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Verbesserung: Bernemer wollen mehr Parkplätze und Car-Sharing

Von Mit seiner speziellen Topographie eignet sich Bornheim neben der Lincoln-Siedlung in Darmstadt für das Bundesforschungsprojekt „Quartier Mobil“ der Goethe-Universität, der Stadt Frankfurt und der Planersocietät.
Ideen, wie die Verkehrslage im Stadtteil verbessert werden könnte, wurden zusammengetragen und auf dem Stadtplan fixiert. Foto: Leonhard Hamerski Ideen, wie die Verkehrslage im Stadtteil verbessert werden könnte, wurden zusammengetragen und auf dem Stadtplan fixiert.
Bornheim. 

Innen liegt der enge Ortskern, weiter außen schließen sich die Ernst-May-Siedlung und sechs Seniorenwohnanlagen an. Das bringt Probleme mit sich. Während Studenten derzeit 1029 Fragebögen einer Umfrage auswerten, hat am Samstag mit der Auftaktveranstaltung „Quartier Mobil“ im evangelischen Gemeindehaus die Bürgerbeteiligung vor Ort begonnen.

Wichtiges Thema

Denn die Bornheimer wünschen sich mehr Car-Sharing, Radverkehr ohne Hindernisse mit ausreichend Stellplätzen um die Berger Straße und eine bessere Anbindung der Seniorenwohnanlagen. „Über 40 Prozent aller Anträge unserer Sitzungen drehen sich um die Themenbereiche Verkehr und Mobilität“, bestätigte Hermann Steib (Grüne), Ortsvorsteher im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend).

„Doch die Wohnanlagen der Senioren wurden bei der Umfrage der Goethe-Universität gar nicht berücksichtigt“, bemängelte Heidi Breuer von der Bus-Initiative. „Unsere 20 Interviewer konzentrierten sich bei ihren 3000 Umfragen auf die Haushalte entlang der Bornheimer Straßen, die Seniorenanlagen müssten gesondert berücksichtigt werden“, erklärte Studentin Franziska Kirschner.

Umso mehr warb Breuer am Infostand „Mobilität von Kindern und Senioren“ für die Idee ihrer Initiative: „Für die rund 1000 Senioren in den Anlagen sind die Haltestellen oft nur über steile Wege erreichbar. Neben günstiger gelegenen Stationen brauchen wir eine Ringlinie, die die Anlagen auf dem Markt mit der Berger Straße verbindet.“ Am Stand für neue Mobilitätsformen waren Elektromobilität und Car-Sharing die bestimmenden Themen: Die Bürger forderten bis zu vier Ladestationen für Elektroautos, da die einzige oft zugeparkte Station der Mainova in der Berger Straße zu wenig sei. Zudem könne das Car-Sharing ohne Bestimmungen für die erforderlichen Stellplätze nicht richtig funktionieren. Doch zu diesem Punkt wurde am Stand „Interventionen im öffentlichen Raum“ eine spannende Idee geboren: Eine alternative Stadtführung, die die notorische Parkplatznot im Viertel thematisiert.

Schließlich sprachen sich die Bürger am Stand „Aufenthaltsqualität im Straßenraum“ für öffentliche Treffpunkte vor allem am Panoramabad aus. „In der Freiligrathstraße will eine Initiative die Luftqualität durch mehr Baumpflanzungen verbessern“, erklärte Steib. Doch es gibt Gegenstimmen, die den Verlust von Parkplätzen befürchten.

Anregungen auswerten

„Wir werden die Anregungen auswerten und zu weiteren Veranstaltungen und Werkstätten einladen“, versprach der Moderator Klaus Winkler. Das Forschungsprojekt könnte auch auf Einrichtungen für Senioren ausgeweitet werden. „Quartier Mobil“ wurde auch durch das Projekt „Nahmobilität“ von 2006 bis 2010 im benachbarten Nordend inspiriert.

Abschließend forderten die Teilnehmer ein Bürgerbüro für Bornheim, um weitere Ideen zu sammeln. Doch diese Erwartungen dämpfte Jens Wöbbeking, Bereichsleiter im Referat Mobilität und Verkehrsplanung, wegen mangelnder Ressourcen bei der Stadt Frankfurt.

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