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Park im Frankfurter Nordend: Das ist neu im Bethmannpark

Von Zwischen 400 000 und 500 000 Euro investiert die Stadt in die Modernisierung der Infrastruktur im Bethmannpark. Die sanitären Anlagen werden erneuert, die Orangerie wird neu gebaut und die maroden Gewächshäuser müssen weichen.
Seit vier Jahren sind die Toiletten am Parkeingang unmittelbar am Mauerweg gesperrt. Als Provisorium stehen dort Dixie-Klos, die nicht schön aussehen. Foto: Salome Roessler Seit vier Jahren sind die Toiletten am Parkeingang unmittelbar am Mauerweg gesperrt. Als Provisorium stehen dort Dixie-Klos, die nicht schön aussehen.
Nordend. 

Kein schöner Anblick sind die Dixie-Klos im Bethmannpark. Sie wollen so überhaupt nicht zum prächtig blühenden Pflanzenkleinod mitten im Nordend passen. Außerdem brauchen sie natürlich auch Platz. Doch das Provisorium, das vor mittlerweile vier Jahren errichtet wurde, weil die sanitären Anlagen unmittelbar am Parkeingang im Mauerweg marode sind, verschwindet demnächst. Nach Angaben von Heike Appel, stellvertretende Leiterin des Grünflächenamtes, ist vorgesehen, eine moderne Toilettenanlage nach dem Vorbild im Holzhausenpark aufzustellen.

Die hochmodernen und vollautomatischen Toiletten sollen im nordwestlichen Teil des Parkes einen Platz finden und möglichst unauffällig in die dortige Pergola integriert werden. Deshalb soll die WC-Anlage voraussichtlich auch keine verspiegelte Glasfront wie im Holzhausenpark haben, erklärt Appel.

Ihren Angaben zufolge ist das neue WC nur ein Mosaiksteinchen einer größeren Gesamtmaßnahme im Bethmannpark. Diese soll jedoch nicht vor 2019 umgesetzt werden. „Im Moment bereiten wir die Bau- und Finanzierungsvorlage vor“, erklärt Appel. Noch in diesem Jahr soll sie fertig sein. Dann soll die Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen und sich auch der zuständige Ortsbeirat 3 (Nordend) dazu äußern.

Zufahrt wird geschlossen

Geplant ist, die Orangerie bis auf die nördliche und westliche Mauer, die unter Denkmalschutz stehen, abzureißen und anschließend neu zu errichten. Auch die direkt angrenzenden Gewächshäuser müssen weichen, allerdings ebenso ersatzlos wie der Toilettenanbau. Außerdem wird die Zufahrt zum Betriebshof des Grünflächenamtes geschlossen, so dass dieser nur noch von der Friedberger Landstraße aus zu erreichen ist. Die stellvertretende Leiterin des Grünflächenamtes beziffert die Kosten für die Maßnahme mit 400 000 bis 500 000 Euro.

Die Orangerie wurde im Jahr 1925 als Kamelienhaus von der Familie Bethmann errichtet. Die einfache Bauweise ist aber anfällig: Im Laufe der Jahre traten horizontale Risse auf, auch das Fundament ist beschädigt und teilweise gar nicht mehr vorhanden. Die Frage sei deshalb gewesen, das Gebäude vor allem unter den energetischen Gesichtspunkten entweder zu sanieren oder aber abzureißen und komplett neu zu bauen, erklärt Appel. Weil die Orangerie samt angeschlossener Gewächshäuser aber eigentlich keinen Zweck mehr im weiteren Sinn erfülle, habe der Magistrat zunächst auf eine Wirtschaftlichkeitsprüfung gedrängt.

In dem Gebäude bietet Klaus Kugler, der Mitarbeiter des Grünflächenamtes und oberster Gärtner im Bethmannpark ist, seit vielen Jahren seine Pflanzenberatung an. Drei Mal wöchentlich können Bürger zu ihm kommen und den „Blumendoktor“ um Rat fragen. Die restliche Zeit kümmert sich Kugler um die Pflanzen im Gewächshaus. 80 Prozent von ihnen verbleiben das ganze Jahr im Gewächshaus, die anderen werden in der wärmeren Jahreszeit in der Grünanlage platziert und stehen nur zum Überwintern in den Gewächshäusern.

Im Gebäude überwintern

Der Neubau der Orangerie wird eine Grundfläche von etwa 100 Quadratmetern haben. Nach Angaben von Appel ist das ausreichend. Blumen wird es so gut wie keine mehr im Gebäude geben, allerdings sollen kälteempfindliche Kübelpflanzen aus dem Park weiterhin zum Überwintern im Gebäude untergestellt werden.

Begrünt und dem Park zugeschlagen werden nach Angaben von Appel später die frei werdenden Flächen, auf denen die Gewächshäuser und die Toiletten augenblicklich noch stehen. Auch die nordwestliche Ecke des Parks, wo heute noch die Zufahrt zum Betriebshof des Grünflächenamtes ist, soll nach Abschluss der Baumaßnahmen auch gestaltet werden. Auf diese Weise blüht der Bethmannpark quasi zusätzlich auf. Welche Pflanzen eingesetzt werden, ist allerdings noch Zukunftsmusik.

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