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"Das ist ein Freilichtmuseum des Wachstumswahns"

wuchs in Sachsenhausen auf, wo er, abgesehen von einer mehrjährigen Auszeit, seit 1940 lebt. Da wundert es nicht, dass der Mitbegründer des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) schlecht auf die Fraport,

wuchs in Sachsenhausen auf, wo er, abgesehen von einer mehrjährigen Auszeit, seit 1940 lebt. Da wundert es nicht, dass der Mitbegründer des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) schlecht auf die Fraport, die Stadt und die Landesregierung zu sprechen ist: "Der Bau der Landebahn war ein Verbrechen. Ich hoffe nur, es war keine böse Absicht, sondern Dummheit", sagt Schreiber. Für ihn steht fest, dass die Epoche des ungezügelten Wachstumsdenkens längst vorüber sei: "Immer mehr geht nicht. Immer besser geht aber immer!" Schreiber ist überzeugt, dass Frankfurt das angestrebte Image als grüne Hauptstadt Europas nach Eröffnung der Nordwestlandebahn nicht mehr erreichen werde. Wer die Fraport als das Herz der Region ansieht, dem sei gesagt, dass man auch an einem Herzinfarkt sterben kann, gibt der Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu bedenken. Die Landesregierung habe mit dem Ausbau die Vernichtung eines riesigen Naherholungsgebiets billigend in Kauf genommen: Nicht genug, dass der Vogelgesang im Stadtwald nun vom Dröhnen der Turbinen übertönt werde. Schreiber rechnet aufgrund der erhöhten Lärm- und Schadstoffkonzentration auch mit der Abwanderung von Bio-Gärtnern sowie harten Zeiten für Biergärten und Frischluft-Freunde.

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