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Jan Schneider als Nachfolger vorgeschlagen: CDU-Vorsitzender Uwe Becker tritt zurück

Von Der Frankfurter CDU-Kreisvorsitzende Uwe Becker hat seinen Rückzug aus der Parteiführung verkündet. Als Nachfolger schlägt der 47-Jährige den Baudezernenten Jan Schneider vor. Der 36-Jährige soll bereits am 10. Juni bei einem Parteitag zum neuen Vorsitzenden gewählt werden und der Partei neuen Schwung geben.
Nach fünf Jahren tritt Uwe Becker vom Amt des Frankfurter CDU-Parteivorsitzenden zurück. Bürgermeister und Kämmerer bleibt er. Nach fünf Jahren tritt Uwe Becker vom Amt des Frankfurter CDU-Parteivorsitzenden zurück. Bürgermeister und Kämmerer bleibt er.
Frankfurt. 

Dem ersten Verzicht folgt der zweite: Vor drei Monaten hatte der CDU-Kreisvorsitzende Uwe Becker die Oberbürgermeisterkandidatur seiner Partei aufgegeben und Bernadette Weyland den Vortritt gelassen. Jetzt tritt Becker überraschend auch als Parteivorsitzender zurück. Das Amt werde er schon Ende des Monats zur Verfügung stellen, teilte er am Montag mit. Bei einem Parteitag am 10. Juni werde er den stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Baudezernenten Jan Schneider, als Nachfolger vorschlagen. Die Amtszeit Beckers, der seit 2012 an der CDU-Spitze steht, endet normalerweise erst im kommenden Frühjahr.

Jan Schneider hat sich als Bau- und Reformdezernent einen Namen gemacht. Er soll Beckers Nachfolger als CDU-Chef werden. Bild-Zoom Foto: Kammerer, Bernd (.)
Jan Schneider hat sich als Bau- und Reformdezernent einen Namen gemacht. Er soll Beckers Nachfolger als CDU-Chef werden.

Als Parteichef angeschlagen

Spätestens seit der Nominierung Bettina Wiesmanns als CDU-Bundestagskandidatin gegen die ausdrückliche Empfehlung Beckers galt der Parteivorsitzende als angeschlagen. Jetzt macht er den Weg frei für einen Neuanfang. „Um einen Wechsel an der Spitze unseres Kreisvorstandes nicht in die Zeit der Wahlkämpfe zu legen und die Chance zu nutzen, zusätzliche Energie frei werden zu lassen, halte ich es für sinnvoll, dass wir den Kreisparteitag am 10. Juni dazu nutzen, einen neuen Kreisvorsitzenden zu wählen“, begründete Becker gegenüber den Mitgliedern seine Entscheidung. Er werde sein Amt daher bereits zum 31. Mai zur Verfügung stellen. Dafür macht er auch persönliche Gründe geltend. Als Bürgermeister und Kämmerer dieser Stadt werde er aber „auch weiterhin den Bürgern dienen und sich für eine erfolgreiche Politik der CDU einsetzen“.

Thomas Remlein
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Es war immer Uwe Beckers großer Lebenstraum, Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Frankfurt zu werden. Er hat es bis zum Bürgermeister gebracht, das bedeutendste Amt der Stadt bleibt ihm indes für immer versagt.

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Der neue Kreisvorsitzende könne nach seiner Wahl „die Führung und Ausgestaltung der Wahlkämpfe übernehmen und die Ausrichtung unserer Partei glaubwürdig und engagiert für die kommenden Jahre bestreiten“, sagte Becker. „Mit ihm können wir Gas geben und vermeiden einen Führungswechsel in der Wahlkampfzeit.“ Die Wahl Schneiders könne der Partei in den anstehenden Wahlkämpfen (Bundestags- und Oberbürgermeisterwahl) zusätzlichen Schwung verleihen.

Jan Schneider besitzt laut Becker „die richtige Mischung aus Frische und Erfahrung, aus Kompetenz, Charakter und Charisma“. Er habe in den zurückliegenden Jahren unter Beweis gestellt, dass er führen und anpacken könne, „dass er sich menschlich integer für eine erfolgreiche Umsetzung politischer Ziele engagiert“. Als Gesicht der Frankfurter CDU könne Schneider glaubwürdig in den kommenden Jahren die Partei zu neuen Erfolgen führen, ist Becker überzeugt. Schneider ist einer der vier Stellvertreter Beckers.

Die CDU zusammenführen

Schneider ist studierter Jurist. Von 2010 bis 2012 war er persönlicher Referent des damaligen Innenministers Boris Rhein. Am 1. Februar 2012 rückte er für die langjährige Abgeordnete Gudrun Osterburg in den Hessischen Landtag nach. Nur gut eineinhalb Jahre später schied er aus dem Parlament aus, um am 1. November 2013 in Frankfurt hauptamtliches Magistratsmitglied zu werden. Derzeit ist er für Bauen und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT zuständig. Der katholische Christ ist verheiratet und hat drei Kinder. Zu seinen Plänen äußert er sich noch nicht – der designierte Parteichef will erst einmal das Votum der Delegierten abwarten.

Eine seiner Aufgaben wird es sein, die in zwei Flügel erstarrte Frankfurter CDU wieder zusammenzuführen. Es komme darauf an, gemeinsam erfolgreiche Parteiarbeit zu machen, sagte Schneider. Gleichwohl wolle er „ungern die nächsten Monate damit verbringen über den einen oder anderen Flügel zu diskutieren“. Die Ausgangslage für den Wechsel an der Parteispitze hält Schneider für „toll“. Die CDU habe jetzt in Folge drei Landtagswahlen hintereinander gewonnen.

Wird Schneider als CDU-Vorsitzender gewählt, vollzieht die Partei den Generationswechsel, den die Sozialdemokraten schon hinter sich haben. Der am vergangenen Wochenende im Amt bestätigte Frankfurter SPD-Chef Mike Josef ist 34 Jahre alt und damit zwei Jahre jünger als Schneider.

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