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Baugebiet am Rebstock geplant: Busdepot weicht Wohnungen

Von In zentraler Lage am Rebstockpark plant die Stadt ein neues Baugebiet für rund 2000 Wohnungen und eine weiterführende Schule. Möglich wird das, weil das Busdepot der VGF und das Gelände des Polizeisportvereins verlagert werden.
Das Busdepot im Vordergrund wird verlagert, und auch auf den benachbarten Grundstücken im Hintergrund sollen Wohnungen entstehen. Foto: Leonhard Hamerski Das Busdepot im Vordergrund wird verlagert, und auch auf den benachbarten Grundstücken im Hintergrund sollen Wohnungen entstehen.
Frankfurt. 

Seit dem vergangenen Jahr wird darüber spekuliert, jetzt werden die Pläne konkret: An der Straße „Am Römerhof“ in der Nähe des Rebstockparks entsteht ein neues Wohngebiet für rund 5000 Einwohner. Die ersten könnten in etwa vier Jahren dort einziehen. Entwickelt wird das Areal von der städtischen ABG Holding, die einen Anteil von 40 Prozent Sozialwohnungen ankündigt. 15 Prozent der insgesamt rund 2000 Wohnungen sollen von Baugruppen und Genossenschaften realisiert werden.

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Möglich wird das, weil der sanierungsbedürftige Busbetriebshof der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) nach Rödelheim verlagert wird. Auf dem früher von der US-Army genutzten Gelände an der Gaugrafenstraße wird die ABG der VGF für einen zweistelligen Millionenbetrag ein neues Busdepot mit Werkstatt bauen. In drei Jahren werde der Umzug abgeschlossen sein, kündigte ABG-Chef Frank Junker bei der Vorstellung des Projekts an. 2020 könnten also auf dem Areal des alten Depots die Bagger rollen. 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die ABG investiert rund 200 Millionen Euro für 600 Wohnungen im ersten Bauabschnitt.

Kommentar: Verschwendung beenden

Vier Kilometer bis zur Innenstadt, der U-Bahn-Anschluss ist schon im Bau, in der Nachbarschaft liegt ein großer Park: Es gibt kaum ein Areal, das sich besser für neue Wohnungen eignet als Flächen

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„Urbanes Quartier“

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) plädiert allerdings für eine dichtere Bebauung mit bis zu sieben Stockwerken – dann seien noch mehr Wohnungen möglich. Er stellt sich ein „urbanes Quartier“ mit Blockrandbebauung und Innenhöfen vor. Details sollen sich aus einem städtebaulichen Wettbewerb ergeben, den die Stadt noch in diesem Jahr ausloben will. Dieser erstreckt sich auch auf das westlich anschließende Gebiet bis zum Gelände des Polizeisportvereins Grün-Weiß. Dessen Sportplatz soll ein Stück nach Norden verlagert werden. Ob der Schießstand bleiben kann, wird noch geprüft. Das Sportgelände haben die Planer als Standort für eine weiterführende Schule vorgesehen. Welche das sein könnte, ist noch offen. Klar ist nur: Bedarf gibt es wegen des rasanten Wachstums des Schülerzahlen. Attraktiv wäre der Standort auch für den Frankfurter Westen.

Schwieriger ist die Entwicklung der Grundstücke zwischen Busdepot und Sportplatz. Erhalten bleiben soll das erst 2009 errichtete Zentrum „Rund ums Auto“ mit der Kfz-Zulassungsstelle. Geplant ist aber, den großen Parkplatz deutlich zu verkleinern. Ein privates Busunternehmen, das in der Nachbarschaft Flächen gemietet hat, wird wohl weichen müssen. Bleiben können hingegen kleinere Betriebe wie ein Reifenhändler. „Die stören nicht“, meint Josef. Die Entwicklung sei vergleichsweise einfach, da die Grundstücke bereits der Stadt oder stadtnahen Stiftungen gehörten. In Privatbesitz ist nur das Gelände des TÜV Hessen, das zum Teil an einen Autohändler vermietet ist. Der TÜV wäre aber bereit, es bis auf eine kleine Service-Stelle zu räumen.

Feldbahnmuseum bleibt

Nicht bedroht ist das Feldbahnmuseum. Im Gegenteil: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sieht es als besondere Attraktion für das Wohngebiet. Ebenfalls nicht angetastet werden die benachbarten Kleingärten. „Städtebaulich ist das nicht nötig“, sagte Josef. Zum Thema Verkehrserschließung verwies er auf drei Buslinien sowie die künftige Endhaltestelle der U 5 im Europaviertel. Diese sei maximal 500 Meter von den neuen Wohnungen entfernt. Außerdem könne die Strecke oberirdisch ohne großen Aufwand verlängert werden. Konkret geplant sei das bisher aber nicht. Darüber hinaus schauen sich die Planer auch die andere Seite der Straße „Am Römerhof“ an, etwa die Autohändler gegenüber der Polizeisportanlage. Nicht verfügbar ist hingegen die Fläche des früheren Rangierbahnhofs südlich der Straße „Am Römerhof“. Sie ist heute ein Eidechsen-Biotop.

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