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Umfrage zum Christopher Street Day: CSD in Frankfurt: Schwul-lesbische Ampeln kommen gut an

Zum Christopher Street Day wurden zwanzig Ampeln in Frankfurt umgerüstet: Aus den Ampelmännchen wurden schwul-lesbische Paare. Bei vielen Frankfurtern kommt das ziemlich gut an.
Die schwul-lesbischen Ampelmännchen regeln bis nächste Woche den Verkehr in Frankfurt. Foto: Christian Christes Die schwul-lesbischen Ampelmännchen regeln bis nächste Woche den Verkehr in Frankfurt.
Frankfurt.  Die Ampelmännchen im schwul-lesbischen Look an der Konstablerwache erregen die Gemüter. Leserin Heidi Schröder schimpft: „Für so einen Schwachsinn wird Geld ausgegeben – für Kinderspielplätze und Radwege ist keines da.“ Eine spontane Umfrage in der Innenstadt brachte jedoch Zustimmung:

Maria Schmidt (58): „Ich habe das erst gar nicht richtig erkannt, dachte, es sind Eltern und Kinder oder so. Aber da sind ja auch Herzchen zu sehen. Naja. An sich stören mich schwule Ampelmännchen nicht. Das ist mir im Grunde egal. Schließlich ist es ja auch nur für den Christopher Street Day am Wochenende, danach werden die Ampeln wieder abgebaut.“

Bilderstrecke Zeichen für Toleranz: Frankfurts Ampeln sind jetzt schwul und lesbisch
Mit den "Vielfaltampeln" will die Stadt Frankfurt zum am Freitag beginnenden Christopher Street Day (CSD), dem traditionellen Fest der Homosexuellen-Bewegung, ein Zeichen für Toleranz setzen.Insgesamt wurden an 20 Lichtzeichen die Masken ausgetauscht. Eingesetzt wurden zehn weibliche und zehn männliche Paare.„Es ist ein Symbol“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), der den CSD vor Jahren selbst mitorganisiert hat.


Luca Weider (21) fürchtet: „Manche Leute denken noch immer engstirnig und stören sich an den Ampelfiguren. Ich finde es nur schade, wenn es deswegen Streit gibt und das Anliegen der Gleichberechtigung Homosexueller nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, weil alle sich über die Ampel aufregen. Mich jedenfalls stört es nicht.“

Benjamin Bär (27): „Ich finde die neuen Ampelmännchen witzig. Aber ich muss auch sagen, es ist gut, dass die neuen Ampelmännchen nur hier an der Konstablerwache leuchten. Wenn das jedoch in der ganzen Stadt so wäre, dann wäre ich dagegen. Der Sinn der Ampel ist nicht, Statements abzugeben, sondern den Verkehr zu ermöglichen.“

Franziska Liebl (20): „Mir gefallen die Figuren. Ich habe davon gelesen und sehe sie mir jetzt mal an. Ich muss sagen, ich finde diese Idee richtig gut. Es ist das richtige Zeichen dafür, dass wir die Homosexualität vorbehaltlos tolerieren. Liebe ist Liebe, wer kann da schon etwas dagegen haben. Und als Symbol auf Fußgängerampeln ist das Thema gut aufgehoben.“

(red)

Bilderstrecke Vorfreude auf den Christopher Street Day in Frankfurt
In fast jeder größeren Stadt wird ein Mal jährlich der Christopher Street Day (CSD) gefeiert, ein Fest- und Demonstrationstag von Homo- und Transsexuellen. Am 17. Juli steigt die Fete in Frankfurt. Der große Umzug findet am Samstag statt.Sehen Sie Bilder von den CSD der vergangenen Jahre aus Frankfurt, Berlin und Köln.

Eines von zehn männlichen Paaren. Die grünen sind gegenüber den roten in der Minderheit.
Christopher Street Day Frankfurt Frankfurt: Schwule und lesbische Ampelpärchen zum CSD

Die Stadt setzt ein Zeichen für Toleranz: Pünklich zum Christopher Street Day zeigen zwanzig Ampeln in Frankfurt schwule und lesbische Paare. Doch selbst im Jahr 2015 provoziert diese Aktion bei manchem Bürger noch Hass und Unverständnis.

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CSD Frankfurt 2015 Christopher Street Day in Frankfurt

Vom 17. bis zum 19. Juli wird Frankfurt bunt: Rund um den Christopher Street Day werden in der Stadt Konzert und Party veranstaltet. Höhepunkt ist die Parade der Lesben, Schwulen und Bisexuellen am 18. Juli 2015 durch die Frankfurter Innenstadt.

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