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Lehranstalten in Frankfurt: Berufliche Schulen sind voll

An den Beruflichen Schulen in Frankfurt wird es eng – und das nicht erst seit gestern. Zu diesem Schluss kam die Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) aus Bonn. Wie damit umzugehen ist, diskutierten jetzt Eltern, Lehrer, Schüler, Politiker und Vertreter der Wirtschaft.
Technik scheint eine Männerdomäne zu sein. Entsprechend hoch ist der Anteil männlicher Schüler an der Werner-von-Siemens-Schule. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Technik scheint eine Männerdomäne zu sein. Entsprechend hoch ist der Anteil männlicher Schüler an der Werner-von-Siemens-Schule.
Frankfurt. 

Die Zukunft der Schulen in Frankfurt zu gestalten, ist eine Mammutaufgabe. Die Stadt Frankfurt hat sich auf die Fahnen geschrieben, alle Schulen in diese wichtigen Entscheidungen mit einzubeziehen, und hat deshalb im November letzten Jahres den Startschuss gegeben für den Beteiligungsprozess zum Schulentwicklungsplan. Gestern ging es ans Feintuning für die beruflichen Schulen: Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) lud ins Haus am Dom, um in Arbeitsgruppen an der Zukunft zu arbeiten.

Jeden Stuhl umgedreht

Zuvor stellte Wolf Krämer-Mandeau, Chef von Biregio, zahlreiche Statistiken als Entscheidungsgrundlage vor. In Zusammenarbeit mit dem Schulamt der Stadt war das Team um Krämer-Mandeau in jeder Schule, in jedem Raum und hat jeden Stuhl umgedreht. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in seinen Vortrag mit ein: Die Frankfurter Schulen haben räumlich gesehen eine sehr hohe Auslastung, was angesichts der auch künftig steigenden Schülerzahlen ein Problem werden kann.

Laut der Prognose von Biregio werden bis zum Jahr 2028 rund 4100 Schüler zusätzlich die Beruflichen Schulen in städtischer Trägerschaft besuchen. Das bedeutet eine Steigerung um 15 Prozent gegenüber dem aktuellen Schuljahr. „Frankfurt ist eine wachsende Stadt, daher liegt es nahe, dass auch die Zahl der Schüler an den beruflichen Schulen steigt. Mit dem Schulentwicklungsplan will ich diese für die Zukunft stark machen. Neben den steigenden Schülerzahlen sind für mich auch die Themen Integration, Schulprofile, Digitalisierung, Lernkonzepte oder die sozialpädagogische Unterstützung der Schüler von hoher Bedeutung“, sagte Dezernentin Weber.

Der Vortrag von Krämer-Mandeau offenbarte einige Überraschungen. Beispielsweise sei die Zahl der „Pendler“ von außerhalb Frankfurts an den Beruflichen Schulen recht hoch, weshalb eine Prognose natürlich auch diese Zahlen in Betracht ziehen muss. Knapp die Hälfte der Schüler sind aus Frankfurt, elf Prozent Offenbacher besuchen die Berufsschulen, die zweitstärkste Fraktion stammt mit sieben Prozent aus dem Main-Kinzig-Kreis. Wirft man einen Blick auf die Geschlechterverteilung, stellt man ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Mädchen (48 Prozent) und Jungen (52 Prozent) fest. Den höchsten Anteil an Frauen gibt es an der Schule für Bekleidung und Mode; den geringsten hat die Werner-von-Siemens-Schule, die etwa Elektrotechnik und Automatisierungs- und Informationstechnik abdeckt.

Keine Schule schließen

In ihrem Eingangsplädoyer wiederholte Weber die Eckpfeiler ihrer Politik: Keine Berufsschulen schließen, den Ausbau von Schulen weiter vorantreiben und bei der Integration noch eine Schippe drauflegen. Bei all den Themen, die im Zukunftslabor diskutiert werden, werde „eine Menge Kreativität gefragt sein“.

Die einzelnen Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit unterschiedlichen, die Zukunft betreffenden Fragen: Welche Lernkonzepte wollen die Schulen verfolgen? Wie schafft man einen möglichst reibungslosen Übergang in die und aus den beruflichen Schulen? Wie sieht es mit der voranschreitenden Digitalisierung aus? Das Team um Matthias Weber-Vögle, städtischer Abteilungsleiter Pädagogik und Planung, nahm am Donnerstag viele Antworten und Meinungen mit, die in den Schulentwicklungsplan einfließen werden.

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