Das Mainfeld hat eine Zukunft

Die Abriss-Pläne des Mainfelds scheinen endgültig vom Tisch. Stattdessen soll die Hochhaussiedlung für rund 110 Millionen Euro saniert werden. ABG-Chef Frank Junker versprach den Mietern, sie in den Umgestaltungsprozess einzubeziehen.
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Niederrad. 

Auftritte in Niederrad sind für den aus Bonames stammenden OB Peter Feldmann (SPD) ein Heimspiel: Denn egal ob Fluglärm oder erschwinglicher Wohnraum für die Massen – seine zwei zentralen Wahlkampfthemen führen den OB auch weiterhin in regelmäßigen Abständen in den Frankfurter Süden. Diesmal ging es um die Zukunft des Mainfelds.

Rund 170 Bewohner der Hochhaussiedlung fanden den Weg ins Niederräder Haus der Kulturen, um von Peter Feldmann und ABG-Chef Frank Junker Details zum Ausgang der jahrelangen Debatte um die Zukunft des Wohnquartiers zu erfahren. "In dieser Siedlung wird nicht abgerissen. Das ist Ihr Verdienst", betonte Feldmann, nachdem er sich die Zeit nahm, jeden Anwesenden persönlich per Handschlag zu begrüßen.

Keiner muss ausziehen

Den 2000 Bewohnern des Mainfelds, die sich auf 855 Wohnungen verteilen, versprach der OB: "Wir werden nicht zulassen, dass Mieter vertrieben werden." Frank Junker betonte, die 2008 angestoßene Debatte um die Zukunft der Siedlung sei stets ergebnisoffen gewesen. Die Entscheidung, auf einen Abriss zu verzichten, sei nicht nur kostengünstiger, sondern erspare den Mietern zudem viel Stress und Unsicherheit. Bereits im kommenden Jahr soll die Sanierung beginnen. Junker geht davon aus, dass die ABG maximal 110 Millionen für die energetische und optische Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Siedlung investieren werde. Durch neue Fassadendämmung und neue Fenster sowie eine punktuelle Sanierung der Leitungen sei es möglich, die Siedlung fit für die nächsten 50 Jahre zu machen, ohne dass dabei Bewohner vertrieben werden. Durch die Sanierung steigende Mietpreise sollen durch die energetische Optimierung aufgefangen werden. Frank Junker gelobte zudem, dass kleinere Wohnungen "nur bei Gelegenheit von Leerständen" in größere Wohneinheiten umgewandelt würden.

Diese Aussage ist vor allem für jene Bewohner des Mainfelds relevant, deren Miete vom Staat bezahlt wird. Denn für Wohnungen, die über mehr als 45 Quadratmeter Wohnfläche verfügen, zahlt das Amt keinen Zuschuss. "Wir wollen hier nicht so tief in die Substanz eingreifen, wie in der Heinrich-Lübke-Siedlung", gelobte Junker. Der ABG-Chef ermunterte die Bewohner des Mainfelds, sich am Sanierungsprozess zu beteiligen. Denkbar sei es etwa, den Treppenhäusern der sechs Wohntürme gemeinsam mit den Bewohnern einen neuen Anstrich zu verpassen.

Altenheim: Zukunft unklar

Den von vielen Bewohnern geforderten Erhalt der zum Mainfeld gehörenden Seniorenwohnanlage hielt der ABG-Chef nicht für ausgeschlossen, insofern "man eine vernünftige Ertüchtigung hinbekommt". Jedoch sei nicht die ABG, sondern das städtische Planungsdezernat für die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts zuständig, betonte Junker und verwies auf Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne). Dessen Sprecher Mark Gellert sagte auf Nachfrage der FNP, dass noch keine Entscheidung über die Zukunft der Seniorenwohnanlage gefallen sei, Olaf Cunitz jedoch am kommenden Montag im Planungsausschuss einen Zwischenbericht zur laufenden Planung abliefern werde.

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Die Abriss-Pläne des Mainfelds scheinen endgültig vom Tisch. Stattdessen soll die Hochhaussiedlung für rund 110 Millionen Euro saniert werden. ABG-Chef Frank Junker versprach den Mietern, sie in den Umgestaltungsprozess einzubeziehen.
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01.12.2012
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