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Ausschreitungen zur EZB-Neueröffnung: Blockupy-Krawalle jähren sich: Vor zwei Jahren brannte Frankfurt

Zwei Jahre sind vergangen, seit Ausnahmezustand in Frankfurt herrschte: Am 16. März 2015 war es bei Blockupy-Protesten zu Ausschreitungen Krawallen rund um die Eröffnung der EZB im Ostend gekommen. Wir blicken zurück auf einen schwarzen Tag in der Frankfurter Geschichte.
Foto: Arne Dedert (dpa)
Frankfurt.  Die schweren Krawalle bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt vor zwei Jahren haben einen Millionenschaden verursacht. Eine solche Gewalt hat die Stadt lange nicht mehr erlebt. Insgesamt wurden mehr als 350 Menschen verletzt, die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Tage.

Der Frankfurter Polizeipräsiden Bereswill hatte damals bilanziert: "Diese Ausschreitungen waren vorbereitet, organisiert und gesteuert und keinesfalls spontan." 525 Beschuldigte wurden festgehalten, 26 von ihnen festgenommen.

Themen-Dossier: Bilder und Berichte von den Blockupy-Krawallen

Rund 150 Polizisten wurden verletzt, Das Blockupy-Bündnis sprach von mehr als 200 verletzten Demonstranten. Die meisten Verletzungen gingen auf Stürze, Steinwürfe und Reizgas zurück.

Die Frankfurter Feuerwehr musste 55 Mal ausrücken. Gelöscht werden mussten brennende Autos, Mülltonnen, Barrikaden und Autoreifen. Der Rettungsdienst zählte 280 weitere Einsätze.

Erhebliche Schäden waren außerdem an Haltestellen oder Straßenbahnen der VGF entstanden.

Fotos von den Auschreitungen

Bilderstrecke Blockupy-Proteste: Schwere Krawalle in Frankfurt
Begleitet von beispielloser Gewalt ist am Mittwoch in Frankfurt der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) offiziell eröffnet worden.Der Verkehr rund um das streng abgeriegelte Gelände kam zum Erliegen, viele Geschäfte waren geschlossen. Bürgerkriegsähnliche Szenen spielten sich in der Stadt ab.Während in der EZB bei einer Feier in kleinem Rahmen Reden gehalten wurden, standen sich am Polizeizaun um die beiden EZB-Türme starke Polizeikräfte und Demonstranten der kapitalismuskritischen Blockupy-Bewegung gegenüber.
Bilderstrecke Aufräumarbeiten am Tag danach: Die Spuren des Protests
Die Aufräumarbeiten in Frankfurt gehen weiter. An der Ostendstraße werden die letzten Scherben zusammengekehrt.Immer noch sind zahlreiche Polizisten in der Stadt unterwegs...... und vielerorts dabei die Sperrungen durch Stacheldraht aufzuheben.
Bilderstrecke Blockupy: Politiker-Stimmen zu den Ausschreitungen
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD): »Jeder hat das Recht, Institutionen wie die EZB zu kritisieren. Aber: pure Randale überschreitet alle Grenzen im politischen Meinungskampf.«CDU-Generalsekretär Peter Tauber: »Demonstrations- und Versammlungsfreiheit sind wichtige Grundrechte. Sie dürfen aber nicht von linken Chaoten für gewaltsame Proteste missbraucht werden.«Julia Klöckner, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende: »Blockupy-Leute sind nicht per se bessere Menschen.«
Bilderstrecke Blockupy-Demonstrationen: Es geht auch friedlich
Abseits der Krawalle zeigten tausende Demonstranten in der Frankfurter Innenstadt, wie man friedlich und fantasievoll seinen Protest bekunden kann.Zu der Kundgebung auf dem Römerberg kamen rund zehntausend Menschen.Auch die Ordnungshüter konnten eine Pause einlegen.
Bilderstrecke Tausende EZB-Gegner: Große Demo auf dem Römer
Tausende Menschen haben sich am Mittwochnachmittag in der Frankfurter Innenstadt zur Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung gegen die Europäische Zentralbank (EZB) versammelt.Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 8000, der Zulauf auf den Römerberg vor dem Rathaus der Stadt sei aber auch nach dem Beginn noch sehr stark, sagte eine Sprecherin.Eine italienische Gewerkschafterin forderte «ein Europa der Bürger und nicht der Banken», auf der Bühne wurde griechische Musik gespielt.

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