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Frankfurt: Mieten statt kaufen: Bien-Ries AG hat Wohnprojekt in der Bürostadt veräußert

Nachdem die städtische Wohnbaugesellschaft ABG kürzlich den Grundstein für 165 Wohnungen in der Hahnstraße legte, folgt nun ein weiteres Großprojekt: Nur einen Steinwurf entfernt realisiert die Hanauer Bien-Ries AG 336 Eigentumswohnungen. Der Bau geht jetzt los, das Projekt wurde an einen institutionellen Investor veräußert.
So soll das Bauprojekt der Bien-Ries AG an der Hahnstraße / Ecke Goldsteinstraße aussehen, wenn es fertig ist.	Illustration: Bien-Ries AG So soll das Bauprojekt der Bien-Ries AG an der Hahnstraße / Ecke Goldsteinstraße aussehen, wenn es fertig ist. Illustration: Bien-Ries AG
Niederrad. 

Die ersten Bauarbeiter waren bereits in den vergangenen Tagen mit Kreissägen vor Ort und haben das Grundstück an der Hahnstraße / Ecke Goldsteinstraße in der Bürostadt von großen Bäumen, Hecken und Büschen befreit. Denn dort, wo einst die chemische Reinigung Röver stand, will die Hanauer Bien-Ries AG Eigentumswohnungen bauen. Der Baubeginn steht unmittelbar bevor, wie das Unternehmen gestern bekannt gab. Eine Baugenehmigung liegt dem Unternehmen allerdings noch nicht vor. „Wir hoffen aber, dass sich das schnell ändert“, sagte Investor Wolfgang Ries.

Beide Seiten schweigen

Allerdings hat das Unternehmen das Projekt vor wenigen Tagen an einen institutionellen Investor aus Süddeutschland veräußert. Über die Kaufsumme und den Namen des Investors schweigen sich beide Parteien aus. So wurde es vereinbart. „Es handelt sich dabei aber um einen seriösen Käufer“, sagte Ries. Für beide Seiten sei es ein „gutes Geschäft“ gewesen. Ein sogenannter institutioneller Investor kann etwa eine Versicherung sein, die zum Teil ihr Vermögen in Immobilien anlegen muss, oder eine große Privatfamilie. Dem Vernehmen nach will der neue Investor die Wohnungen vermieten.

Gebaut werden 336 Einheiten. Die Größen reichen von 30 bis 100 Quadratmetern. Im Keller gibt es eine Tiefgarage mit Stellplätzen für das eigene Auto, Fahrrad sowie mietbare Fahrzeuge, die sich unter den Bewohnern geteilt werden sollen. In einem ersten Bauabschnitt werden 108 Wohnungen realisiert. Sie sollen bis Ende 2017 fertig sein. Zwei weitere Bauabschnitte sollen dann bis 2019 bezugsfertig sein. Rund 75 Millionen Euro investiert die Bien-Ries AG in den Neubau.

Das 11 560 Quadratmeter große Grundstück wird eine großzügige, grüne Außenanlage wie auch begrünte Innenbereiche haben und damit einen Gegensatz zu vielen Bebauungen im Stadtteil bilden. Wolfgang Ries plant sogar, für jeden Balkon einen bepflanzten Blumenkübel mitzuliefern.

„Frankfurt ist ein Wachstumsmotor und das spüren wir auch bei der enormen Nachfrage nach Wohnraum“, sagt Wolfgang Ries. Die Stadt locke seit Jahren immer mehr Menschen an. So würden die Stadtplaner von einem Anstieg der Bevölkerung von aktuell rund 725 000 auf rund 800 000 bis zum Jahr 2027 ausgehen.

„Rege Nachfrage“

Der Wohnbauentwickler aus Hanau zählt – wie ehemals im Riedberg – zu den Pionieren der städtebaulichen Neugestaltung in der Bürostadt, die sich in den kommenden Jahren zu einem durchmischten Quartier, in dem auch gewohnt werden kann, entwickeln soll. Neben den zahlreichen Büroimmobilien und den 25 000 Arbeitnehmern gibt es in dem Quartier derzeit bereits 700 Wohnungen. Weitere 2000 sind im Bau oder in der Planung. Dazu zählen etwa die vier Projekte der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG – eines davon ist bald bezugsbereit – sowie die 125 Wohnungen, die von der durch die Gesellschaft Catella geführten „Living Lyon GmbH“ an der Lyoner Straße realisiert werden sollen. Dem Vernehmen nach sollen auch in den sogenannten „Blue Towers“ und im Eurohaus Wohnungen entstehen. Irgendwann soll es 3000 Wohnungen für 6000 Menschen in dem Quartier geben.

„Aber anders als seinerzeit am Riedberg ist dieses Quartier schon akzeptiert und verkehrstechnisch optimal erschlossen. Deshalb rechnen wir mit einer regen Nachfrage und sind davon überzeugt, dass sich Niederrad auch als Wohnstandort fest etablieren wird.“

(jlo)
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