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Nordend-Vorsteherinzum über das neue Jahr: „Das finde ich sehr positiv“

Von Das geplante Innovationsquartier, die Sanierung des Holzhausenparks und die Freitagsparty nach dem Friedberger Markt sind die großen Themen, die den Ortsbeirat 3 (Nordend) im kommenden Jahr beschäftigen. Das sagt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne).
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Nordend. 

Der Wechsel im Planungsdezernat hat für den Stadtteil einen positiven Effekt. Zumindest beurteilt Karin Guder, Ortsvorsteherin im Nordend, die Situation mit Blick auf das geplante Innovationsquartier entlang der Friedberger Landstraße so.

Diese Einschätzung ist erstaunlich, gehört der frühere Planungsdezernent Olaf Cunitz doch ebenso wie sie selbst den Grünen an, während der neue, Mike Josef, zur SPD gehört. „Die Maximalbebauung, wie sie Cunitz wollte, hat keine Mehrheit mehr gefunden. Das finde ich sehr positiv“, sagt Guder. Und sie betont, dass es das Verdienst des Ortsbeirats 3 und engagierter Bürger gewesen sei, dass ein Sinneswandel eingesetzt habe.

Gute Luft erhalten

Der Ortsbeirat verweigere sich nicht jeglicher Bebauung. „Wir setzen uns aber dafür ein, dass klimatische Erfordernisse berücksichtigt werden und möglichst viel Grün erhalten bleibt“, sagt die Ortsvorsteherin. Das werde man auch bei der für Februar terminierten Bürgerversammlung zum Innovationsquartier nochmals deutlich zum Ausdruck bringen. Dass das Planungsdezernat unter der Federführung von Mike Josef dem Thema eine separate Veranstaltung widmet, bezeichnet Guder als sehr positiv. Wie mehrfach berichtet, würden für den Bau des Innovationsviertels entlang der Friedberger Landstraße viele Freizeitgärten zum Opfer fallen. Rund 2000 Wohnungen sollen in dem Stadtquartier entstehen.

Große Bedenken äußern Kritiker allerdings, weil die unbebaute Fläche als Schneise für kühle Luft vom Taunus in die Innenstadt dient. Guder will deshalb möglichst viel Grün erhalten und plädiert deshalb dafür, vor allem die versiegelten Flächen in der Münzenberger Straße sowie die Areale der Gebrauchtwagenhändler zu bebauen.

Als Erfolg des Ortsbeirates und der vielen Unterstützer wertet sie es, dass laut Josef der Abenteuerspielplatz Günthersburg an seinem bisherigen Standort erhalten bleibt. Das Spielgelände hätte für den Bau der neuen Siedlung weichen sollen. Daraufhin hatte es aber einen Sturm der Entrüstung und eine Unterschriftenaktion gegeben.

Einige offene Fragen gibt es auch noch bei der anstehenden Sanierung des Holzhausenparks. Umstritten seien die Sitzkiesel, die als Ersatz für die Baumstämme auf der Liegewiese im Park platziert werden sollen. Die als Sitzgelegenheiten gedachten Baumstämme sowie das als Wegbegrenzung in der gesamten Grünanlage vorhandene Totholz müsste weichen. Der Grund: Es fördert die Ausbreitung von Pilzen, die ihrerseits Baumwurzeln und damit die Standfestigkeit der Pflanzen im Park gefährdeten. Uneinig ist sich der Ortsbeirat laut Guder außerdem darin, ob zum Schutz der Vegetation einzelne Flächen für längere Zeit eingezäunt werden sollen. Dass der stark frequentierte Park saniert werden müsse, darin sei sich der Ortsbeirat aber einig.

Einigkeit im Gremium

An einem Strang zieht das Gremium auch beim Thema Friedberger Platz und der Freitagsparty im Anschluss an den Wochenmarkt. Beschwerden über Wildpinkeler sowie Lärmbelästigung seien in diesem Jahr die Ausnahme gewesen. Zusätzliche Toiletten und Urinale hätten ebenso Wirkung gezeigt, wie die Aufforderung, um 22 Uhr den Platz langsam zu räumen. Beim Thema Außengastronomie gibt es laut Guder aber noch Handlungsbedarf – vor allem weil sich die Betreiber des Harveys nicht an die Absprache hielten und auch nach 22 Uhr im Sommergarten ausschenkten. Daran müsse gearbeitet werden. Als kontraproduktiv bezeichnet die Ortsvorsteherin, dass in der Bornheimer Landstraße, gleich vis-à-vis des Platzes, eine neue Schankkneipe eröffne. Obwohl die Züge nach dem barrierefreien Umbau der Haltestellen der Linie U 5 in der Eckenheimer Landstraße wieder planmäßig fahren, beschäftigt sich der Ortsbeirat weiterhin mit dem Thema. „Es müssen noch kleinere Arbeiten ausgeführt werden. Wir haben am 18. Januar eine Begehung und werden die Details absprechen“, sagt Guder. Grundsätzlich sei sie mit dem Ergebnis der Arbeit zufrieden, auch wenn man erleben durfte wie die Kosten und der Terminplan aus dem Ruder gelaufen seien.

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