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Hilfe: Caritasverband und Pfarrei Sankt Katharina von Siena bauen Sozialberatung auf

Von Zuhören, zuwenden, Anteil nehmen und gemeinsam Lösungen finden – das ist das Ziel der Ehrenamtlichen Allgemeinen Sozialberatung des Caritasverbandes. Weil die Nachfrage nach diesem Angebot stetig steigt, wird es dieses künftig auch im Frankfurter Nordwesten geben – in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Sankt Katharina von Siena.
Offene Türen in der Ernst-Kahn-Straße 47 a: Ellen Aumüller (v. l.), Stefanie Seubert und Barbara Steffan an dem Ort, wo schon im Herbst die Sozialberatung angeboten wird. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Offene Türen in der Ernst-Kahn-Straße 47 a: Ellen Aumüller (v. l.), Stefanie Seubert und Barbara Steffan an dem Ort, wo schon im Herbst die Sozialberatung angeboten wird.
Nordweststadt. 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die sich zu einem großen Problem entwickeln. Wie das Ausfüllen eines 14-seitigen Formulares, auf dem es von Fachbegriffen und Behördendeutsch nur so wimmelt. „Bevor man daran verzweifelt, sollte man sich Hilfe holen. Ansonsten wird der Druck zu hoch. Genau an dieser Stelle wollen wir mit unserer Sozialberatung anknüpfen“, sagt Ellen Aumüller, die sich bereits seit vielen Jahren bei der Pfarrei Sankt Katharina von Siena ehrenamtlich engagiert.

In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Frankfurt möchte die Pfarrei dieses Angebot nun auch für den Frankfurter Nordwesten schaffen. In elf Stadtteilen gibt es diese „Ehrenamtliche Allgemeine Sozialberatung“ mittlerweile. 1996 machte Unterliederbach den Anfang. Die Berater dort sind offen für alle Anliegen von ratsuchenden Menschen in den Stadtteilen. Sie unterstützen aber nicht nur beim Ausfüllen von Formularen und Schreiben von Anträgen, sie hören zu und suchen gemeinsam nach Lösungen. „Wenn es dann doch einmal schwierig wird, dann helfen unsere Ehrenamtlichen, indem sie an Fachstellen weiter vermitteln“, erklärt Barbara Steffan vom Caritasverband, die die Beratung zusammen mit dem Sozialausschuss der Pfarrei organisiert.

„Wir können uns die Zeit nehmen, die es auf Ämtern oft nicht gibt“, sagt Stefanie Seubert, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Über die Quartiersmanagerin der Nordweststadt, Janina Korb, habe man erfahren, wie hoch der Bedarf für solch eine Sozialberatung im Nordwesten tatsächlich ist. Dort gebe es eine Sprechstunde, die sei jedoch „regelmäßig überlaufen“. Auch von der Kleiderkammer in St. Sebastian und der Tafel in St. Lioba – zwei von sieben Gemeinden, die am 1. Januar 2016 zur Groß-Pfarrei fusionierten, gebe es immer wieder Menschen, die solch ein Angebot wünschten.

Start im Herbst

„Dem kommt man gerne nach. Zumal man mit dem Ehrenamt nicht nur anderen Menschen hilft, sondern immer auch etwas für sein Leben mitnimmt“, sagt Ellen Aumüller. Solch engagierte Menschen wie sie sind allerdings noch das letzte Puzzelstückchen um die Sozialberatung zu realisieren. Schließlich soll sie bereits im Herbst an den Start gehen. „Wir brauchen Menschen, die als Berater arbeiten. Einmal in der Woche für zweieinhalb Stunden wollen wir für die Menschen da sein“, sagt Barbara Steffan und rechnet vor: Acht bis zehn Ehrenamtliche werden dafür gebraucht.

Kostenlose Schulung

Mitmachen könne jeder, der Interesse an Menschen hätte. Die Religion spiele dabei ebenso wenig eine Rolle wie die Nationalität. Im Gegenteil. „Fremdsprachen sind sogar gewünscht, es gibt in Frankfurt so viele Menschen mit Migrationshintergrund“, sagt Steffan. Mit einer kostenlosen Schulung des Caritasverbandes werden die Ehrenamtlichen auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Für Interessenten gibt es am Donnerstag, 14. Juni, um 18.30 Uhr im Gemeindehaus St. Sebastian, Ernst-Kahn-Straße 45, einen Informationsabend. Quasi um die Ecke, in den Räumen der Eltern- und Jugendberatung Nordweststadt, Ernst-Kahn-Straße 49 a, soll die Sozialberatung stattfinden. „Das ist ein Einstieg. Dort wollen wir nachhören, was die Menschen brauchen. Ein Ziel ist auf jeden Fall, auch am Ben-Gurion-Ring solch ein Angebot zu schaffen. Wir haben noch viele Ideen“, sagt Steffan.

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