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Mobilität: Book-N-Drive stellt das 1000. Fahrzeug vor

Von Wasserstoff im Auto als Alternative zum Akku? Das bauen die Koreaner längst in Serie. Das jüngste Auto von Book-N-Drive fährt mit Wasserstoff elektrisch. Gestern wurde das Fahrzeug in Betrieb genommen, als 1000. bislang.
Vor dem Wasserstoff-Hyundai (von liks): Björn Bender, Uwe Becker, Frank Junker, Norbert Breidenbach und Udo Mielke. Vor dem Wasserstoff-Hyundai (von liks): Björn Bender, Uwe Becker, Frank Junker, Norbert Breidenbach und Udo Mielke.
Frankfurt. 

Das Car-Sharing-Unternehmen Book-N-Drive, eine Tochter der Mainova AG und der ABG Frankfurt Holding, hat gestern ein ganz spezielles Auto in Betrieb genommen. Es ist etwas Besonderes, ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeug im Wert von 70 000 Euro. Die Schwachstelle ist, dass es lediglich drei Wasserstoff-Tankstellen in Frankfurt gibt.

Windkraft zu Wasserstoff

Wasserstoff ist sauber, lässt sich, wie Norbert Breidenbach, Mainova-Technikvorstand, erläuterte, mit überzähligem Windstrom erzeugen und könnte damit, wie Dezernent Uwe Becker (CDU) befand, eine Alternative zum Auto-Akku sein. Über eine Brennstoffzelle wird Strom erzeugt, der zum Teil in einen kleinen Akku gelangt, zum Teil direkt in den Antrieb des Hyundai ix35 Fuel Cell. Es ist das nunmehr 1000. Auto von Book-N-Drive.

Vor sieben Jahren, als der kommunale Versorger Mainova AG und der städtische Wohnungskonzern ABG je 33 Prozent von Book-N-Drive erwarben, gab es nur 270 Fahrzeuge im Bestand. Die Zahl der Kunden hat sich in dieser Zeit von 8300 auf 43 000 erhöht. „Jedes Car-Sharing-Auto spart zehn Privatautos ein“, rechnete Udo Mielke vor, Geschäftsführer von Book-N-Drive. Denn diese zehn Fahrer teilen – to share – sich ein Fahrzeug. Entsprechend weniger Parkraum wird benötigt. Das macht die Sache auch für Wohnungsunternehmen interessant.

„Beim Bau kostet ein Platz in der Tiefgarage 35 000 Euro“, sagte Frank Junker, Geschäftsführer der ABG. Die Stellplatzsatzung schreibe vor, dass für jede Wohnung ei solcher Platz nachgewiesen werden muss. Tatsächlich seien die Tiefgaragenplätze nur zu 60 bis 70 Prozent belegt – weil viele Mieter eben kein Auto mehr besäßen. Umgekehrt könne die ABG für jedes Car-Sharing-Fahrzeug vier Stellplätze einsparen. „Damit ist es ein Angebot, das sich rechnet“, sagte Junker.

Autos der Bahn nutzen

Book-N-Drive ist im gesamten Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Seit kurzem gibt es ein Abkommen mit der Bahn-Tochter Flinkster, so dass die Kunden die Autos beider Firmen nutzen können, sagte deren Prokurist Björn Bender.

Wasserstoff als Antrieb, das ist immer noch die Ausnahme. Sieben solcher Autos hat Book-N-Drive bislang im Fuhrpark. Mielke hofft, wie beim Elektroauto, auf die Unterstützung der Öffentlichen Hand, um die Tankmöglichkeiten zu verbessern. Immerhin: Tanken dauert beim Wasserstoff nur drei Minuten, und die Reichweite beträgt 500 bis 600 Kilometer.

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