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Blech, Gummi und Motoren locken

Heute um 10 Uhr beginnen die Autotage im Forum der Messe Frankfurt. Gestern wurden die Autos in die Halle gefahren.

Frankfurt. 

Florian Philipp steht auf der Hebebühne und stemmt einen Scheinwerfer hoch zur Traverse. Etwa 100 Scheinwerfer muss der Messebauer hier anbringen. Hier, im Obergeschoss des Messeforums. Damit die Träume aus Blech richtig ausgeleuchtet werden.

Autos in Reih‘ und Glied

Philipp ist Messebauer und kommt aus Hannover. "Wir sind mit zwei Sattelschleppern angereist", sagt er, "und hatten am Vortag viel Stress. Denn die Traversen mussten hängen, ehe die Autos hereinfahren."

Inzwischen stören die Autos nicht mehr. Es gilt nur noch, die HQI-Scheinwerfer mit je 150 Watt zu befestigen und anzuschließen. Unten rollen derweil weitere Autos aus dem Aufzug.

Auch draußen, vor dem Forum, stehen die Fahrzeuge schon in Reih‘ und Glied. Es ist der Jahreswagen-Boulevard mit Angeboten ab 9990 Euro.

Drinnen im Forum ist auch der Stand für die Probefahrten bereits aufgebaut. Georg Scheiber, Teamleiter bei Borgolte Messe, die die Frankfurter Autotage der Rhein-Main-Verlagsgesellschaft organisiert, steht vor einem Tresen voll Autoschlüsseln. "Nein, den Überblick verliere ich nicht", sagt er. Eben kommt Bernd-Uwe Prochnow hinzu und überreicht noch einige Schlüssel. "Wir haben die Autos reingefahren", sagt er. Prochnow ist Neuwagen-Verkaufsleiter bei VW und erwartet wieder großen Ansturm an den Autos.

Noch sind nicht alle Fahrzeuge in der Halle. Am frühen Nachmittag rollt ein Transporter nach dem anderen aufs Messegelände. Aber Birgit-Marie Wöber muss noch etwas warten. Die Mainova-Mitarbeiterin betreut den Stand mit alternativen Antrieben. "Wir haben den Erdgas-Zafira schon da, aber wir erwarten noch Gas-Fahrzeuge von VW und außerdem Pedelecs", sagt sie. Am Zafira demonstriert sie, wie mit Erdgas getankt wird: Mit einer Zapfpistole, die fest mit dem Tankstutzen verbunden wird. "Das geschieht mit einem Riegel", sagt sie. "Danach kann Erdgas mit bis zu 200 Atmosphären Druck in die Tanks gepresst werden.

Werbung fürs Erdgas

Die Mainova, das Frankfurter Energieunternehmen, betreibt in Frankfurt fünf Gas-Tankstellen. Das Kilo Gas kostet derzeit 1,10 Euro. Für Wöber ist die Sache klar: "Ich selbst fahre seit 16 Jahren mit Gas. Das kostet mich umgerechnet 70 Cent pro Liter." Benzin und Diesel sind doppelt so teuer.

Auch für den Elektro-Antrieb wirbt Mainova. Eben rollt Reinhard Gerbig, Mitarbeiter des Messelogistikers Two Sense, einen grünen Teppich aus. "Hier werden später die Pedelecs der Mainova aufgestellt", sagt Birgit-Maria Wöber. Pedelecs sind Fahrräder mit Elektro-Motor.

Für die meisten Besucher, die ab heute, 10 Uhr, auf die Autotage strömen, wird sich mit dem Begriff "Kraft" noch immer der Geruch von Benzin und Diesel verbinden. Das Motto der Autotage lautet "Schauen, testen, kaufen". Und zumindest die ersten beiden Punkte können die Besucher ruhig ernst nehmen. Denn Probefahrten dürften bei der Autoschau das kleinste Problem sein. Mehr als 70 Autos der teilnehmenden Marken stehen für Probefahrten zur Verfügung. Die Strecke durch Frankfurts Stadtverkehr und über einige Autobahnkilometer dauert etwa 15 Minuten. Probefahren kann man auch eher exotische Fahrzeuge wie den Opel Ampera als Elektroauto.

Rund 100 Autos sind beim Jahreswagen-Boulevard versammelt, etwa 70 stehen im Forum unter dem Dach. Die Frankfurter Autotage verstehen sich als Familienveranstaltung. Für Kinder gibt es zwei Attraktionen: die Carrera-Rennbahn mit 25 Metern Strecke und den Formel-1-Rennsimulator des ADAC. Hier kann man sich wie Vettel oder Schumi fühlen und die besten Rundenzeiten herausfahren.

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