mit ihrem Programm begonnen und startet mit dem Song „Let Me Entertain You“ des britischen Sängers Robbie Williams. „Den konnten wir leider nicht dafür gewinnen, hier auf dem Fest aufzutreten“, scherzt Ernst Schwarz. Er ist der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Untere Berger Straße (IGUB), die die zweitägige Veranstaltung auf die Beine stellt. Unterstützt werden sie dabei von Eventmanager Michel Greulich.

 

Zum 30. Mal

 

Zum 30. Geburtstag warten die Veranstalter mit einem veränderten Konzept auf – „Zurück zu den Wurzeln“ lautet das Motto. Weniger Beschallung durch Musik vom Plattenteller und mehr Live-Auftritte als sonst gibt es dieses Mal. „Zum 30. Geburtstag haben wir 30 Bands eingeladen, die auf den drei großen Bühnen spielen. Zudem gibt es kleinere Bühne wie etwa vor dem Toffis“, schildert Schwarz. „Live-Musik ist einfach besser“, betont auch Greulich. Wichtig sei ihnen gewesen, dieses Mal die zusätzliche Beschallung durch DJs herunterzuschrauben.

„Mehr als die Hälfte der Aussteller sind Geschäftsleute der Unteren Berger Straße“, schildert Schwarz. „Wir freuen uns, wenn sie sich aktiv am Fest beteiligen.“ Auf dem Spielplatz am Merianplatz gebe es außerdem an beiden Tagen eine Kinderbetreuung zwischen 13 und 19 Uhr. Für die Unterhaltung der jüngsten Besucher sorgen unter anderem auch ein Puppentheater und zwei Kinderkarussells. „Manch einer der Anwohner organisiert sogar einen Hof- oder Kinderflohmarkt“, fügt Greulich hinzu. „Es ist ein Fest, dass sich an alle Altersgruppen wendet, entsprechend versuchen wir für jeden etwas anzubieten.“

Ernst und Greulich schätzen, dass täglich mehr als zehntausend Besucher zum Straßenfest kommen. Genaue Zahlen zu nennen, sei jedoch schwierig, betonen sie. Neben dem Programm können sich die Besucher vom Angebot der Schmuck-, Kleinkunst und Modestände inspirieren lassen oder auch zum Mitternachtsshopping in die vielen geöffneten Geschäfte gehen.

 

Gäste von auswärts

 

Petra Hahn und ihre Schwester Manuela Eberhardt aus Karben nutzen die Gelegenheit und schauen sich im Geschäft von Anna-Maria Nives in der Berger Straße 63. „Ich finde es klasse, dass man hier so spät noch einkaufen gehen kann“, sagt Hahn. Ihre Schwester probiert derweil verschiedene Outfits. „Ich bin zum ersten Mal hier und finde es toll“, sagt auch sie, als sie aus der Umkleidekabine herauskommt. Bis ein Uhr nachts hat Nives an diesem Abend den Laden geöffnet und ist zufrieden mit der Resonanz. „Von den Festbesuchern ist es vergleichbar mit vergangenem Jahr“, sagt sie.

Vor dem Geschäft steht Eva Kammler aus Schwalbach mit drei Fleischspießen in der Hand und wartet auf ihre Freunde. „Ich habe beim Schnick-Schnack-Schnuck verloren und musste mich in der Schlange anstellen“, sagt sie lachend. Ganz so lange wie sie zunächst befürchtet habe, dauerte es dann doch nicht, bis sie an der Reihe war. „Ich mag das Berger Straßenfest. Es ist bodenständig und nicht so schickimicki“, findet Kammler.

Während das Anstehen am Stand mit den Fleischspießen nur rund zehn Minuten dauert, brauchen die hungrigen Besucher vor dem Crêpes-Stand am Merianplatz schon ein wenig mehr Ausdauer. Gut 20 Meter lang ist die Schlange davor, mittendrin stehen die Freundinnen Sabrina, Verena, Annika und Alexandra und sind gleich dran. „Wir warten hier schon gut 20 Minuten und haben uns die Zeit mit Reden verkürzt“, erzählen sie.

„Wir haben uns schon vor längerer Zeit verabredet und erst festgestellt, dass das Fest läuft“, schildert Verena. Die Mädels sind sich einig, dass ihnen die Veranstaltung gefällt. „Es ist zwar ziemlich voll hier, aber die Musik ist wirklich gut.“

Bilderstrecke Riesen Feier: Zehntausende Besucher beim 30. Berger Straßenfest
Alljährlich veranstaltet der Verein IG "Untere Bergerstraße" das beliebte Bergerstraßenfest.Die untere Berger Straße in Bornheim ist ein beliebte Flaniermeile auf der sich zahlreiche angesagte Restaurants und Bars angesiedelt haben.Internationale Speisen und Getränke und dazu ein Kulturprogramm und Life-Musik auf mehreren Bühnen locken in jedem Jahr zahlreiche Festbesucher an.
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