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Gewerbe- und Umweltvereinen "Ich bin dabei: Plastikfrei!": Das hat es mit den "Gratis"-Stofftaschen auf der Berger Straße aufsich

Auf der Berger Straße soll es weniger Plastiktüten geben. Mehrere Händler betreuen Stationen, in denen Kunden Stofftaschen finden, die zirkulieren sollen. Öffentliche Filmvorführungen über den weltweiten Plastikverbrauch sollen die Aktion noch bekannter machen.
Marlene Haas, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt,   und Heinz Eisenbletter, Inhaber der Buchhandlung Naumann und Eisenbletter, präsentieren eine der Stofftaschenstationen auf der Berger Straße. 5000 Stück sollen unter den Kunden zirkulieren. Foto: Holger Menzel Marlene Haas, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt, und Heinz Eisenbletter, Inhaber der Buchhandlung Naumann und Eisenbletter, präsentieren eine der Stofftaschenstationen auf der Berger Straße. 5000 Stück sollen unter den Kunden zirkulieren.
Frankfurt. 

Eine leere Stofftaschenstation bedeutet nicht, dass die Idee dahinter verstanden wird. Mancher Kunde, schätzt Buchhändler Heinz Eisenbletter, greift sich eher einen Beutel, weil es ihn für lau gibt – und nicht, weil er damit der Umwelt einen Gefallen tun möchte.

Seit Anfang Juni steht die Taschenstation vor Eisenbletters Buchhandlung in der Berger Straße 168. Auf jedes Exemplar ist der Slogan „Ich bin dabei: Plastikfrei!“ aufgedruckt. Wer auf Frankfurts längster Einkaufsstraße shoppen geht, soll sich dort eine der Taschen schnappen, seine Einkäufe damit erledigen und die Tasche anschließend wieder in eine von insgesamt zehn Stationen legen, die derzeit vor Geschäften und auf Plätzen auf der Berger Straße stehen. 5000 Taschen sind derzeit im Umlauf.

Besser leben

Ausgedacht haben sich die Aktion die Gewerbevereine Bornheim Mitte und „Untere Berger Straße“ sowie die Initiative „Lust auf besser Leben“, die im Stadtteil in den letzten Jahren bereits mit allerlei Projekten für mehr Nachhaltigkeit geworben hat. Die Taschenstationen sollen dafür sorgen, dass der Verbrauch an Plastiktüten entlang der Berger sowie in Bornheim und im Nordend sinkt. Doch das Kunden wie im Fall der Taschenstation vor der Buchhandlung zugreifen, weil es dort etwas umsonst gibt, ist nicht die Regel. Marlene Haas von „Lust auf besser leben“ zeigt sich größtenteils zufrieden mit „Ich bin dabei: Plastikfrei!“: „An einigen Stationen läuft es sehr gut, weil die Kundschaft dort Wert legt auf Nachhaltigkeit“. Oder weil die Mitarbeiter Zeit haben, die Hintergründe der Aktion zu erklären, so wie im Fall von Buchhändler Heinz Eisenbletter oder der Spielwarenhandlung Meder.

An anderen Orten gestaltet sich die Umwelt-Aktion schwieriger: Wie Haas berichtet, sei das Fünffingerplätzchen zwar der ideale Ort. Er liegt zentral und nur wenige Meter vom Penny-Discounter entfernt. „Viele Menschen gehen dort vorbei. Allerdings findet sich dort niemand, der die Passanten informieren kann“, sagt Haas. Auch in Geschäften mit eng getakteter Kundenfrequenz sei es nicht leicht, die Aktion zu erklären.

Damit das Ganze an allen Stationen auf der Berger Straße funktioniert, wollen die Initiatoren nun Hinweise drucken, die klar machen, dass „Ich bin dabei: Plastikfrei!“ nicht kostenlos Stofftaschen unters Volk bringen möchte. Die Hinweise sollen zudem in mehrere Sprachen übersetzt werden.

Infos beim Open Air-Kino

Heute, 15. Juli, sollen beim Open Air-Kino am Bornheimer Uhrtürmchen noch mehr Menschen für die schädlichen Folgen des weltweiten Plastikverbrauchs sensibilisiert und auf die Taschenstationen aufmerksam gemacht werden. In Kooperation mit dem Kinoveranstalter „Reflecta“ sind die Filme „Life of a plastic bag“ und der Klassiker „Plastic Planet“ zu sehen.

Bis zum 17. September bleiben die Taschenstationen auf der Berger Straße stehen. Dann möchten die Initiatoren die Aktion „Ich bin dabei: Plastikfrei!“ auswerten, um genau herauszufinden, was nötig ist, um die Stofftaschen dauerhaft und erfolgreich auf der Berger Straße zirkulieren zu lassen.

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