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Unbekannte schlagen zu: Blinde Zerstörungswut: Vandalismus in Frankfurter Kita

Die Kita Wiesenwichtel wurde Opfer blinder Zerstörungswut durch Unbekannte. Kita-Leiterin Birgit Audouard appelliert an die Öffentlichkeit, mit Wachsamkeit dem Vandalismus Einhalt zu gebieten.
Einbrecher haben auf dem Gelände einer Kita große Schäden angerichtet. (Symbolbild) Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa Einbrecher haben auf dem Gelände einer Kita große Schäden angerichtet. (Symbolbild)
Nieder-Erlenbach. 

Überhaupt kein Verständnis hat Kita-Leiterin Birgit Audouard für den sinnlosen Akt des Vandalismus, dem ihre Kita Wiesenwichtel in der Nacht zum vergangen Samstag zum Opfer gefallen ist. „Natürlich habe ich mit Freunden früher auch Blödsinn angestellt“, sagt Audouard. „Aber nie stumpfsinnig-destruktiv. Diese blinde Zerstörungswut und die Rücksichtslosigkeit, die offenbar alkoholisierte Menschen hier bei uns an den Tag gelegt haben, finde ich abstoßend.“ Unbekannte waren, vermutlich Freitagnacht, in das sonst idyllische und liebevoll gestaltete Gartengelände der Kita Wiesenwichtel zwischen Feldern und Wiesen eingedrungen, haben die Regenrinne am Unterstand abgebrochen, Müll und Klopapier verteilt und das etwas abgelegen stehende Toilettenhäuschen demoliert und verdreckt zurückgelassen. Bei der Polizei will die Kita Wiesenwichtel jetzt Anzeige gegen Unbekannt stellen.

 

Böses Erwachen

 

„Am Samstagmorgen war eine Mutter der Wiesenwichtel zum Aufräumen gekommen, ihr war allerdings nichts von dem Vandalismus aufgefallen“, berichtet Erzieherin Sabine Sach. Der Bauwagen, in dem das Spielmaterial aufbewahrt wird, war offenbar nicht aufgebrochen, dies wäre der Mutter aufgefallen, so Sach. Als Kita-Leiterin Audouard aber auf einem Spaziergang später am Samstag am Gelände vorbeikam, war ihr abgerolltes Toilettenpapier auf dem Rasen aufgefallen. „Aber auch dabei habe ich mir nichts gedacht“, sagt Audouard. „Bei den Stürmen in letzter Zeit hätte es auch einfach sein können, dass das Papier weggeweht worden ist.“ Das ganze Ausmaß des gewaltsamen Eindringens der Unbekannten offenbarte sich dann erst am Montag zum Dienstbeginn.

Die Toilette der Wiesenwichtel muss gesperrt bleiben, bis die Vandalismusschäden behoben sind. Bild-Zoom Foto: Christian Christes
Die Toilette der Wiesenwichtel muss gesperrt bleiben, bis die Vandalismusschäden behoben sind.

„Zunächst haben wir auch den Zustand des Toilettenhäuschens Sturmschäden zugeschrieben“, sagt Erzieherin Sach. „Auf den zweiten Blick und mit den abgerissenen Regenrinnen und der umgeworfenen Wassertonne wurde aber klar, dass hier irgendwelche Menschen ihr Unwesen getrieben haben.“ Einziger Lichtblick sei, dass offenbar nichts von den Gegenständen im Freien entwendet wurde und der Schaden am Toilettenhäuschen wohl von der Versicherung übernommen werden wird.

 

Zaun nutzt nichts

 

Fraglich ist für Kita-Leiterin Audouard, was der Zerstörungswut der Unbekannten, die nicht zum ersten Mal aufgetreten ist, entgegengesetzt werden könnte. „Immer wieder finden wir Flaschen oder Müll auf dem Gelände. Der Zaun darf und soll ja hier im Grüngürtel das Gelände nicht einschließen und das Tor am Eingang ist auch keine große Hürde.“ Zudem würde ein Zaun auch zum Teil das Konzept der Kita Wiesenwichtel konterkarieren. Die barrierefreie Erfahrung der Natur gehöre ja zur pädagogischen Idee der Kindertagesstätte. Ebenso, sagt Audouard, sei ein Wachdienst aus finanzieller und praktischer Sicht nicht machbar. „Am Ende würde ich mir einfach wünschen, dass die Anwohner, Passanten und Spaziergänger vielleicht etwas mehr die Augen offenhalten und sich bei Verdacht immer sofort an die Polizei wenden, eben schon bevor etwas passiert“, so Audouard.

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