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Cosday im Frankfurter Nordwestzentrum: Cosplay-Kostümschneiderin: "Ein bisschen nerdig sind wir schon"

Von Am Wochenende bringen tausende Cosplayer mit ihren Kostümen wieder Fantasie und Farbe ins Nordwestzentrum. Doch was steckt hinter der Faszination für die japanische Anime- und Manga-Kultur? Wir haben darüber mit Nathalie Quillmann gesprochen, die in ihrem Geschäft "MyCostumes" mit Sitz in Wiesbaden die Szene mit Kostümen und Accessoires versorgt.
Cosplayer sind oft Maskenbildner, Schneider und Handwerker in einer Person. (Symbolbild) Cosplayer sind oft Maskenbildner, Schneider und Handwerker in einer Person. (Symbolbild)
Wiesbaden. 

In ihrem Wiesbadener Online-Shop myCostumes bietet Nathalie Quillmann (32) seit acht Jahren alles an, was das Herz des Cosplayers begehrt: Von Perücken, Kostümen über Nähzubehör bis zum Manga-Magazin bleibt kein Wunsch offen. Nach dem Motto "alles aus einer Hand" hat die findige junge Frau ihrer Leidenschaft für das Nähen und Tragen der fantasievollen Kostüme im Stile japanischer Manga-Comiccharaktere zum Beruf gemacht.

So dürften zahlreiche Cosplayer, die sich am Wochenende im Frankfurter Nordwestzentrum ein Stelldichein geben, mit ihren Kreationen bekleidet sein. Michael Forst hat mit Nathalie Quillmann, die in der Anime- und Mangaszene unter dem Nicknamen "Makkuro" (aus der Kult-Serie "Sailor Moon") bekannt ist, über die Faszination Cosplay gesprochen.

Frau Quillmann, wie kamen sie auf Ihre Idee für ihren Manga-Kostümshop?

Bietet in ihrem Shop alles, was das Cosplayer-Herz begehrt: Nathalie Quillmann. Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
Bietet in ihrem Shop alles, was das Cosplayer-Herz begehrt: Nathalie Quillmann.
NATHALIE QUILLMANN: Da ich als Cosplayerin immer auf der Suche nach passenden Materialien für meine Kostüme war, verbrachte ich oft Stunden im Internet, Baumärkten oder reiste in entfernte Städte um Stoffe, Metallstangen oder die passende Perücke zu finden. Bis ich auf einer Japanreise in Tokio in einem Cosplay-Laden stand und mir dachte: Das ist ja der Wahnsinn! Hier kann man alles aus einer Hand kaufen. Bei uns muss man sich die Perücke über eBay bestellen, es gibt keine fertigen Kostümteile und es sehr schwer, an die Materialien heranzukommen.

Was sie auf die Idee brachte, so etwas auch in Deutschland anzubieten?

Quillmann: Genau. Wobei ich die Idee erstmal ein paar Jahre im Hinterkopf mit mir herumtrug. Nach meiner Buchhandels-Ausbildung und dreijähriger Berufspraxis habe ich dann 2009 als Nebengewerbe mit dem Online-Shop gestartet. Außerdem fuhr ich auf diverse Messen und Veranstaltungen, um dort meine Ware anzubieten. Das kam so gut an, dass aus meinem Shop schließlich ein full-time-Job wurde.

Info: Das ist Cosplay

Was verbirgt sich hinter dem japanischen Verkleidungstrend Cosplay?

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Und wie begann Ihre Faszination für die Manga-Kostüme?

Quillmann: Ich war ein großer Fan von der Anime-Serie "Sailor Moon" in den Neunziger Jahren. 1999 gab es dann mit der "AniMagic" in Koblenz die erste große Convention. Eine Freundin und ich mussten da unbedingt hin – natürlich mit Kostüm. So haben wir uns unsere ersten "Sailor-Moon"-Kostüme genäht. Die ganzen anderen Convention-Teilnehmern in ihren Kostümen zu treffen, hat uns unheimlich Spaß gemacht. Dann besuchten wir für immer mehr Veranstaltungen – und machten uns für jede ein neues Kostüm. So ist das ausgeartet [lacht].

Das heißt: Abwechslung ist Trumpf; Man lässt sich nie zweimal im selben Kostüm blicken?

Quillmann: Genau. Man verliebt sich ziemlich schnell in den Charakter und sein Outfit. Die eigentliche Leidenschaft ist eher das Anfertigen als das Tragen der Kostüme. Man verbringt alleine unheimlich viel Zeit damit, den richtigen Stoff oder die richtige Perückenfarbe zu finden. Dann muss das Kostüm genäht und gebastelt. Dass man sich eine Outfit fix und fertig kauft, ist in der Szene eher selten. Der typische Cosplayer ist Handwerker, Maskenbildner, Friseur und Schneider.

Klicken, um weiter zu lesen: Jedes Kostüm ein Unikat

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