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Haus Opernplatz 2 wird neu errichtet: Das richtige Gebäude für diesen Ort

Von Das Haus Opernplatz 2 wird abgerissen und neu gebaut. Wie der Neubau aussehen wird, ist noch nicht entschieden: Der Architektenwettbewerb hatte keinen Gewinner.
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Frankfurt. 

An dieser Stelle will niemand etwas falsch machen. Weil ihr aber keiner der Entwürfe für einen Neubau am Opernplatz 2 als der wirklich richtige erschien, vergab die Jury des Architektenwettbewerbs zwei zweite, statt eines ersten Preises. Das heißt, dass die beiden in Berlin ansässigen Büros Staab Architekten und BE Berlin sich erneut über ihre Pläne beugen und sie überarbeiten müssen. Bevor das geschieht, werden die Resultate der ersten Wettbewerbsrunde zwei Wochen lang im Stadtplanungsamt ausgestellt.

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„An dieser Stelle geht es allen nur um die eine Frage: Welches ist das beste Gebäude für diesen Ort?“, betonte der Frankfurter Architekt Zvonko Turkali, der das Preisgericht als Vorsitzender geführt hatte. Ausgerufen hatte den Wettbewerb die Allianz Real Estate Germany GmbH, der Grundstück und Gebäude schräg gegenüber der Alten Oper gehören. Zehn Architekturbüros hatte die Tochter des Versicherungsriesen zum Wettbewerb eingeladen.

Jede Seite anders

Den Neubau zu entwerfen ist kein leichter Auftrag, liegt das 3700 Quadratmeter große Areal doch zwischen der vielbefahrenen und engen Neuen Mainzer Straße und der grünen Wallanlage. Es ist Teil des Ensembles um die Alte Oper und den dazugehörigen Platz und zugleich die städtebauliche Brücke hinüber in die Goethestraße. „Das Wichtigste ist, dass sich das neue Gebäude an dieser Stelle einfügt. Die erzielte Bruttogeschossfläche war für die Jury eher nachrangig“, erklärte Turkali, der gestern zusammen mit Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) sowie Vertretern der Allianz Real Estate die Preise an die beteiligten Architekten übergab.

Dabei wusste Turkali, dessen eigenes Büro seit 1988 besteht und der in Frankfurt schon vielerorts gebaut hat, gut zu begründen, warum bislang noch keiner der Entwürfe der wirklich passende ist.

So lobte er an den Ideen der Planer von BE Berlin, dass ihr vorgeschlagener, achtgeschossiger Solitär mit Büros und Läden durch Vor- und Rücksprünge an der Fassade kein zu massives Volumen aufweise. Dabei entstünden zudem „grandiose Dachterrassen, einmal mit Blick auf die Alte Oper und die andere mit Skyline-Blick“. Doch im Inneren des Gebäudes hätten einige Juroren Ungereimtheiten entdeckt, andere kritisierten die zu große und auffällig Auffahrt in die Tiefgarage des Gebäude.

Technische Tücken

Damit taten sich die meisten Büros schwer. Aufgrund seiner Lage können Geschäfte und Büros nur von der Neuen Mainzer Straße angedient werden, die Einfahrten und Rampen für Auto- und Lieferverkehr müssen also neben den Eingängen in die Büros und Ladenschaufenster platziert werden. Da hat bislang keiner der Architekten die perfekte Lösung gefunden.

Auch der Entwurf des zweiten Siegers, Staab Architekten, weist laut Turkali an diesem Punkt Schwächen auf. Dafür aber punktet er mit der Gestaltung der Gebäudehöhen. Zur Neuen Mainzer würde das Staab-Haus nur sechsgeschossig, zur Wallanlage hin so wie sein Vorgänger aus den 1950er Jahren achtgeschossig. Daraus ergibt sich nach Ansicht der Experten der gelungenste Übergang zur gegenüberliegenden Bebauung.

Wann das alte Gebäude am Opernplatz abgerissen wird, ist noch ebenso unklar wie der Beginn des Neubaus. Nach einigen Beratungen sollen die beiden favorisierten Büros ihre Pläne überarbeiten, dann kann ein Wettbewerbssieger gekürt werden. Danach erst werden die Pläne nach den Wünschen der Bauherrin ausgearbeitet und ein Bauantrag gestellt.

 

Die Entwürfe für den Neubau am Opernplatz 2 werden bis zum 3. Februar im Atrium des Planungsdezernats ausgestellt: Kurt-Schumacher-Straße 10, montags bis freitags 8.30 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

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