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„Das ist ein Skandal“

Von Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnet die mangelhafte Videoüberwachung am Frankfurter Hauptbahnhof als „Skandal“. Eine funktionierende Kameratechnik sei ausgesprochen wichtig für das Sicherheitsgefüge eines großen Verkehrsknotenpunkts.
Karl-Peter Neumann vom Fahrgastverband Pro Bahn fordert, dass die Videotechnik am Hauptbahnhof in einen guten Zustand versetzt wird. Karl-Peter Neumann vom Fahrgastverband Pro Bahn fordert, dass die Videotechnik am Hauptbahnhof in einen guten Zustand versetzt wird.
Frankfurt. 

Nach dem Bericht über mangelhafte Überwachungstechnik am Frankfurter Hauptbahnhof in dieser Zeitung hat der Fahrgastverband Pro Bahn scharfe Kritik an der Deutschen Bahn AG, dem Betreiber der Videoanlage, geübt. „Das ist ein Skandal“, sagte Verbandssprecher Karl-Peter Naumann gestern. Funktionierende Kameras seien ungeheuer wichtig für das Sicherheitsgefüge eines großen Verkehrsknotenpunkts.

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn und Bundespolizei bräuchten Kamerabilder, um – zum Beispiel in Zusammenhang mit Fußballfans – zu erkennen, wenn sich etwas zusammenbraut. Aber auch zur Verfolgung und Aufklärung von Straftaten seien Videoaufnahmen entscheidend. „Wenn ein Mensch überfallen wird, ist es für ihn psychologisch wichtig, dass der Täter gefasst wird“, sagte Naumann.

„Lenkung der Mitarbeiter“

Der Sprecher des Fahrgastverbands fordert, dass die Deutsche Bahn die Überwachungstechnik am Frankfurter Hauptbahnhof in einen guten Zustand versetzt. Das sei sie nicht nur ihren Kunden, sondern auch ihren Mitarbeitern schuldig, die mitunter auch Opfer von Übergriffen würden. Überwachungskameras dienten nicht zuletzt der Lenkung der bahneigenen Sicherheitsmitarbeiter.

Wie berichtet, hat diese Zeitung aus Bundespolizei-Kreisen von erheblichen Defiziten bei der Videotechnik am Hauptbahnhof erfahren. Die veralteten Kameras liefern den Angaben zufolge teilweise nur sehr schlechte Aufnahmen. Die Videoauswerteanlage falle regelmäßig aus. Häufig sei wegen technischer Probleme keine Sicherung des Videomaterials möglich.

„Bundesweites Problem“

Zu dem personellen Engpass bei der Bundespolizei-Inspektion am Frankfurter Hauptbahnhof, der offenkundig zur mehr offenem Drogenkonsum in der Station führt, äußerte sich Naumann ebenfalls: Der Pro-Bahn-Sprecher betonte, dass das Problem der Abordnung von Beamten an andere Standorte infolge der Flüchtlingskrise nicht nur den Frankfurter Hauptbahnhof, sondern auch mehrere andere Stationen in Deutschland betreffe: „Darüber machen sich sehr viele Menschen sehr große Sorge.“ Mitarbeiter der Bundespolizei und der Deutschen Bahn, die deutlich erkennbar und gut ausgebildet in großen Bahnhöfen unterwegs seien, hätten eine „ganz große Bedeutung für das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen“.

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