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Oberbürgermeisterwahl: Das sind die Kandidaten für die OB-Wahl in Frankfurt

Zwölf Kandidaten treten bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am 25. Februar vor. Hier erfahren Sie, wer sie sind und wofür sie stehen.
Symolbild Foto: Arne Dedert (dpa) Symolbild
Frankfurt. 

Die Frankfurter wählen am letzten Februar-Wochenende ihr Stadtoberhaupt. Rund 511 000 Bürgerinnen und Bürger sind am Sonntag dazu aufgerufen, aus insgesamt zwölf Kandidatinnen und Kandidaten den künftigen Amtsträger im Römer zu bestimmen. Wir stellen die OB-Anwärter vor!

Peter Feldmann (SPD)

Peter Feldmann

An seiner Wiederwahl bei der Oberbürgermeisterwahl 2018 arbeitet Feldmann, seit er am 1. Juli 2012 den Chefsessel im Frankfurter Römer von seiner CDU-Vorgängerin Petra Roth übernommen hat. So hat er zum Beispiel die städtische Öffentlichkeitsarbeit ganz auf seine Person zugeschnitten. Kaum ein Tag vergeht, an dem das neu geschaffene Amt für Kommunikation und Stadtmarketing nicht mehrere Fotos des Stadtoberhaupts verbreitet.

Alle paar Wochen sucht er bei Hausbesuchen den Kontakt mit den Bürgern. Und er versteht es, sich alle Erfolge  der Stadtpolitik auf die eigenen Fahnen zu schreiben. Zum Beispiel den Bau der neuen Altstadt zwischen Dom und Römerberg: Einst plädierte er dafür, das Projekt auf Eis zu legen. Heute führt er selbst stolz Gäste über die Baustelle.

Feldmann hat es auch geschafft, sich als Kämpfer gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu profilieren. Zwar konnte er sich mit seinem Vorstoß für ein Baugebiet auf dem Pfingstberg im Norden der Stadt nicht durchsetzen. Stattdessen soll es aber einen neuen Stadtteil an der nordwestlichen Stadtgrenze geben. In der Verkehrspolitik rühmt Feldmann sich, eine Senkung der Fahrpreise in Frankfurt durchgesetzt zu haben. 20 Seiten umfasst die Broschüre, in der die SPD seine Erfolge darstellt.

Bernadette Weyland (CDU)

Bernadette Weyland

Sie wurde von ihrer Partei nominiert, nachdem Stadtkämmerer Uwe Becker, der seine Kandidatur schon vor Jahren angekündigt hatte, im Frühjahr überraschend verzichtet hatte. Seitdem arbeitet die promovierte Juristin, die einst Stadtverordnetenvorsteherin in Frankfurt und Finanz-Staatssekretärin in Wiesbaden war, an der Steigerung ihres Bekanntheitsgrades.

Die 60-Jährige zieht durch die Stadtteile, lässt sich in die Wohnzimmer einladen. Aber sie setzt sich auch von Feldmann ab und attackiert dessen Amtsführung scharf. Inhaltlich setzt sie unter anderem auf die Themen Sicherheit, Bildung und eine stärkere Unterstützung der Vereine.

Ihre Strategie ist nicht ohne Risiko: Denn Weyland kritisiert zum Beispiel die Zustände im Bahnhofsviertel – woran die CDU, die seit Jahren den Sicherheitsdezernenten in Frankfurt stellt, mit verantwortlich ist. Aber auf ihre Partei nimmt die OB-Kandidatin keine Rücksicht. Zum Beispiel, wenn sie fordert, dass sich der geplante neue Stadtteil nicht über die A 5 hinweg nach Westen ausdehnen dürfe und sie sich damit gegen die Position der CDU-Fraktion stellt. Oder mit dem nicht abgestimmten Vorschlag, die Commerzbank-Arena zu verkaufen und die Erlöse den Vereinen zukommen zu lassen.

Mehr zu Bernadette Weyland lesen Sie hier.

Volker Stein

Volker Stein

Beim Thema Sicherheit versucht sich auch der unabhängige Kandidat Volker Stein zu profilieren. Der frühere Ordnungsdezernent der Stadt ist zwar FDP-Mitglied, wird aber von seiner Partei nicht unterstützt.

Dem 67-Jährigen wird zugetraut, zulasten Weylands im bürgerlichen und konservativen Lager nennenswert Stimmen zu holen.

 Mehr zu Volker Stein lesen Sie hier.

Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne)

Oberbürgermeisterkandidatin Nargess Eskandari-Grünberg von den Grünen.

Die Grünen haben die frühere Integrationsdezernentin aufgestellt, die sich bemüht, über den Kreis der Anhängerschaft ihrer Partei hinaus auf Zustimmung zu stoßen. Die 52-Jährige will sich als Oberbürgermeisterin für gesellschaftlichen Diskurs stark machen.

Mehr zu der Grünen-Kandidatin Eskandari-Grünberg les en Sie hier. 

Janine Wissler (Linke)

Janine Wissler. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Linke schickt zum zweiten Mal Janine Wissler ins Rennen, die als Vorsitzende der Landtagsfraktion bekannt ist. 2012 hatte die 36-Jährige lediglich 3,8 Prozent der Stimmen erhalten.

Mehr zu der Linken-Kandidatin Wissler lesen sie hier.

 

Nico Wehnemann (PARTEI)

Nico Wehnemann

Der 34-Jährige ist Vorsitzender des Frankfurter Kreisverbandes der Satirepartei sowie Stadtverordneter und Mitglied in mehreren Ausschüssen: Verkehr, Soziales und Gesundheit sowie Kultur und Freizeit. Sein Slogan für die OB-Wahl: "Gemeinsam für den Abbruch in Frankfurt".

Ein Interview mit Wehnemann lesen Sie hier.

Michael Weingärtner (Freie Wähler)

Der Feuerwehrbeamte bewarb sich im vergangenen Jahr erfolglos um ein Direktmandat für den Bundestag. Wie er in seinem Internetblog erläutert, will sich der 52-Jährige unter anderem für bezahlbaren Wohnraum und ein attraktiveres ÖPNV-Angebot einsetzen.

Ming Yang

Der in China geborene Unternehmensberater ist Mitglied der kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt und Delegierter für den Länderausländerbeirat in Hessen.

Felicia Herrschaft

Die promovierte Soziologin ist Dozentin an der Goethe-Universität.

Karsten Schloberg

Der 59-jährige betreibt einen Friseursalon in Sachsenhausen. Er tritt als unabhängiger Kandidat an.

Juli Wünsch

Die Diplom-Ingenieurin tritt ebenfalls als unabhängige Kandidatin an. Als Gründerin der Bürgerinitiative „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ macht sie sich für umweltpolitische Themen in Frankfurt stark.

Hein Gottfried Fischer

Seine Kandidatur ist vermutlich die kurioseste. Der Lachtherapeut hat es sich zum Hobby gemacht, Bürgermeister-Kandidat zu sein. In den vergangenen Jahren hatte sich der Lachtherapeut bereits in seiner Heimatgemeinde Gangelt in Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein und zuletzt in Dieburg aufstellen lassen. mu/lg/dpa

VIDEO: Darum geht es bei der OB-Wahl!

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