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Gastro-Kolumne: Bodenständige „Croneria“

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Inhaberin Maren Altpeter, Restaurantleiter Giacomo Ottomanelli (li.) und Küchenchef Hicham Dehmani (re.) lieben ihr Restaurant. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Inhaberin Maren Altpeter, Restaurantleiter Giacomo Ottomanelli (li.) und Küchenchef Hicham Dehmani (re.) lieben ihr Restaurant.

Das „Cron am Hafen“ , etabliertes italienisches Restaurant in der Speicherstraße, hat ein Schwesterchen bekommen. Bei dem Familienzuwachs handelt es sich um die „Croneria Europa“ , die wiederum aus der „Trattoria Europa“ hervorgegangen ist. Als Betreiberin der Lokale am Westhafen und im Holzhausenviertel fungiert Maren Altpeter. Obwohl sie beruflich zunächst andere Pläne hatte: „Eigentlich bin ich Kommunikationsberaterin“, erzählt sie. „Allerdings war ich viel im Veranstaltungsbereich tätig, wo ich häufig mit Dienstleistern zu tun hatte, unter denen es natürlich auch Köche gab.“ Als sie vor sechs Jahren aus privaten Gründen von Köln nach Frankfurt gezogen sei, habe sie die Gastronomie ganz gepackt.

Mit dem 2013 eröffneten „Cron am Hafen“ ist sie in die Branche eingestiegen. Dort hat sie sich allmählich ein gutes Team aufgebaut, so dass ihr mehr Freizeit zur Verfügung stand – die sie prompt in ein zweites Restaurant investierte.

Warum sie sich gerade für die frühere „Trattoria Europa“ entschieden hat? „Mein Mann Bernd und ich wohnen gleich um die Ecke, und wenn wir nicht im eigenen Lokal essen wollten, sind wir gerne zu Giacomo O ttomanelli gegangen.“ Der gebürtige Kalabrese ist der vorherige Pächter gewesen, hatte sich 2016 aber von seinem Kompagnon getrennt und wollte die Trattoria nicht alleine weiterführen.

Altpeter ist zwar in Ottomanellis Fußstapfen getreten, konnte ihn jedoch als Restaurantleiter für die „Croneria Europa“ gewinnen. Bevor das Lokal in der Eschersheimer Landstraße seine Wiedereröffnung feierte, bekam es aber nicht nur einen anderen Namen, sondern auch eine optische Rundumerneuerung. „In acht Wochen haben wir sieben Container mit Bauschutt und altem Kram gefüllt“, so die Betreiberin. Dabei standen an ihrer Seite die Innenausbauer von „Arthur Z“, die schon bekannte Restaurants wie das „Vai Vai“ im Westend und die „Backschaft“ in Offenbach mit realisiert haben.

In der „Croneria Europa“ hingegen erwartet die bunte Gästeschar ein Ambiente, dass ganz bewusst an die große Schwester erinnert. „Wir haben die Wände im selben Braunton streichen lassen. Parallelen finden sich außerdem beim Holz und beim Leder“, erzählt Altpeter.

Der Terrakottaboden ist allerdings geblieben, auch weil er einen gewissen Wiedererkennungswert hat – und zusätzlich etwas Patina in den Gastraum bringt.

Dort gibt es hauptsächlich Bekanntes und Beliebtes aus der italienischen Küche. Das Team am Herd erlaubt sich aber auch Streifzüge nach Nordafrika, was vor allem an Hicham Dehmani liegt, dem marokkanischen Chefkoch. „Er hat schon eine Zeit lang im ,Cron am Hafen‘ gearbeitet“, sagt Altpeter, „und ist der mediterranen Küche sehr zugetan.“ Das gilt für Pasta genauso wie für Pizza, die im Westhafen-Restaurant nicht auf der Speisekarte steht. Überhaupt kommt das Angebot der „Croneria Europa“, zu dem bald ein Sonntagsbrunch gehört, insgesamt bodenständiger daher.

Wie wäre es zum Auftakt mit einer Fischsuppe, die durch ihren kräftigen Geschmack überzeugt (12,50 Euro)? Der Fencheltartar auf fein geschnittenen Birnen präsentiert sich als harmonisches Zusammenspiel von würzigen und fruchtigen Aromen (12,50 Euro).

Auch etwaige Sonderwünsche sind für den Küchenchef übrigens kein Problem: Das zeigt beispielsweise der nicht als Vorspeise, sond ern als Hauptgericht bestellte Meeresfrüchtesalat (16,50 Euro) – an der Portionsgröße gibt es ebenso wenig zu meckern wie an den frischen Zutaten. Nur der Tintenfisch ist im Verhältnis zur Speise etwas knapp bemessen.

Dafür stimmt bei den Maccheroncini al Torchio (14,50 Euro) einfach alles: Die Nudeln haben Biss, das Kalbfleisch ist saftig, dazu bringen Rosinen und Pinienkerne eine dezente Süße ins Gericht.

Neben der italienischen Küche können sich die Gäste auch italienische Weine schmecken lassen. Die Karte listet große Namen wie Antinori aus der Toskana, Planeta aus Sizilien auf – und den Spreitzer aus dem Rheingau.

„Inzwischen haben wir einen beachtlichen Anteil an deutschen Weinen“, erklärt Maren Altpeter. Ihre Kollektion umfasst außerdem einige französisch e und spanische Gewächse. Sie alle sind in einem begehbaren Weinschrank untergebracht, der zugleich als Verkaufsraum dient. Schließlich lassen sich die Erzeugnisse der „Croneria Europa“ auch mit nach Hause nehmen.

Croneria Europa

Nordend, Eschersheimer Landstraße 142, Tel. (069) 55 21 78, www.croneria-europa.de, Mo/Di/Do/Fr 11.30–14.30 + 18.30–23, Sa 18.30–23, So 11.30–14.30 + 18.30–22 Uhr, Mi Ruhetag, Sitzplätze: 55 innen/14 außen, Küche: italienisch

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