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Das Nachtflugverbot konsequent durchsetzen

Seit der Gegenanflug des Rhein-Main-Flughafens nach Norden verschoben wurde, beklagen sich viele Anwohner am Frankfurter Berg, in Berkersheim und Harheim über massive Störungen durch bis dahin nicht gekannten Fluglärm. Unser Mitarbeiter Mirco Overländer fragte Robert Lange, umweltpolitischer Sprecher der CDU und Vorsteher des Ortsbeirats 10, wie er die aktuelle Situation bewertet.

Seit der Gegenanflug des Rhein-Main-Flughafens nach Norden verschoben wurde, beklagen sich viele Anwohner am Frankfurter Berg, in Berkersheim und Harheim über massive Störungen durch bis dahin nicht gekannten Fluglärm. Unser Mitarbeiter Mirco Overländer fragte Robert Lange, umweltpolitischer Sprecher der CDU und Vorsteher des Ortsbeirats 10, wie er die aktuelle Situation bewertet.

Herr Lange, überrascht Sie die dauerhafte Veränderung der Flugrouten Richtung Norden?

ROBERT LANGE: Die neue, von der Deutschen Flugsicherung eingerichtete Route des Gegenanflugs ist ein Vorgriff auf die neue Landebahn, die am 21. Oktober in Betrieb geht. Die Lage der Route ist schon seit rund zehn Jahren bekannt.

Welchen Vorteil hat die Verlegung des Gegenanflugs Ihrer Ansicht nach für ganz Frankfurt?

LANGE: Während einige Stadtteile im Frankfurter Norden, etwa der Frankfurter Berg, jetzt regelmäßig überflogen werden, sind unter anderem Eckenheim und Preungesheim weniger belastet. Durch den Flughafenausbau werden zahlreiche neue Arbeitsplätze in und um Frankfurt geschaffen. Trotzdem ist eine möglichst geringe Belastung der Bevölkerung für die Akzeptanz des Flughafens notwendig.

Haben Sie Verständnis für die Beschwerden der Anwohner Ihres Ortsbezirks?

LANGE: Die Flugzeuge überfliegen den Frankfurter Norden meist in einer Höhe von zwei bis drei Kilometern. Trotzdem verstehe ich, dass die Bewohner dieses Gebietes sich nun in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen und Verbesserungen erwarten.

Wie wollen Sie gegen eine weiter steigende Lärmbelästigung vorgehen?

LANGE: Der Ausbau des Frankfurter Flughafens ist für die wirtschaftliche Stärke des Rhein-Main-Gebiets unverzichtbar. Ich unterstütze das von der Frankfurter CDU geforderte Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr sowie das aus sieben Maßnahmen bestehende Paket für den aktiven Schallschutz, dessen Durchführbarkeit derzeit erprobt wird.

Das eben angesprochene Maßnahmenpaket wird von vielen Bürgern als Tropfen auf den heißen Stein angesehen. Gibt es weitere mögliche Lärmschutzmaßnahmen?

LANGE: Mein Ziel ist, dass möglichst wenig bewohnte Gebiete überflogen werden. Ich sehe die Verringerung von Fluglärm als Daueraufgabe und erwarte daher von Fraport, der Deutschen Flugsicherung und den Fluglinien weitere Anstrengungen.

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