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Ortsbeirat fordert Rampe: Bürgeramt ohne Barrieren

Von Der Zugang zum Nieder-Eschbacher Bürgeramt ist für ältere und gehbehinderte Menschen schier unmöglich. Vor und im Gebäude warten unüberwindbare Stufen. Deswegen setzt sich der Ortsbeirat 15 zum wiederholten Male für die Barrierefreiheit des Gebäudes ein.
Auch die Treppe im Gebäude sorgt für Ärger. Foto: Leonhard Hamerski Auch die Treppe im Gebäude sorgt für Ärger.
Nieder-Eschbach. 

Es sind eine kleine Stufe vor und fünf größere Stufen hinter der Tür, die das Bürgeramt in der Deuil-La-Barre-Straße zur Stolperfalle machen. Vor allem für ältere und gehbehinderte Menschen. Ohne fremde Hilfe ist es ihnen fast unmöglich das Gebäude zu erreichen.

„Die Gesellschaft altert, auch bei uns in Nieder-Eschbach. Deswegen ist es wichtig, dass hier endlich etwas passiert“, ist es für Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) „ein Unding“, dass die Stadt bislang noch nichts unternommen hat. Obwohl der Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) wie auch der VdK-Ortsverband sich bereits vor sechs Jahren für die Barrierefreiheit eingesetzt haben. „Wir haben 2009 einen Rundgang gemacht und im Herbst vergangenen Jahres. Um den Leuten zu zeigen, wo es im Stadtteil noch Schwierigkeiten gibt“, erklärt der Otto Pühl, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes.

Weil jedoch jedliche Maßnahmen bislang nicht von Erfolg gekrönt war, wagt der Ortsbeirat jetzt einen neuen Versuch. In der Sitzung am Freitagabend wurde ein Antrag der Grünen einstimmig verabschiedet. Der fordert eine Rampe, damit die kleine Stufe vor dem ehemaligen Rathaus keine Stolperfalle mehr ist. „So ist es zumindest möglich, dass die Klingel erreicht werden und jemand zu Hilfe geholt werden kann“, begründete Michael Paul, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Stark frequentiertes Amt

Dass mit einer Rampe vor der Tür nur der erste Teil des Problems behoben ist, weiß auch das Stadtteilgremium. „Es ist aber ein Anfang. Sicher muss über kurz oder lang überlegt werden, hinter der Tür ein Treppenlift installiert werden“, erklärt Ortsvorsteher Müller und betont, wie wichtig dass Bürgeramt für die Nieder-Eschbacher ist. „Hoch frequentiert“ sei das kleine Verwaltungsgebäude. Und das nicht nur von Menschen aus dem Stadtteil. „Es kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Bürger zu uns in Nieder-Eschbach“, weiß er.

Deswegen wäre es für Ernst Peter Müller auch eine Katastrophe, würde das Bürgeramt „irgendwann einmal“ geschlossen. Diese Befürchtungen gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Erst im Dezember war bekannt geworden, dass es beim Dezernat für Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT entsprechende Überlegungen gebe. Die stünden jedoch noch ganz am Anfang, sagte Dezernent Jan Schneider (CDU) damals.

Unabhängig von diesen Überlegungen äußerte sich das Sozialdezernat verhalten positiv, was die Installation einer Rampe betrifft. „Der Antrag des Ortsbeirates hat bereits unsere Aufsehen erregt, entsprechende finanzielle Mittel wären vorhanden. Wir bräuchten lediglich grünes Licht vom zuständigen Amt“, sagte Manuela Skotnik, Sprecherin von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU).

„Das klingt doch schon mal sehr positiv. Jetzt müssen wir abwarten, wie es weitergeht“, sagt Ortsvorsteher Müller und wirft direkt den nächsten Blick in die Zukunft. Denn die Toilettenanlagen im Bürgeramt, die seien freilich auch nicht barrierefrei. Allerdings wäre dafür eine größere bauliche Veränderung nötig.

Neue Toiletten

Deswegen hat Müller „eine ganz andere und vielleicht sogar bessere Idee“ parat. Die öffentlichen Toiletten an der U-Bahnhaltestelle seien nur 100 Meter entfernt und seit Jahren geschlossen. „Die müssen ohnehin dringend saniert werden. Da bietet es sich doch an, diese gleich barrierefrei zu gestalten. Der Weg vom Bürgeramt bis zur U-Bahnstation ist wirklich machbar. Auch für gehbehinderte Menschen“, denkt er, dass sich der Ortsbeirat auch dafür einsetzen wird.

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