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Oberbürgermeisterwahl: Das sind die Kandidaten für die OB-Wahl in Frankfurt

Zwölf Kandidaten treten bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am 25. Februar vor. Hier erfahren Sie, wer sie sind und wofür sie stehen.
Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Amtskette. Foto: Arne Dedert/dpa Foto: Arne Dedert (dpa) Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Amtskette. Foto: Arne Dedert/dpa
Frankfurt. 

Peter Feldmann (SPD): An seiner Wiederwahl arbeitet Feldmann, seit er am 1. Juli 2012 den Chefsessel im Frankfurter Römer von seiner CDU-Vorgängerin Petra Roth übernommen hat. So hat er zum Beispiel die städtische Öffentlichkeitsarbeit ganz auf seine Person zugeschnitten. Kaum ein Tag vergeht, an dem das neu geschaffene Amt für Kommunikation und Stadtmarketing nicht mehrere Fotos des Stadtoberhaupts verbreitet. Alle paar Wochen sucht er bei Hausbesuchen den Kontakt mit den Bürgern. Und er versteht es, sich alle Erfolge der Stadtpolitik auf die eigenen Fahnen zu schreiben. Zum Beispiel den Bau der neuen Altstadt zwischen Dom und Römerberg: Einst plädierte er dafür, das Projekt auf Eis zu leg en. Heute führt er selbst stolz Gäste über die Baustelle.

Peter Feldmann

Feldmann hat es auch geschafft, sich als Kämpfer gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu profilieren. Zwar konnte er sich mit seinem Vorstoß für ein Baugebiet auf dem Pfingstberg im Norden der Stadt nicht durchsetzen. Stattdessen soll es aber einen neuen Stadtteil an der nordwestlichen Stadtgrenze geben. In der Verkehrspolitik rühmt Feldmann sich, eine Senkung der Fahrpreise in Frankfurt durchgesetzt zu haben. 20 Seiten umfasst die Broschüre, in der die SPD seine Erfolge darstellt.

Bernadette Weyland (CDU): Sie wurde von ihrer Partei nominiert, nachdem Stadtkämmerer Uwe Becker, der seine Kandidatur schon vor Jahren angekündigt hatte, im Frühjahr überraschend verzichtet hatte. Seitdem arbeitet die promovierte Juristin, die einst Stadtverordnetenvorsteherin in Frankfurt und Finanz-Staatssekretärin in Wiesbaden war, an der Steigerung ihres Bekanntheitsgrades. Die 60-Jährige zieht durch die Stadtteile, lässt sich in die Wohnzimmer einladen. Aber sie setzt sich auch von Feldmann ab und attackiert dessen Amtsführung scharf. Inhaltlich setzt sie unter anderem auf die Themen Sicherheit, Bildung und eine stärkere Unterstützung der Vereine.

Bernadette Weyland

Ihre Strategie ist nicht ohne Risiko: Denn Weyland kritisiert zum Beispiel die Zustände im Bahnhofsviertel – woran die CDU, die seit Jahren den Sicherheitsdezernenten in Frankfurt stellt, mit verantwortlich ist. Aber auf ihre Partei nimmt die OB-Kandidatin keine Rücksicht. Zum Beispiel, wenn sie fordert, dass sich der geplante neue Stadtteil nicht über die A 5 hinweg nach Westen ausdehnen dürfe und sie sich damit gegen die Position der CDU-Fraktion stellt. Oder mit dem nicht abgestimmten Vorschlag, die Commerzbank-Arena zu verkaufen und die Erlöse den Vereinen zukommen zu lassen.

Volker Stein: Beim Thema Sicherheit versucht sich auch der unabhängige Kandidat Volker Stein zu profilieren. Der frühere Ordnungsdezernent der Stadt ist zwar FDP-Mitglied, wird aber von seiner Partei nicht unterstützt. Dem 67-Jährigen wird zugetraut, zulasten Weylands im bürgerlichen und konservativen Lager nennenswert Stimmen zu holen.

Volker Stein

 

Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne): Die Grünen haben die frühere Integrationsdezernentin aufgestellt, die sich bemüht, über den Kreis der Anhängerschaft ihrer Partei hinaus auf Zustimmung zu stoßen. Die 52-Jährige will sich als Oberbürgermeisterin für gesellschaftlichen Diskurs stark machen.

Oberbürgermeisterkandidatin Nargess Eskandari-Grünberg von den Grünen.

 

Janine Wissler (Linke): Die Linke schickt zum zweiten Mal Janine Wissler ins Rennen, die als Vorsitzende der Landtagsfraktion bekannt ist. 2012 hatte die 36-Jährige lediglich 3,8 Prozent der Stimmen erhalten.

Janine Wissler. Foto: Christoph Schmidt/dpa

 

Nico Wehnemann (PARTEI): Der 34-Jährige ist Vorsitzender des Frankfurter Kreisverbandes der Satirepartei sowie Stadtverordneter und Mitglied in mehreren Ausschüssen: Verkehr, Soziales und Gesundheit sowie Kultur und Freizeit. Sein Slogan für die OB-Wahl: "Gemeinsam für den Abbruch in Frankfurt".

Nico Wehnemann

 

Michael Weingärtner (Freie Wähler): Der Feuerwehrbeamte bewarb sich im vergangenen Jahr erfolglos um ein Direktmandat für den Bundestag. Wie er in seinem Internetblog erläutert, will sich der 52-Jährige unter anderem für bezahlbaren Wohnraum und ein attraktiveres ÖPNV-Angebot einsetzen.

Michael Weingärtner

 

Ming Yang: Der in China geborene Unternehmensberater ist Mitglied der kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt und Delegierter für den Länderausländerbeirat in Hessen.

Felicia Herrschaft: Die promovierte Soziologin ist Dozentin an der Goethe-Universität.

Karsten Schloberg: Der 59-jährige betreibt einen Friseursalon in Sachsenhausen. Er tritt als unabhängiger Kandidat an.

Juli Wünsch: Die Diplom-Ingenieurin tritt ebenfalls als unabhängige Kandidatin an. Als Gründerin der Bürgerinitiative „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ macht sie sich für umweltpolitische Themen in Frankfurt stark.

Hein Gottfried Fischer: Seine Kandidatur ist vermutlich die kurioseste. Der Lachtherapeut hat es sich zum Hobby gemacht, Bürgermeister-Kandidat zu sein. In den vergangenen Jahren hatte sich der Lachtherapeut bereits in seiner Heimatgemeinde Gangelt in Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein und zuletzt in Dieburg aufstellen lassen. mu/lg/dpa

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