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Das Vernichtungslager Sobibór

Das Lager Sobibór errichteten die Nationalsozialisten 1942 in Ostpolen nahe dem heutigen Dreiländereck Ukraine-Weißrussland-Polen. Mitten im Wald nutzten sie es als reines Vernichtungslager. Es entstand im Zusammenhang mit der „Aktion Reinhardt“, mit der die Nazis 1,7 Millionen polnische und ukrainische Juden ermordeten.

In Sobibór wurden aber auch Opfer etwa aus den Niederlanden oder Frankreich umgebracht. Etwa 250 000 Juden sind wohl in Sobibór mit Motorenabgasen getötet worden. Eine genaue Zahl werde man aber nie ermitteln können, sagt Archäologe Yoram Haimi, der dort Ausgrabungen leitet.

Ermordet haben die Nazis ihre Opfer im „Camp 3“. Zuvor hätten sie sich entkleiden müssen. Die Mörder haben sie geschoren und dann über die von den Nazis so benannte „Himmelsfahrtstraße“ zu ihrer Ermordung getrieben. In mehreren Massengräbern begruben oder verbrannten sie die Leichen. Nur 53 Opfer haben Sobibór überlebt. msr

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