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„Amt für Kommunikation und Stadtmarketing“ wird von OB-Vertrautem geleitet: Chefposten vergeben

Von In der Verwaltung der Stadt nimmt eine neue Superbehörde Form an. Gestern winkte der Magistrat eine Top-Personalie im neuen „Amt für Kommunikation und Stadtmarketing“ durch: Behördenleiter wird Tarkan Akman.
Tarkan Akman wird der neue Amtsleiter der Superbehörde. Foto: Bernd Kammerer (.) Tarkan Akman wird der neue Amtsleiter der Superbehörde.
Frankfurt. 

Der Leiter des neu geschaffenen „Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing“ wird Tarkan Akman, ein langjähriger Wegbegleiter des Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD). Letzterer war im Herbst schwer unter Beschuss geraten, weil ihm in der Umstrukturierung der Verwaltung Vorteilsnahme in eigener Sache vorgeworfen wurde. Die Rede von „Feldmanns Propagandaamt“ machte die Runde.

Die Wogen haben sich über die letzten Wochen etwas geglättet, seit Oktober führt Akman ohnehin bereits kommissarisch die Geschäfte in den Räumen des früheren „Presse- und Informationsamtes“. Hinter den Kulissen wurde an der Struktur des neuen Amtes gearbeitet.

Ein großes Amt

Das hat nun eine signifikante Größe: Direkt zugeordnet werden Akman die Bereiche Bürgerbüro, Presse- und Informationsamt und das Referat für Internationale Beziehungen, für das er vorher schon verantwortlich zeichnete. In diesen Bereichen arbeiten circa 100 Mitarbeiter. Allerdings sollen auch die städtischen Gesellschaften wie „Tourismus- und Congress GmbH“, Wirtschaftsförderung, Messe und die „FrankfurtRheinMain GmbH (FRM)“ in einer Art Holding mit dem neuen Amt zusammengefasst werden. Ziel dieses Amtes sei es in erster Linie, das „weit verstreute und wenig koordinierte Marketing für die Stadt Frankfurt besser zu koordinieren“, sagt der Oberbürgermeister auf Nachfrage.

Die einzelnen Einheiten, die von Geschäftsführern geleitet werden, bleiben erhalten. Allerdings sollen diese ihre einzelnen Aktivitäten zur Darstellung Frankfurts in aller Welt exakter aufeinander abstimmen.

Boris Tomic
Kommentar: Liebling Feldmanns hat sich durchgesetzt

Gewiss, nach der Entscheidung für Tarkan Akman als Amtsleiter bleibt der fade Beigeschmack, dass der Kandidat, den der Oberbürgermeister schon vor Monaten ins Spiel brachte, nun am Ende auch den Job erhält.

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Da Akman qua Amt gegenüber den Geschäftsführern nicht weisungsbefugt ist, wird wohl im Konfliktfall der Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Gesellschaften seinen Einfluss geltend machen – und der heißt in den meisten Fällen Peter Feldmann.

Sauberes Verfahren

Die Stelle für den neuen Amtsleiter wurde im Herbst des vergangenen Jahres in einer Wochenzeitung und in verschiedenen Internetportalen ausgeschrieben. Daraufhin gingen rund 50 Bewerbungen beim Personal- und Organisationsamt ein. 17 davon kamen von Frauen. Nach der Sichtung reduzierte sich der Bewerberkreis auf sieben ernstzunehmende Kandidaten, unter denen noch zwei Frauen waren.

Alle Bewerber mussten eine externe Hausarbeit mit gleicher Fragestellung erstellen und ihre Ergebnisse vor einer Auswahlkommission in einem Vortrag präsentieren. Abschließend folgte ein persönliches Bewerbungsgespräch.

Das Gremium hat sich nach diesen Runden eindeutig für Tarkan Akman als besten Bewerber ausgesprochen. Am 1. Februar wird er offiziell Amtsleiter – die Stellenübertragung erfolgt dann zum 1. Mai. Angeglichen an die Besoldungsstufe B 3 erhält Akman für seinen Job als angestellter Amtsleiter ein Gehalt von rund 95 000 brutto im Jahr.

Noch sitzt der neue Amtsleiter am Schreibtisch des alten Pressechefs Nikolaus Münster im „Presse- und Informationsamt“. Er soll aber zeitnah in das Rathaus wechseln.

Im früheren „Presse- und Informationsamt“, welches nun „Kommunikation und Stadtmarketing“ heißt, gibt es ebenfalls Neuerungen. Thomas Scheben leitet dort zurzeit die Pressestelle. Er wird demnächst ins Hauptamt wechseln und sich um den Bereich Stadtgeschichte kümmern. Seine Stelle als Abteilungsleiter Presse wird zeitnah neu ausgeschrieben.

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