Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Bornheim: Das Fünffingerplätzchen verschönern

Die SPD im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) fordert, dass das Fünffingerplätzchen in Bornheim schöner werden muss. Um jenes Ziel zu erreichen, kann sich die Fraktion auch mit einem verkehrsberuhigten Bereich rund um den Platz anfreunden.
Über den Zustand des Fünffingerplätzchens in Bornheim wird schon länger diskutiert. Die SPD wünscht sich nun eine Aufwertung. Foto: Holger Menzel Über den Zustand des Fünffingerplätzchens in Bornheim wird schon länger diskutiert. Die SPD wünscht sich nun eine Aufwertung.
Bornheim. 

Das Erscheinungsbild des Fünffingerplätzchens bleibt ein Dauerbrenner in Bornheim. Schon lange klagen Anwohner und Passanten über den oft vermüllten Platz, seine ungemütlichen Bänke und die trinkfeste Klientel, die sich darauf niederlässt. Nun versuchen die Sozialdemokraten im Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) zu bewirken, dass der Platz an der Berger Straße neu und schöner als bislang gestaltet wird.

Aus Sicht der SPD ist der Zustand des Platzes vor allem dem Mangel an Mülleimern geschuldet. „Das Fünffingerplätzchen ist zeitweise sehr schmutzig. Weggeworfenes Papier und leere Flaschen liegen überall herum. Außerdem ist der Boden, vor allem in den Zwischenräumen der Pflastersteine mit Zigarettenresten übersät“, sagt Darius Shafiei, Antragssteller und Fraktionsvorsitzender der SPD.

Kaum zu entdecken

Shafiei hat nicht den Eindruck, dass das Fünffingerplätzchen vermüllt ist, weil Passanten dort rücksichtslos ihren Abfall hinterlassen. Er weist darauf hin, dass die zur Heidestraße und Berger Straße hin angebrachten Mülleimer häufig überfüllt seien. Der an Ringelstraße vorhandene Mülleimer werde kaum benutzt, da er von den Bänken aus nicht zu sehen sei. Wie Shafiei berichtet, stünden zwei weitere Mülleimer zudem nicht direkt neben den Bänken und seien daher ebenfalls nur schwer zu entdecken.

Er schlägt daher vor, die vorhandenen und zudem drei neue Mülleimer unmittelbar an den Bänken oder an den dahinterstehenden Bäumen anzubringen. Auch fordert er spezielle Abfallbehälter für die Entsorgung von Zigarettenkippen. Dem Reinigungsdienst gelinge es nicht, die sich in den Zwischenräume des Kopfsteinpflasters befindlichen Kippen restlos zu entfernen.

Shafiei wünscht von den Behörden zudem, alsbald die Bänke auf dem Fünffingerplätzchen auszutauschen. „Deren halbrunde Form sorgt dafür, dass ältere Menschen nicht darauf Platz nehmen. Die vorhandenen Bänke sind ihnen zu unbequem und stellen bei Festen Hindernisse dar. Neben geraden Bänken lassen sich bei Festen auch Tische aufstellen.“

Paletten aufwerten

Der SPD-Fraktionsvorsitzende verweist zudem darauf, dass sich nur selten junge Familien auf dem Platz blicken ließen. Dies liegt seiner Meinung nach auch an Obdachlosen und Trinkern, die den Platz prägten. Wie er berichtet, schlafe jene Klientel auf den Paletten, die von der Image-Kampagne „Lust auf Leben“ für Veranstaltungen auf dem Fünffingerplätzchen aufgebaut wurden. „Wenn sie nicht ganz entfernt werden, sollte man zumindest darüber nachdenken, die Paletten optisch aufzuwerten oder auszutauschen“, sagt Shafiei.

Aus seiner Sicht kommt die Stadt aber nicht drum herum, den Platz auch langfristig zu verschönern. Der Stadtteilpolitiker schlägt in seinem Antrag, der heute im Ortsbeirat beraten wird, weitere Bänke, Bäume und zusätzliches Grün vor, um dem Fünffingerplätzchen ein gepflegteres Antlitz zu verleihen.

Doch braucht es den Platz überhaupt? Verfügt der Stadtteil nicht jetzt schon über ausreichend Festplätze, unter anderem den nur wenige Minuten entfernten Platz am Uhrtürmchen? Shafiei findet, dass das Fünffingerplätzchen durchaus eine Daseinsberechtigung hat: „Während Feiern wie dem Weinfest und der Bernemer Kerb besteht dort die Möglichkeit, die anliegenden Straßenzüge zu nutzen. Der Platz bietet sich außerdem aufgrund seiner Nähe zu den Bars und Kneipen auf der Berger Straße an.“

Noch mehr Optionen für eine Neugestaltung des Fünffingerplätzchens könnten sich bieten, wenn die Stadt Teile der angrenzenden Straßen als verkehrsberuhigten Bereich ausweist. Shafiei schlägt dies in seinem Antrag zwar nicht vor, kann sich mit der Idee aber durchaus anfreunden: „Es wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert. Da dies aber mehrere Jahre dauern kann, muss die Stadt bereits jetzt Maßnahmen ergreifen.“

Der Ortsbeirat 4 tagt

Die Sitzung beginnt am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr im Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse