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Das neue Terminal 3: Das ist das neue Terminal 3

Von Im Oktober will der Flughafenbetreiber Fraport mit dem Bau des dritten Terminals beginnen. Ein Datum für den ersten Spatenstich gibt es allerdings noch nicht. Noch muss der passende Bauunternehmer gefunden werden.
So sieht das Gelände im Süden den Frankfurter Flughafens, wo das neue Terminal hinkommt, heute aus. Bilder > So sieht das Gelände im Süden den Frankfurter Flughafens, wo das neue Terminal hinkommt, heute aus.
Frankfurt. 

Lange kämpften die Bürgerinitiativen gegen ein neues Terminal am Frankfurter Flughafen. Unterstützt wurden sie dabei von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Sie alle sprachen sich gegen den Millionen-Bau aus, empfinden ihn als überflüssig, fürchten sich vor mehr Lärm. Doch schon im April stand fest: Der Flughafenbetreiber Fraport wird bauen. Komme, was wolle. Der Aufsichtsrat hatte – bis auf Feldmann und den Grünen-Politiker Frank Kaufmann – für das neue Gebäude im Süden des Airports gestimmt (wir berichteten). Begründet hat Fraport die Entscheidung mit Kapazitätsengpässen. Die Baugenehmigung lag außerdem unlängst vor. Und nun steht fest: Im Oktober werden die Bagger anrollen. „Wir suchen allerdings noch einen genauen Termin für den ersten Spatenstich“, sagte gestern Fraport-Sprecher Christopher Holschier.

 

Bauunternehmer steht noch nicht fest

Ein Bauunternehmer steht allerdings noch nicht fest – weder für die Tiefbau-Phase noch für den Rohbau. „Wir schreiben nach und nach aus“, erklärte der Sprecher. Gerade erst sei die Ausschreibungsfrist für die Tiefbauarbeiten – Erdaushub und Unterwasser-Tiefbau – abgelaufen. Nun müssten die Angebote gesichtet und ausgehandelt werden.

Hier treffen Glas und Stahl aufeinander: Das Terminal 3 im Süden des Flughafens soll 2022 in Betrieb gehen. Im Oktober ist der erste Spatenstich. Bild-Zoom
Hier treffen Glas und Stahl aufeinander: Das Terminal 3 im Süden des Flughafens soll 2022 in Betrieb gehen. Im Oktober ist der erste Spatenstich.

Mehr ins Detail möchte bei Fraport im Moment noch niemand gehen. Denn erst im Mai übernahm Horst Amann, der schon für den Bau der Nordwest-Landebahn verantwortlich war, die technische Leitung des neuen Terminals. Heißt: Er ist der Chef-Planer. „Nun will er sich gemeinsam mit seinem Team ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren.“ Nur so viel: „Wir finalisieren gerade mit Hochdruck die technischen Planungen für den Rohbau“, so Holschier. Soll heißen: Es wird etwas festgelegt, wo Leitungen für Strom und Wasser verlegt werden.

Groß wie 19 Fußballfelder

Das dritte Terminal soll, nach den jetzigen Planungen, zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro kosten. Entworfen hat das helle, lichtdurchflutete Gebäude der renommierte Frankfurter Architekt Christoph Mäckler.

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Zunächst soll ein Empfangsgebäude mit zwei Flugsteigen auf 90 000 Quadratmetern ( das sind 19 Fußballfelder) mit 24 Gebäudepositionen für Flugzeuge entstehen. 14 Millionen Passagiere können dort abgefertigt werden. Je nach Bedarf können weitere Flugsteige später noch realisiert werden. Die gläserne Empfangshalle mit 104 Check-In-Schaltern und 50 Ticketschaltern ist 150 Meter lang, 50 Meter breit und 22 Meter hoch. Dahinter schließen sich die Sicherheitskontrollen mit 29 Stationen in einer Linie sowie die 14 Meter hohe Markthalle mit Läden, Gastronomie und Ruhebereichen an. Es folgen die 400 und 600 Meter langen Flugsteige mit Blick auf das Vorfeld sowie die startenden und landenen Maschinen. Es wird zehn Gepäckausgabebänder geben. Natürlich wird das Terminal 3 sowohl mit dem Auto und den Pendelbussen als auch mit dem Passagier-Transport-System, der Skyline-Bahn, von den Terminals 1 und 2 zu erreichen sein.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Nach dem im April vorgelegten Zeitplan soll der Tiefbau bis zum dritten Quartal 2016 abgeschlossen sein. Anschließend wird oberirdisch weitergebaut. Fraport will das neue Gebäude nach einer einjährigem Probebetrieb zum Sommerflugplan 2022 in Betrieb nehmen.

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