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Cunitz wünscht sich einen Gesamtplan für die Stadt

Eine "integrierte Stadtentwicklungsplanung" hat Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) angekündigt. Darin sollen die Ideen zusammengefasst werden, die bisher isoliert in den Dezernaten bearbeitet wurden.
Olaf Cunitz Olaf Cunitz
Frankfurt. 

Über seinen Vorgänger Edwin Schwarz (CDU) hat sich Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) bisher nie direkt geäußert. So hält er es auch an diesem Abend bei seinem Vortrag beim "City-Forum pro Frankfurt". Indirekt erwähnt er Schwarz aber doch. "In den vergangenen Jahren gab es eher eine projektbezogene Stadtentwicklung", sagt er. "Es fehlte die konzeptionelle Arbeit." Und er verriet auch, dass ihm sein Vorvorgänger Martin Wentz (SPD) geraten habe, sich zehn Prozent der Arbeitszeit genau dafür freizuhalten.

Eines hat Cunitz in den sechs Monaten, in denen er jetzt im Amt ist, bereits festgestellt: "In der Stadtverwaltung stehen die einzelnen Planungen zu sehr nebeneinander." Verkehr, Grünflächen, Wohngebiete, Gewerbe: "Wir müssen diese Planungen zusammenwerfen." Ein "integriertes Flächenmanagement" schwebt Cunitz dabei vor. Er will über dieses Konzept auch öffentlich diskutieren, um die Akzeptanz bei den Bürgern zu erreichen.

Seit kurzem ist der Planungsdezernent auch für das Liegenschaftsamt zuständig, und auch dafür hat er Vorstellungen. Die Stadt solle möglichst viele Flächen im Eigentum behalten, um damit Stadtentwicklung zu betreiben. "Eher kaufen als verkaufen", lautet sein Motto. Cunitz denkt aber auch über die Stadtgrenzen hinaus – schließlich ist in Frankfurt für zusätzliche Wohnungen und Gewerbegebiete nur noch eingeschränkt Platz. "Früher oder später stoßen wir an unsere Grenzen." Doch das Thema Eingemeindungen sei abgehakt, der Bürgermeister will vielmehr eine stärkere regionale Zusammenarbeit erreichen, zum Beispiel über interkommunale Gewerbegebiete, bei denen sich die Nachbarn die Steuereinnahmen teilen. "Wir müssen die Lokal-Egoismen über Bord werfen." Er fing selbst damit an: Es sei ihm lieber, die Börse gehe nach Eschborn als in eine völlig andere Region. mu

(Günter Murr)
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