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Grünanlage im Galluspark II: Bolzplatz verschwindet nur vorübergehend

Von Der Bolzplatz im Galluspark II ist weg – allerdings nur vorübergehend. Denn der Investor PDI legt in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt und dem Sportkreis Frankfurt zwischen der Kleyer- und der Weilburger Straße neue Spiel- und Grünflächen ein.
Vor dem Neubau an der Ecke Weilburger Straße / Schwalbacher Straße war der Bolzplatz zu finden. Nun wird die Grünanlage angelegt. Vor dem Neubau an der Ecke Weilburger Straße / Schwalbacher Straße war der Bolzplatz zu finden. Nun wird die Grünanlage angelegt.
Gallus. 

Eigentlich war der Abschied für die Kicker des Gallusprojektebüros des Sportkreises Frankfurt ein trauriger Moment. „Lieber Bolzplatz, wir werden dich vermissen“, hatten die Jungs in den Sand geschrieben. „Und nach dem Abriss des letzten Stückchens ist nun gar nichts mehr zu sehen“, erklärte auch die Leiterin Helga Roos mit Wehmut im Ortsbeirat 1 (Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gallus, Gutleut). Doch Rüdiger Cibis vom Grünflächenamt hat gute Nachrichten: Nur wenige Monate werden sich die Spieler aus dem Gallus und der Frankfurter Bolzplatzliga gedulden und andere Fußballplätze suchen müssen.

Immerhin zwei befestigte Spielfelder, ein Spielplatz und zwei Grünflächen werden im neuen Wohngebiet zwischen der Kleyer- und der Weilburger Straße entstehen. „Das sind immerhin 1040 von 4010 Quadratmetern“, stellt Cibis klar. Und auch die Natur gewinnt dabei, vor allem bei der Rasenfläche: „Denn wir pflanzen 40 neue Bäume. Wir verwenden Ahorne und Kirschbäume und tun damit auch etwas für die Begrünung im innenstadtnahen Raum“, unterstreicht er. Der Ortsbeirat 1 hat inzwischen in einem interfraktionellen Antrag beschlossen, dass die Grünfläche den Namen „Julius-Munk-Anlage“ erhält (siehe unten).

 

Schallschutz inbegriffen

 

Die Bauarbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. „Wir müssen da etwas flexibel bleiben und uns mit den Baumaßnahmen der benachbarten Häuser abstimmen“, erklärt Rüdiger Cibis. Die Plätze werden mit Drainage versehen, zur Schallabdämmung tiefer gelegt und mit einem vier Meter hohen Ballfangzaun abgeschirmt. Der große zur Weilburger Straße gelegene Bolzplatz wird 18 mal 30 Meter messen und als Fußballfeld mit allen vorgeschriebenen Linien markiert. Das kleinere, nach Norden orientierte Spielfeld wird weitgehend unmarkiert bleiben und somit auch für andere Ballsportarten offen bleiben. Der Spielplatz wird von der benachbarten Kita gestaltet.

Info: Julius Munk ist Namensgeber

Da die neue Grünanlage nahe der Bolz- und Spielplätze im Galluspark auf dem Gelände der ehemaligen Adlerwerke entsteht, ehrt der Ortsbeirat 1 mit der Benennung den Arzt Julius Munk für

clearing

Gallusprojektebüro-Leiterin Helga Roos und Ursula Brünner vom Stadtplanungsamt erinnerten in der Ortsbeiratssitzung an den langen Prozess, zusammen mit dem Investor einen Bolzplatz mit zwei Spielflächen einzurichten, die sich für den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil als sehr wichtig erweisen. „Im November 2011 haben Jugendliche aus dem Galluspark die Bedeutung der Bolzplätze für sie selbst vorgestellt und dargestellt, welche Befürchtungen es gab, falls nur noch ein Platz übrigbleiben sollte“, berichtete Roos. „Die Bedeutung der beiden Plätze war jedem im Ortsbeirat einsichtig, auch die Bewohner plädierten fast zu 100 Prozent dafür.“

 

Eine Alternative gefunden

 

Somit konnte die Stadt durchsetzen, dass die Investoren und Käufer der Wohnungen die Kenntnis der beiden Plätze vertraglich bestätigten. Vorerst müssen die Jugendlichen aber nach Alternativen für ihre Spiele und die Bolzplatzliga suchen. Vor allem der Schulsportplatz der Ackermannschule kommt dafür in Frage, wie Roos auf Anfrage dieser Zeitung erklärt. Doch es könnten sich auch andere Möglichkeiten finden. Die Botschaft der Kicker jedenfalls ist klar: „Bauarbeiter, beeilt euch!“

Doch der Sportkreis möchte noch einen Schritt weiter gehen und das gesetzlich für Kinder geregelte Recht zu spielen auf Jugendliche ausweiten: „Unser Wunsch ist, eine Initiative für die Übernahme dieses Gesetzes in Hessen zu starten.“ Der Ortsbeirat ist nun aufgerufen, Landtags-und Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen zu gewinnen, um diese Initiative zu starten.

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