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Im Dienste der Familie: Das Monikahaus feiert gleich sieben Jubiläen gleichzeitig

Von „Hilfe für Familien unter einem Dach“ – unter diesem Leitgedanken bietet das Familienzentrum Monikahaus vielfältige und miteinander vernetzte Unterstützung für Eltern und Kinder an. Vor 50 Jahren startete die Arbeit mit ersten Heimgruppen, heute ermöglichen zahlreiche Angebote individuelle Begleitung – von der Schwangerenberatung bis zum Deutschkurs.
Margit Grohmann, Geschäftsführerin des Familienzentrums Monikahaus, liegt das Wohl von Kindern und ihren Eltern am Herzen. Foto: Rainer Rueffer Margit Grohmann, Geschäftsführerin des Familienzentrums Monikahaus, liegt das Wohl von Kindern und ihren Eltern am Herzen.
Gallus. 

Im Foyer des Familienzentrums Monikahaus lachen kleine Kinder, spielen und erkunden ihre Umgebung. Mittendrin steht Margit Grohmann. Sie ist Geschäftsführerin der Einrichtung in der Kriegkstraße 32–34, deren Träger der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist. Vor 34 Jahren startete Grohmann mit ihrer Arbeit im Monikahaus. Sie weiß, wie viel sich verändert hat, auch seit den Anfängen der Einrichtung im Jahr 1966. „Als ich 1983 hier mit meiner Arbeit begann, gab es das Kinderheim und die Schwangerschaftsberatungsstelle“, sagt sie.

Weitere Angebote folgten. Diese Entwicklungen hin zu einem Familienzentrum sind jetzt Anlass zum Feiern. Am kommenden Montag steht ein besonderer Festakt für geladene Gäste an – nicht ein Jubiläum wird begangen, sondern gleich sieben an der Zahl. Und zwar gleichzeitig.

Vor 50 Jahren wurden die ersten Heimgruppen im Monikahaus eröffnet, vor 25 Jahren die ersten Tagesgruppen. Die Monikahausschule, die Kinderkrippe, die ambulanten Hilfen und die „Aktion Moses“ gibt es seit 15 Jahren und das MoniKaffee startete vor genau 10 Jahren. „Diese sieben Jubiläen zeigen die Entwicklung, die das Monikahaus seit seiner Eröffnung gemacht hat“, sagt Grohmann. Der leitende Gedanke, der Arbeit sei „Hilfe für Familien unter einem Dach“ anzubieten.

Sichere Bindung des Kindes

„Unser Ziel ist es, Familien schon früh zu erreichen“, betont Grohmann. Ganz wichtig sei die sichere Bindung des Kindes zu seinen Eltern, deren Grundlage in den ersten drei Lebensjahren gelegt werde. „Wie können wir Eltern möglichst früh erreichen, um die Entwicklung einer sicheren Bindung zu unterstützen? Hiervon ausgehend werden bedarfsorientierte Angebote entwickelt“, erklärt die Geschäftsführerin. „Wir möchten Möglichkeiten aufzeigen und eine Anlaufstelle für Beratung sein.“

Ganz wichtig in diesem Prozess sind unter anderem die entwicklungspsychologische Frühberatung und die Angebote der ambulanten Hilfen. Bei letzterer legt die Einrichtung vier Schwerpunkte: Es gibt die sozialpädagogische Familienhilfe, die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, die sozialpädagogischen Lernhilfen und die Erziehungsbeistandschaft.

„Auch die Heimerziehung hat sich in der Vergangenheit geändert“, sagt sie weiter. Heute werde sehr viel wert auf Elternarbeit gelegt. Aktuell gibt es drei Heimgruppen mit 27 Plätzen für Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren. „Ich selbst habe jahrelang Elternberatung gemacht und weiß, fast alle wollten es in der Erziehung besser machen als ihre Eltern.“ Es gehe darum, die Eltern mit ihren Sorgen und Problemen ernstzunehmen und diese nicht zu verurteilen. Die Heimerziehung habe heute grundsätzlich die Rückführung des Kindes zum Ziel.

„Wir waren vor 15 Jahren die erste katholische Kinderkrippe in Frankfurt“, schildert Grohmann. Davor habe es nur städtische Kinderkrippen gegeben. Mittlerweile bietet das Haus 80 Krippenplätze sowie zusätzlich 40 Kindergartenplätze an. Als eine große Herausforderung für die Zukunft sieht Grohmann den Fachkräftemangel an, besonders auch im Bereich der Heimerziehung.

Wegbegleiter auf Zeit

„Aus der ,Aktion Moses’, die vor 15 Jahren als hessisches Modellprojekt und als Gegenmodell zu den Babyklappen startete, ist mittlerweile die vertrauliche Geburt geworden“, sagt sie. Zwar gebe es immer noch Frauen, die ihr Kind anonym zur Welt bringen möchten. Doch das komme mittlerweile nur noch ganz selten vor.

„Mit dem MoniKaffee haben wir einen Treffpunkt geschaffen, durch den wir uns noch stärker zum Stadtteil hin öffnen“, beschreibt sie die Idee. Es würden niedrigschwellige Angebote gemacht wie Deutschkurse und Eltern-Kind-Gruppen. „Die Deutschkurse boomen“, sagt sie. „Wir sind ein Wegbegleiter auf Zeit“, beschreibt Grohmann die Arbeit des Teams im Familienzentrum Monikahaus. Auch in Zukunft möchten sie weiter bedarfsorientierte Angebote für Eltern und Kinder entwickeln.

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