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14 neue Plätze: Bis 2021 hat jede Fußballanlage in Frankfurt einen Kunstrasenplatz

Von Statt der alten, bei Fußballspielern unbeliebten Tennenplätze wünschen sich alle Frankfurter Vereine neue Kunstrasenplätze. Letztere sind nicht nur ganzjährig bespielbar, sondern auch leichter zu pflegen. Zurzeit gibt es 35 Fußballplätze mit Plastikbelag. Bereits bis Ende 2021 kommen weitere 14 hinzu. Auf jeder Fußballanlage gibt es dann mindestens einen Kunstrasenplatz.
Der neue Kunstrasenplatz der SG Praunheim ist fast fertig. Bis 2021 sollen 13 weitere Anlagen umgerüstet werden. Foto: Rainer Rüffer Der neue Kunstrasenplatz der SG Praunheim ist fast fertig. Bis 2021 sollen 13 weitere Anlagen umgerüstet werden.
Frankfurt. 

Schon die Ankündigung, dass die SG Praunheim im Niddatal, am Ende der Gasse Praunheimer Hohl, einen Kunstrasenplatz statt des kleinen Tennenplatzes bekomme, habe die Zahl der Anmeldungen deutlich steigen lassen, sagt der Vereinsvorsitzende, Michael Petzold. „Im Sommer hatten wir regen Zulauf, lange bevor die Arbeiten begannen.“ Eine zusätzliche Jugendmannschaft hat der Verein. Auch die erste und zweite Mannschaft, die in der Kreisliga spielen, profitieren. „Wir haben nun mehr Möglichkeiten.“

In ganz Frankfurt gilt seit Jahren: Vereine mit Kunstrasenplatz sind gegenüber anderen im Vorteil. Die Argumente der Vereine, die noch keinen haben, ähneln sich: Eltern meldeten ihre Kinder ab, weil ihnen die Verletzungsgefahr auf der roten Asche des Tennenplatzes zu groß sei – und der Nachwuchs wechselt woanders hin. Spätestens ab der B-Jugend, bei den über 14-Jährigen, bekommen die Vereine Probleme.

Nicht immer bespielbar

Traditionell haben viele Sportanlagen einen Rasen- und einen Tennenplatz, doch beide haben Nachteile. Ein Rasenplatz braucht viel Pflege und ist ziemlich empfindlich, so dass man ihn oft schonen muss. Damit der Platz bei Ligaspielen in gutem Zustand ist, wird hier kaum trainiert. Beleuchtungsanlagen stehen meist an den Tennenplätzen, denen Belastung weniger ausmacht. Doch die rote Asche ist – siehe oben – äußerst unbeliebt.

Kunstrasenplätze hingegen sind fast das ganze Jahr über bespielbar und müssen auch nicht geschont werden – weshalb die Stadt ein 27-Millionen-Euro-Programm auflegte, um bis 2021 weitere 13 solcher Spielfelder zu schaffen. Bis 2021 soll jede Frankfurter Fußballanlage einen Kunstrasen haben. „Das heißt nicht, dass bis dahin alle Tennenplätze verschwinden“, Sportdezernent Markus Frank (CDU). Wer einen Kunstrasen neben einen Tennenplatz hat, bekommt erst einmal keinen zweiten. Gleichwohl sei ihm klar, dass die Tennenplätze ein Auslaufmodell sind. „Was wir mit den verbleibenden Ascheplätzen machen, schauen wir im Anschluss an das nun laufende Bauprogramm.“

Frankfurts erster Kunstrasenplatz entstand 1988 auf der Sportanlage am Brentanobad in Rödelheim. Dort trainiert der 1. FFC. Ein schnellerer Ausbau begann aber erst viel später: Los ging es 2005 am Bornheimer Hang, 2006 folgte der Platz an der Lärchenstraße bei der Spielvereinigung Griesheim sowie jener an der Birsteiner Straße. Letzterer ist aber für den Hockey-Club Schwarz-Orange reserviert. Denn auch in dieser Sportart sind die Clubs längst auf einen Kunstrasenplatz angewiesen, um erfolgreich zu sein.

Erste werden erneuert

Heute gibt es in Frankfurt 35 Kunstrasenplätze, verteilt über die ganze Stadt. Zurzeit wird nicht nur in Praunheim gebaut, sondern auch bei der TSG Nieder-Erlenbach und bei der SG Höchst im Höchster Stadtpark. Letzterer ist allerdings kein Neubau: Er ist einer von vier alten Kunstrasenplätzen, die inzwischen so schlecht sind, dass die Stadt sie erneuern muss oder bereits erneuert hat. Die anderen drei sind der des TSV Bergen am Landgraben sowie die Plätze des FC Union Niederrad an der Heinrich-Seliger-Straße und des FFV Sportfreunde an der Mainzer Landstraße östlich der A 5.

Die Reihenfolge, in der weitergebaut wird, richtet sich laut Frank nach verschiedenen Kriterien. „Zum einen ist wichtig, wie dringend ein Verein den Platz braucht. Zum anderen geht es aber auch darum, wie schnell wir an einem Ort bauen können.“ In Nieder-Erlenbach etwa, wo zurzeit ein Plastikgrün entsteht, hieß es lange vonseiten der Planer: Wir können hier keinen Kunstrasenplatz bauen, denn er wird regelmäßig von den Hang hinunter fließendem Matsch überschwemmt. „Nun haben wir den Platz etwas höher gelegt und eine gute Drainage eingebaut, damit es doch geht“, sagt Frank.

Gelegentlich verzögert Abstimmungsbedarf mit anderen Ämtern die Planung des Sportamts, etwa im Riederwald. Hier verwehrte die Untere Naturschutzbehörde das Verlegen eines Kunstrasens, weil die Sportplätze im Wald liegen. „Aber auch hier haben wir einen Vorschlag, der für alle Seiten ein Gewinn sein kann“, sagt Frank. Details verrät er aber noch nicht. Im kommenden Jahr erhalten die Bezirkssportanlage Harheim, die Fechenheimer Sportanlage an der Pfortenstraße, die an der Niederräder Hahnstraße und die des VfB Unterliederbach an der Hans-Böckler-Straße neue Kunstrasenplätze. An der Sportanlage Rossegger am Dornbusch baut die Stadt außerdem ein Minispielfeld.

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